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VW-Montagehalle soll Ende des Jahres in Betrieb gehen

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Groß Munzel. Ende 2020 hat Bad Nenndorf der Ansiedlung von VW eine Absage erteilt, kurz darauf wurde bekannt, dass der Wolfsburger Konzern sich in Barsinghausen, genauer in Groß Munzel, ansiedeln wird. Anfang 2021 begannen dann schon die ersten Erdarbeiten, nachdem eine Baugenehmigung erteilt wurde. Seitdem ist viel passiert. .

Das Gelände in Groß Munzel, Hohes Feld, ist gut 135.000 Quadratmeter groß, auf 80.000 Quadratmetern entsteht die 20.000 Quadratmeter große Montagehalle für Volkswagen. Im Norden stehen dann noch weitere 10.000 Quadratmeter als Reserve zur Verfügung, die VW nutzen möchte, wenn der Bedarf in Zukunft ansteigen sollte. Davon kann wohl ausgegangen werden. In der neuen Montagehalle sollen Achssysteme für den E-Bulli von VW montiert werden. Die Bauarbeiten gehen gut voran und es gab keinerlei Verzug durch Corona. Die Montagehalle soll Ende des Jahres fertig sein. „Wir haben in der Spitze rund 75 Bauarbeiter auf der Baustelle“, erklärt die Bauleitung der ausführenden Firma Goldbeck. Der reibungslose Ablauf setzt gute und koordinierte Planung voraus und eine genaue Taktung der Abläufe.

VW wird sich parallel zur Fertigstellung schon in der Halle einrichten, damit die Produktion mit Fertigstellung der Halle starten kann. Dies soll Ende des Jahres geschehen. Rund 250 Mitarbeiter sollen dann am Standort Groß Munzel arbeiten.

 

 

 

Neben der VW-Halle hat der zuständige Projektentwickler Panattoni auch eine „spekulative“ Halle errichtet. Diese soll noch vermarktet werden und wird so gebaut, dass sie für diverse Belange (Montage, Logistik usw.) angepasst werden kann. Durch die Nähe zu Hannover, der A2 und der VW-Montagehalle, gibt es bereits diverse Interessenten. Die restlichen 5,5 Hektar Grundstück stehen für die Bebauung für weitere Nutzer zur Verfügung.

Gewerbeansiedlung vor Naturschutz und Ortscharakter? Dieser Frage gingen bei dem Besichtigungstermin auch Matthias Miersch, Steffen Krach, Claudia Schüssler und Reinhard Dobelmann (alle SPD) in einem Gespräch mit Holger Keese, Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG), nach. Der Spagat zwischen der Ansiedlung von Gewerbe und dem Naturschutz sei schwierig. Die Böden in Barsinghausen seien sehr gut und sollten landwirtschaftlich genutzt werden. „Aber wir müssen den Menschen auch erklären, wo sie in Zukunft Arbeit finden werden“, so Dobelmann. Links von der L392 (in Richtung Wunstorf gesehen), ist laut Holger Keese, HRG, kaum noch Platz, um Gewerbe anzusiedeln. Auf der rechten Seite der Landesstraße wäre es allerdings noch möglich. „Hier sollten wir aber verhindern, dass durch große Hallen ein erdrückender Tunnelblick entsteht“, findet Dobelmann. Matthias Miersch, Mitglied des Bundestages, interessiert, ob durch den Aufkauf der großen Flächen, Landwirte ihre Betriebe aufgeben. Der HRG sei dies nicht bekannt, so Keese, da die meisten Landwirte das Geld in weiteres Ackerland andernorts investieren würden. Wie die Erschließung in Groß Munzel weitergehen könnte, dass möchte die HRG nach der Wahl im September mit dem dann neuen Rat besprechen.