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Den richtigen Weihnachtsbaum finden

Region.

Weihnachten steht vor der TĂĽr, damit  beginnt fĂĽr viele nun die Zeit, nach einem geeigneten Christbaum Ausschau zu halten. Der Bund Region Hannover weist darauf hin, dass noch immer weit ĂĽber 90 Prozent der jährlich rund 25 Millionen verkauften Weihnachtsbäumen aus Intensiv-Plantagen stammen, in denen stark gespritzt und gedĂĽngt wird – zum Schaden von Tieren, Pflanzen, Gewässern und Böden. Nicht zuletzt können ĂĽber die Nadeln (wenn auch nur geringe) Pestizidreste ins eigene Wohnzimmer gelangen. Dabei soll es auch anders gehen. Das beweisen nicht zuletzt Produzenten und Anbieter von Ă–koWeihnachtsbäumen mit einem glaubwĂĽrdigen Bio-Siegel wie Naturland, Bioland, Demeter, Biokreis oder das Biosiegel der Europäischen Union. Gleiches gilt ĂĽbrigens auch fĂĽr Bäume aus FSC-zertifizierten Forstbetrieben (FSC: Forest Stewardship Council). Bäume mit diesen Zertifikaten oder aus ökologisch vorbildlich bewirtschafteten Forstbetrieben sind ohne den Einsatz von Pestiziden und MineraldĂĽnger herangewachsen. „Wir empfehlen daher, beim Weihnachtsbaum-Kauf auf diese Siegel zu achten“, rät der Bund-Vorsitzende Gerd Wach den Verbraucher und: „Fragen Sie bei Ihren Verkäufern gezielt nach Ă–koWeihnachtsbäumen – selbst wenn sie in diesem Jahr noch keine Ă–ko-Bäume im Sortiment fĂĽhren, machen Sie damit doch deutlich, dass es einen Bedarf gibt.“ 
Zwar hat das Interesse an ökologisch zertifizierten Weihnachtsbäumen in den letzten Jahren auch in Hannover stark zugenommen – das Angebot reicht nach Ansicht des Bund aber bei weitem noch nicht aus, um die Nachfrage nach pestizidfreien Weihnachtsbäumen zu befriedigen. „Der Marktanteil an Ă–ko-Bäumen ist noch immer viel zu gering“, erklärt Wach. Wer im Raum Hannover nach einem giftfreien Exemplar aus ökologischem Anbau sucht, wird immerhin bei zwei groĂźen Anbietern fĂĽndig: Der Himmler Hagebaumarkt, An der Weide 12, 30173 Hannover, bietet (Biokreis-) zertifizierte Nordmann-Tannen in unterschiedlichen Größen an. „Wir hoffen sehr, dass die Bio-Weihnachtsbäume gut angenommen werden dieses Jahr“, meint Geschäftsleiterin Nadine Hummer. Weitere Informationen gibt es unter Bund fĂĽr Umwelt und Naturschutz Deutschland Telefon: 0511-660093 Kreisgruppe Region Hannover  Mobil: 0160- 6831389 GoebenstraĂź 3a  bund.hannover@bund.net D-30161 Hannover www.bund-hannover.de 
 
Auch die Baumarktkette Bauhaus mit ihren Filialen in der Schulenburger LandstraĂźe 125 in 30165 Hannover und in der Erich-Panitz-StraĂźe 1 in 30880 Laatzen fĂĽhrt Bio-zertifizierte Nordmann-Tannen in begrenzten StĂĽckzahlen im Sortiment. Hier sind Bio-Tannen auch online erhältlich. 
Darüber hinaus gibt es einige Weihnachtsbaum-Plantagen in der Region, die nach eigenen Angaben weitgehend auf einen Gifteinsatz verzichten. Mit einem Kaufpreis von rund 40 Euro sind die 1,50 bis zwei Meter großen Öko-Weihnachtsbäume in der Regel nur wenig teurer als Tannenbäume aus Intensivkulturen. Ein Aufpreis allerdings, der sich für alle lohnt – für die Umwelt, für Produzenten und Händler und nicht zuletzt für die Kunden. „Ein natürlich gewachsener Weihnachtsbaum, der die Umwelt geschont hat und keine Giftstoffe ins Wohnzimmer holt, macht einfach mehr Freude“, findet der BundVorsitzende. Für ökologische Alternativen zum klassischen Weihnachtsbaum hilft ein Blick in die Geschichte: In vorchristlichen Zeiten holten die Menschen um die Wintersonnenwende neben Tannen auch Immergrünes wie Buchsbaum, Mistel oder Wacholder als festlichen Schmuck in die Häuser. Später dienten Obstbäume, Eichen oder Birken als christliche Gabenbäume, behängt mit Gebäck, Wurst, Obst, Geschenken und Papierblumen. Auch so manche große Zimmerpflanze eignet sich als Weihnachtsbaum. Und wenn es unbedingt ein Nadelbaum sein soll, dann sind oft hübsche einheimische Fichten und Kiefern aus Durchforstungen die nachhaltigere Lösung.