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Gusy im Regionshaus zur Entstehung der Weimarer Verfassung

Foto: Christoph Gusy © Universität Bielefeld

Region.

Die Weimarer Verfassung, deren Inkrafttreten sich in diesem Jahr zum 100. Mal j√§hrt, war die Gr√ľndungsurkunde der demokratischen Republik in Deutschland. Sie f√ľhrte erstmals die Verfassungsprinzipien der Republik, der Demokratie, der Rechts- und Sozialstaatlichkeit in das deutsche Verfassungsrecht ein. Damit bildete sie das Gegenmodell zur Reichsverfassung von 1871. Auf Einladung der Gedenkst√§tte Ahlem referiert Christoph Gusy am Donnerstag, 28. Februar, um 19 Uhr im Haus der Region, Hildesheimer Stra√üe 18, in Hannover, √ľber die Entstehung dieser Gr√ľndungsurkunde. Die Verfassung der Weimarer Republik war die demokratische Alternative zur vergangenen Monarchie und zu den Anl√§ufen einer R√§terepublik. Dabei waren die Startbedingungen √ľberaus ung√ľnstig: Kriegsniederlage, W√§hrungskrise, B√ľrgerkrieg, Widerst√§nde von links und rechts, Mehrheitsverlust der Weimarer Koalition 1920. Die Verfassung war Ergebnis intensiver Beratungen und wies zukunftsweisende Elemente auf ‚Äď auch im Vergleich zu ausl√§ndischen Konstitutionen dieser Zeit. Sie war besser als ihr Ruf: Ihre viel beklagten M√§ngel waren weniger Folgen ihrer Entstehung oder ihres Textes, sondern eher der bewussten Umgehung von Staatsorganen oder Interpreten. Sie war eine gute Verfassung in schlechter Zeit. Gusy studierte von 1973 bis 1977 Rechtswissenschaften an der Universit√§t Bochum. 1983 habilitierte er an der Fern-Universit√§t Hagen zum Thema ‚ÄěRichterliches Pr√ľfungsrecht. Eine verfassungsgeschichtliche Untersuchung‚Äú. Er lehrt an der Universit√§t Bielefeld √Ėffentliches Recht, Staatslehre und Verfassungsgeschichte. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die neuere Verfassungs-geschichte, das Verfassungsrecht, die Grundrechte, das Polizei- und Sicherheitsrecht sowie das Informations- und Datenschutzrecht.