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Recken reichen keine Meldung für European Handball League ein

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Region.

Montag startete die TSV Hannover-Burgdorf in die Vorbereitung auf die Spielzeit 2020/21. Bereits vorher hatten die RECKEN-Verantwortlichen eine ganz schwere Entscheidung zu treffen, denn Niedersachsens Spitzenhandballer werden keinen Gebrauch von ihrer Teilnahme an der European Handball League (EHL), den sich die Mannschaft um Kapitän Fabian Böhm mit herausragenden Leistungen in der letzten Spielzeit redlich verdient hat, machen. „Bei realistischer Betrachtung aller Einflussfaktoren sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass die organisatorischen, gesundheitlichen und finanziellen Risiken eine Gefahr der Überbelastung für unsere gesamte Organisation bedeuten könnten“, erklärt Geschäftsführer Eike Korsen die „Entscheidung der Vernunft.“

Ursprünglich hätten DIE RECKEN in der Qualifikationsrunde, die bereits Mitte September stattfinden wird, in die EHL eingegriffen. Nach einem K.O.-Duell mit Hin- und Rückspiel wäre es dann zu einer Gruppenphase mit je sechs Teams pro Gruppe und zehn weiteren Spielen gekommen, an die sich wiederum im K.O.-Modus ein Achtel- und Viertelfinale auf dem Weg zum Final4-Turier angeschlossen hätten. „Die Gewährleistung des nationalen Spielbetriebes mit 20 Mannschaften und 38 Spielen birgt unter den aktuellen Bedingungen mehr als genug Herausforderungen und ist unser „Brot- und Buttergeschäft“. Daher müssen und wollen wir alle uns zur Verfügung stehenden Ressourcen auf die „stärkste Liga der Welt“ verwenden“, verdeutlicht der sportliche Leiter Sven-Sören Christophersen.

Die Stimmen zur Entscheidung:

Eike Korsen (Geschäftsführer): „Wir sind in jeder Hinsicht ein ambitionierter Club und das können wir nur sein und auch bleiben, weil wir mit unseren Ressourcen und Partnern verantwortlich umgehen. Bei realistischer Betrachtung aller Einflussfaktoren sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass die organisatorischen, gesundheitlichen und finanziellen Risiken eine Gefahr der Überbelastung für unsere gesamte Organisation bedeuten könnten. Die Teilnahme am Europapokal soll aber genau das Gegenteil sein, nämlich die Belohnung für die geleistete Arbeit und ein besonderes Erlebnis. Die aktuellen Rahmenbedingungen erlauben uns keine zusätzlichen Belastungen und stellen eine Teilnahme am internationalen Wettbewerb daher als nicht tragbares Wagnis dar.“

Sven-Sören Christophersen (sportlicher Leiter): „Das ist eine sehr bittere Entscheidung, die entgegen unserem sportlichen Naturell steht. Daher blutet mein Sportlerherz mit der Mannschaft, dem Trainerteam und vor allem auch unseren Fans dieser handballbegeisterten Region. So eine Entscheidung wäre aus Sportlersicht bis vor kurzem undenkbar gewesen, wie auch schon der vorzeitige Saisonabbruch im März unvorstellbar gewesen ist. Die Gewährleistung des nationalen Spielbetriebes mit 20 Mannschaften und 38 Spielen birgt unter den aktuellen Bedingungen allerdings mehr als genug Herausforderungen und ist unser „Brot- und Buttergeschäft“. Daher müssen und wollen wir alle uns zur Verfügung stehenden Ressourcen auf die „stärkste Liga der Welt“ verwenden, neben der zudem mit dem Final4 im Februar nicht zu vergessen noch ein weiteres Highlight auf uns wartet.“

Carlos Ortega (Trainer): „Als Leistungssportler ist es niemals einfach, auf einen Wettbewerb zu verzichten, denn wir haben uns unseren Startplatz in Europa mit kontinuierlicher Arbeit verdient. In diesem Jahr ist die Unsicherheit aber in vielen Bereichen deutlich spürbar. Wir haben die Entscheidung jetzt so getroffen und müssen uns ab sofort auf die 38 Spiele in der Bundesliga und den DHB-Pokal fokussieren.“ 

Fabian Böhm (Kapitän): „Die Mannschaft ist über die Entscheidung verständlicherweise sehr enttäuscht. Wir hätten uns gerne auf der internationalen Bühne präsentiert, denn dafür haben wir in der letzten Saison alles gegeben und hart gearbeitet. Unter den gegebenen Umständen und der aktuellen Gemengelage, die von viel Unsicherheit geprägt ist, ist es aus wirtschaftlicher Sicht aber die sicherste Entscheidung.“


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