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Nabu lässt Laichtümpel ausbaggern

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Barsinghausen.

Im Bullerbachtal, oberhalb des Naturfreundehauses, auf den Waldwiesen, die der Nabu betreut und in artenreiches Grünland entwickeln will, wurden zwei Laichtümpel ausgebaggert. Gerade einmal zweieinhalb Stunden benötigte der Bagger, um die beiden geplanten Flachteiche auszuheben. Dr. Olaf von Drachenfels und Elke Steinhoff vom Vorstand des Nabu Barsinghausen waren bei den Baggerarbeiten anwesend und gaben die Anweisungen für die sachgerechte Teichanlage. Die Region Hannover fördert das Projekt mit 800 E€uro, der Nabu bezahlt den Rest aus eigener Kasse. Die Maßnahme sollte eigentlich schon im Jahr 2017 umgesetzt werden, aber wegen der starken Regenfälle und Überflutungen war die Fläche das ganz letzte Jahr über nicht befahrbar. „Das Gelände ist ein idealer Lebensraum mit Wiesen und Bach besonders auch für Amphibien, nur fehlen dort noch Stillgewässer zum Laichen von Fröschen, Kröten, Unken und Molchen“, erklärte Elke Steinhoff. Flachteiche eigneten sich gut als Kinderstuben für Lurche. „Dort ist genug Sonne und die Bullerbachnähe sorgt für ausreichende Wasserzufuhr“, so Steinhoff. Frühere natürliche Flutmulden sind infolge des Deisterbergbaus und der Trinkwassergewinnung mit den Jahren weitestgehend verschwunden, so dass die Untere Naturschutzbehörde die Anlage neuer Mulden empfahl. Bisher waren die Schluchtwiesen zweimal jährlich gemäht worden, um Hochstauden wie Brennnesseln und Klettlabkraut auszumagern und Platz und Licht zu schaffen für typische, standortgerechte Waldwiesenpflanzen.