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SPD: "Es ist an allem zu zweifeln"

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Barsinghausen.

Die Idee entstand im Frühjahr, umgesetzt wurde sie an diesem Wochenende. 23 Mitglieder und Freunde der SPD-Barsinghausen machten sich zu einer dreitägigen Fahrt nach Trier auf. Trier ist nicht nur die älteste Stadt Deutschland, von den Römern gegründet, sondern auch der Geburtsort von Karl Marx, dem wohl bedeutendsten deutschen Philosophen der Neuzeit.

Im Landesmuseum in Trier besuchten die Barsinghäuser eine großartig gestaltete Ausstellung zum 200. Geburtstag über das Leben und Werk Karl Marx und im Stadtmuseum eine ebenfalls gelungene Ausstellung über Karl Marx als Mensch und die Zeit, in der er lebte. Gerade diese Zeit zu verstehen, war einer der zentralen Punkte der SPD-Reisegruppe. Seine Kritik am Kapitalismus ist nur nachvollziehbar, wenn man sich das Elend und die brutale Ausbeutung der Menschen in der industriellen Revolution vorstellt. Kinderarbeit, 12 bis 14-Stundentage, Hungerlöhne, gesundheitsschädliche Arbeitsbedingungen - das war es, was Marx erlebte und was Grundlage seiner neuen Philosophie war. Aber auch der Mensch Karl Marx, sein umtriebiges Wanderleben, das ihn von Trier über Bonn und Berlin nach Brüssel, Paris und Manchester schließlich nach London führte war von großem Interesse. "Es ist an allem zu zweifeln", das ist einer der zentralen Sprüche von Marx, der sich zeitlebens als Kritiker der bestehenden Verhältnisse und Lehren verstand.

Am Samstag-Nachmittag führte dann ein "römischer Weinhändler" die Reisegruppe durch das römische Trier. Trier wurde immerhin kurz vor Christi Geburt von Augustus gegründet und war zeitweise die größte Stadt nördlich der Alpen. Die Porta Nigra ist noch heute eines der am besten erhaltenen römischen Bauwerke auf deutschem Boden, aber auch andere Spuren römischen Lebens sind noch heute zu entdecken.
Die SPD-Landtagsabgeordnete Claudia Schüssler, die gemeinsam mit einigen Mitstreitern diese Fahrt organisiert hatte, war hoch zufrieden. "Es hat großen Spaß gemacht, einmal so miteinander Geschichte zu erleben!" Für nächstes Jahr, so ist die Idee, könnte man wieder eine Fahrt machen, die auch auf den Spuren der SPD wandelt.