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Leserbrief: Grüne Hausnummer, wo ist das Grün?

Symbolfoto: Pixabay

Wennigsen.

Leserbrief zum Artikel „Neubau hat jetzt eine „Grüne Hausnummer“ von Gerhard Krick NABU Wennigsen.

In dem Artikel vom 24. Juni wurde über die Verleihung einer Grünen Hausnummer an Hausbesitzer in Wennigsen berichtet. Die Frage ist nur: Wo ist das Grün? Die Hausbesitzer und die Repräsentanten der „Nachhaltigkeit“ präsentieren sich stolz auf einer Schotterfläche vor dem ausgezeichneten Haus. Dabei sollten die Vertreter der Öffentlichkeit doch wissen, das nach der Niedersächsischen Bauordnung § 9 „Die nicht überbauten Flächen der Baugrundstücke Grünflächen sein müssen“, was hier offensichtlich nicht der Fall ist. Energieeinsparung ist ein Aspekt der Nachhaltigkeit, der Bericht des Weltbiodiversitätsrates über das dramatische Ausmaß des Artensterbens macht deutlich, dass auch Naturschutz zur Nachhaltigkeit gehört. In viele Veröffentlichungen hat der NABU darauf hingewiesen, dass Gärten eine besondere Bedeutung für Artenvielfalt und Stadtklima haben niedersachsen.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologischleben/tipps-haus-garten/19827.html.

Wieso solch ein ordnungswidriges Bauvorhaben mit einem Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet und als Vorbild dargestellt wird, ist mir unverständlich. Die Klimaschutzagentur sollte sich Gedanken über zusätzliche ökologische Minimalanforderungen bei der Vergabe der Grünen Hausnummern machen. Die Bauaufsicht sollte Ihrer Aufgabe nachkommen und den Rückbau von ordnungswidrigen Stein- und Schottergärten anordnen.

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