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Deister-Freilicht-Bühne erhält 2.000 Euro

v.l.: Malte Großestrangmann und Julia Nuñez-Bartolomé von der Deister-Freilicht-Bühne und Martin Wildhagen und Reinhard Meyer von der Stadtsparkasse Barsinghausen.

Barsinghausen.

Die Beschränkungen der Coronakrise treffen die Kulturszene besonders hart. Auch die Deister-Freilicht-Bühne musste für das Jahr 2020 alle Vorstellungen absagen. So dürfen sich die Schauspieler nicht auf der Bühne austoben und das Publikum verzaubern, auch für das Budget ist es ein schwerer Schlag. Dank der Stadtsparkasse Barsinghausen darf sich die Deister-Freilicht-Bühne aber über eine Spende freuen.

„Wir unterstützen die Freilichtbühne seit Jahren, da war es uns natürlich ein Anliegen auch in dieser besonders schweren Zeit zu helfen“, so Martin Wildhagen, Stadtsparkasse. Ein sechsstelliger Betrag wird der Freilicht-Bühne fehlen. Rund 80 Prozent der erwarteten Einnahmen für 2020 werden den Verein nicht erreichen. Allein durch Kartenverkäufe wurden pro Saison rund 200.000 Euro eingenommen. Werbepartner sind abgesprungen „Wir haben die letzten Jahre zum Glück gut gewirtschaftet, daher stehen wir glücklicherweise nicht vor der Frage, Verein Ja oder Nein“, so Julia Nuñez-Bartolomé, Vorsitzende der Deister-Freilicht-Bühne.

Der Verein stellte auch Förderanträge bei der Stadt Barsinghausen und dem Land. Die Unterstützung sei gut, doch wann und wieviel Geld dann fließen wird ist unklar. Die Freilicht-Bühne hat Platz, doch das Problem sind nicht die Abstandsregeln für die Zuschauer, sondern für die Darsteller, erklärt die Vorsitzende: „Wer intimes Theater macht, kann keine zwei Meter Abstand halten und wer uns kennt, der weiß das wir nicht nur zu zweit auf der Bühne stehen.“ Die Zuschauer haben den Verein aber dennoch überrascht. „Schon am Anfang kam viel Unterstützung der Zuschauer, die einfach gesagt haben, behaltet das Geld für die Eintrittskarten“, freut sich Nuñez-Bartolomé über die treuen Fans. Auch die Produktionskosten, rund 45.000 Euro für das Jahr 2020, sind schon angefallen, so ist die Spende der Sparkasse nur ein kleiner Tropfen. „Wir hoffen das dieser Tropfen andere motiviert Kulturvereine zu unterstützen, denn die haben es wirklich schwer“, so Wildhagen. Insgesamt unterstützt die Sparkasse die Freilicht-Bühne mit 4.100 Euro. Neben der Spende zahlt die Sparkasse auch die Werbung weiter, die auf Flyern und Plakaten gelandet wäre.

Die Stimmung unter den Schauspielern ist gemischt. Viele wollen gerne auf die Bühne zurück, oder zumindest einen Arbeitseinsatz, doch die Situation gibt es nicht her. „Das Worst-Case-Szenario haben wir dieses Jahr schon erreicht, sollten die Beschränkungen auch nächstes Jahr noch andauern, müssen wir kreativ werden“, so Nuñez-Bartolomé. Dann könnte die Vorsitzende sich Aktionen auf Youtube vorstellen. Doch Teu,Teu,Teu, soweit ist es noch nicht.

Die beliebte Musical-Night wurde vorerst auf den September verschoben, ob sie wirklich stattfindet ist noch ungewiss.