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KRH Lehrte ist gesichert

Region.

Das KRH Klinikum Lehrte ist gesetzt und sein Bestand ist gesichert: Das ist die Kernbotschaft des KRH Aufsichtsratsvorsitzenden, RegionsprĂ€sident Hauke Jagau, und des KRH GeschĂ€ftsfĂŒhrers Medizin, Matthias Bracht. Sie standen am Mittwochabend interessierten BĂŒrgern fĂŒr Fragen zur VerfĂŒgung. Sie alle waren ins Kurt-Hirschfeld-Forum in Lehrte gekommen, um sich ĂŒber die PlĂ€ne des Klinikums Region Hannover (KRH) fĂŒr seinen Standort in Lehrte zu informieren. Die Materie aus Krankenhausplanung des Landes und Bettenverlagerungen ist komplex und so gab es in der Vergangenheit immer wieder missverstĂ€ndliche Äußerungen von unterschiedlichen Stellen, die aus Sicht des Krankenhausunternehmens der Klarstellung bedurften. „Uns als EigentĂŒmer des Klinikums Region Hannover ist es ganz wichtig, gegenĂŒber den BĂŒrgern in Lehrte nochmal klar zu betonen: Wir stehen zu diesem Standort und die BeschlĂŒsse des Ministeriums und des Krankenhausplanungsausschusses werden wir so umsetzen, dass hier in Lehrte die Grund- und Regelversorgung mit dem zusĂ€tzlichen Schwerpunkt der Altersmedizin nachhaltig gesichert werden kann“, betont RegionsprĂ€sident Jagau. „NatĂŒrlich hĂ€tten wir uns gewĂŒnscht, dass das Land Niedersachsen unsere Konzepte und AntrĂ€ge in vollem Umfang unterstĂŒtzt. Auch wenn die BeschlĂŒsse die Umsetzung unserer Konzepte nicht gĂ€nzlich verhindern, werden wir nicht nachlassen, die UnterstĂŒtzung fĂŒr die Standortsicherung Lehrte auch vom Land Niedersachsen einzufordern.“ KRH MedizingeschĂ€ftsfĂŒhrer Bracht verdeutlicht an Hand des Versorgungskonzepts Lehrte das grundsĂ€tzliche medizinische VersorgungsverstĂ€ndnis des Klinikunternehmens: „Wir behandeln die Menschen in der Region Hannover so nah wie möglich an ihrem eigentlichen Wohnort. Sobald die Erkrankung eine Behandlung in einem spezialisierten Krankenhaus erfordert, wird dies umgehend veranlasst. Dabei entwickeln wir an unseren Standorten gezielt und abgestimmt Schwerpunkte und Spezialisierungen. Am KRH Klinikum Lehrte ist das die Altersmedizin. Daneben sind und bleiben dort auch die Innere Medizin und Chirurgie mit der Notfallversorgung feste Bestandteile des Versorgungsangebotes.“

Der Beschluss des Krankenhausplanungsausschusses und des Ministeriums unterstĂŒtzt die geriatrische Schwerpunktversorgung in Lehrte nicht. Stattdessen beinhaltet er die hĂ€lftige Verlagerung der KRH Geriatrie Langenhagen in den Neubau des KRH Klinikum Großburgwedel. Trotzdem kann das KRH beginnen, sein Konzept fĂŒr ein geriatrisches Zentrum in Lehrte umzusetzen. Hintergrund ist der komplexe und erklĂ€rungsbedĂŒrftige Sachverhalt der niedersĂ€chsischen Krankenhausplanung: Die Betten der Fachrichtung Geriatrie werden nicht separat geplant, sondern finden sich inhaltlich in den Betten der Inneren Medizin oder auch Chirurgie wieder. So sind die Betten, die das KRH derzeit in Langenhagen betreibt, in der formalen Betrachtung der Krankenhausplanung Betten der Inneren Medizin. Nach der Entscheidung des Ministeriums werden diese Betten mit dem Neubau zur HĂ€lfte nach Großburgwedel verlagert. Das KRH Klinikum Region Hannover hat aber die Möglichkeit, in Lehrte vorhandene chirurgische und internistische Betten geriatrisch zu nutzen. Dies wird das Unternehmen auch tun, um den geplanten geriatrischen Schwerpunkt in Lehrte aufzubauen. Die nach Krankenhausplan vorhanden Betten am Standort Lehrte reichen dazu zunĂ€chst aus. Zur langfristigen Standortsicherung wird das KRH an seiner Forderung nach weiteren BehandlungskapazitĂ€ten fĂŒr das geriatrische Zentrum in Lehrte festhalten. Dies könnte durch die Verlagerung der noch in Langenhagen verbliebenen Betten nach Lehrte erreicht werden.

Die Umsetzung des altersmedizinischen Schwerpunktes in Lehrte erfordert spezielle strukturelle Voraussetzungen, die durch einen Erweiterungsneubau realisiert werden sollen. Eine moderne Altersmedizin beinhaltet integrative Behandlungsangebote, die auf herkömmlichen Stationsstrukturen nur schwer angeboten werden können. Dazu gehören beispielsweise offenere Aufenthaltsbereiche, die verwoben sind mit therapeutischen RĂ€umen. Hier wird nicht ein Patient mit einer speziellen Erkrankung behandelt, sondern ein Ă€lterer Mensch mit vielen Erkrankungen und altersgemĂ€ĂŸen EinschrĂ€nkungen, beispielsweise in seiner MobilitĂ€t. Diesen UmstĂ€nden und den angepassten Behandlungs- und Betreuungsangeboten mĂŒssen die Architektur und die Struktur Rechnung tragen. Die Kosten fĂŒr diesen Bau hat das KRH in seinem Antrag auf Förderung durch das Land Niedersachsen mit etwa 17 Millionen Euro angesetzt. Da nunmehr klar ist, dass das Land Niedersachsen diese Mittel nicht bereitstellen wird, muss die Finanzierung auf anderem Wege erfolgen. Hier hat RegionsprĂ€sident Jagau den eindeutigen Willen der Region Hannover betont, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um diese Summe zu finanzieren: „Wir wollen unseren Standort Lehrte zukunftssicher machen und dazu das Versorgungskonzept umsetzen. Insofern mĂŒssen wir als Region auch dafĂŒr sorgen, dass der Erweiterungsneubau so schnell wie möglich hergestellt und nutzbar wird“, so Jagau.