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Getreide nicht teurer als vor 25 Jahren

Foto: Pascal Sturde Pro terra gbr

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Region.

Die erste gro├če Hitzewelle des Jahres Ende Juni hat einen sehr zeitigen Start in die Getreideernte verursacht. Jetzt steht f├╝r die Ernteteams der Landwirte in Zusammenarbeit mit Lohnunternehmen und Maschinenringen der Endspurt bevor.

ÔÇ×Landesweit wird die Ernte nicht fr├╝her abgeschlossen als in anderen JahrenÔÇť, fasst Landvolkvizepr├Ąsident Ulrich L├Âhr zusammen. Insbesondere in den klassischen Sp├Ąterntegebieten in den s├╝dlichen Mittelgebirgslagen des Landes sowie an der K├╝ste haben die M├Ąhdrescher noch einige Felder abzuernten. Der Ertrag d├╝rfte allenfalls durchschnittliche Erwartungen best├Ątigen. Diese Einsch├Ątzung des Verbandes belegen inzwischen auch Prognosen des Landesamtes f├╝r Statistik. Es geht f├╝r Niedersachsen von einer Getreideernte in H├Âhe von etwa sechs Millionen Tonnen (t) aus. Dieser Wert liegt zwar deutlich ├╝ber dem witterungsbedingt historisch niedrigen Ernteergebnis des Vorjahres mit nur 4,7 Millionen t Getreide. Aber das Ertragsniveau reicht auch nicht an den Durchschnitt der Jahre 2012 bis 2017 heran, sondern liegt etwa um sechs Prozent darunter. Das h├Âhere Ergebnis des aktuellen Jahres resultiert auch aus der wieder gr├Â├čeren Anbaufl├Ąche f├╝r Winterweizen, er musste 2018 aufgrund schwieriger Aussaatbedingungen h├Ąufig durch den ertragsschw├Ącheren Sommerweizen ersetzt werden.

An den M├Ąrkten wirkt sich die geringere Erntemenge zumindest bisher noch nicht aus. Die Landwirte erhalten aktuell allenfalls Preise, die gerade ihre Kosten decken. Das Preisniveau liegt inflationsbereinigt nach den Daten des Landesamtes f├╝r Statistik auf dem Niveau des Jahres 1993, ist also nicht teurer als vor 26 Jahren. In dem Jahr hat die EU ihre erste gro├če Agrarreform, die sogenannte McSharry-Reform, auf den Weg gebracht und einen grundlegenden Systemwechsel vollzogen. Die Preisst├╝tzung wurde aufgegeben, die Erzeugerpreise auch der hiesigen Landwirte orientieren sich nun am Weltmarkt. Da Bauern hierzulande aber mit deutlich h├Âheren Kosten kalkulieren m├╝ssen, gibt es die Ausgleichszahlungen in Form der Direktbeihilfen. Sie werden in diesem Jahr erneut die Einkommen der Landwirte absichern m├╝ssen. Die Verbraucher hingegen k├Ânnen sich weiter ├╝ber die EU-weit g├╝nstigsten Lebensmittelpreise freuen. Selbst die starken Ertragseinbr├╝che des Vorjahres haben nahezu keinen Einfluss auf die Verbraucherpreise gezeigt.


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