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Feuerwehr: 569 Einsätze in Barsinghausen

Stadtbrandmeister Dieter Engelke (Archivbild)

Barsinghausen.

Zu 569 Einsätzen rückten die Ehrenamtlichen der Ortsfeuerwehren in Barsinghausen im zurückliegenden Jahr aus: In 279 Fällen waren es Hilfeleistungen, 186 Mal Brandeinsätze, 78 Fehlalarme und 26 Brandsicherheitswachen. Das teile heute Stadtbrandmeister Dieter Engelke mit. "Damit ist das vergangene Jahr neben 2007 mit Kyrill und 2010 das Jahr mit dem dritthöchsten Einsatzaufkommen in der Geschichte unserer Stadtfeuerwehr." Die Bewältigung solch hoher, aber auch der durchschnittlichen jährlichen Einsatzaufkommen, "bereitet uns freiwilligen Helfern in Bezug auf die Verfügbarkeit von Einsatzkräften zunehmend Schwierigkeiten", betont der Stadtbrandmeister. "Hier gilt es zeitnah Lösungsansätze zu erarbeiten, damit die Einsatzbereitschaft weiter gewährleistet werden kann." In den 17 Einsatzabteilungen sind insgesamt 586 Aktive tätig. Dabei liegt der Anteil der weiblichen Aktiven bei 86 Kameradinnen. Diese Zahlen liegen bei einem Mitglied weniger auf Vorjahresniveau.

Auch ohne spektakuläres Unwetterereignis hätten witterungsbedingte Hilfeleistungen und eine Vielzahl von "nicht unbedingt feuerwehrspezifischen Rettungen von Personen aus Notlagen", einen Anteil daran und seien dazu auch noch sehr belastend. Sehr unerfreulich sei auch der massive Anstieg der Fehlalarme, ausgelöst von Brandmeldeanlagen in Firmen und anderen Einrichtungen. Engelke: "Und insbesondere durch die immer mehr in Privathaushalten verbauten Rauchwarnmeldern. Mit 78 Alarmen schlägt hier nahezu eine Verdoppelung zu Buche."

Die vom Stadtbranemdister hervorzuhebenden Einsätze, wie ein Gasaustritt in Egestorf - mit einer Einsatzdauer von mehr als 11 Stunden, ein Garagenvollbrand in Barsinghausen, zweimal Feuer in einer Schule - bei laufendem Schulbetrieb und nicht zuletzt die vielzähligen Verkehrsunfälle, zeigten die Vielfalt der Einsätze, die eine hohe Kompetenz und Belastbarkeit der eingesetzten ehrenamtlichen Helfer voraussetzen.

Die Zahlen bei den 16 Jugendfeuerwehren im Stadtgebiet sind zum wiederholten Male rückläufig und konnten nur durch die erheblichen Zuwächse bei den nunmehr neun Kinderfeuerwehren ausgeglichen werden. Sehr erfreulich sei es in diesem Zusammenhang, dass im vergangenen Jahr sehr erfolgreich zwei neue Kinderfeuerwehren in Eckerde und Winnighausen gegründet werden konnten. Die Gründung weiterer Kinderfeuerwehren in den Ortsteilen sei auch vor dem Hintergrund der Mitgliedergewinnung für die Jugendfeuerwehren unabdingbar.

Als Investition in die Zukunft der Ortsfeuerwehren können laut Dieter Engelke der Baubeginn zum Neu- und Erweiterungsbau am Feuerwehrhaus Hohenbostel und auch der Erwerb eines Grundstückes am Freibad Goltern für den Neubau eines Feuerwehrhauses für die Ortsfeuerwehren Nord- und Großgoltern bezeichnet werden. Nach einigen Verzögerungen haben die Bauarbeiten in Hohenbostel begonnen, der Rohbau der neuen Fahrzeughallen ist nahezu fertiggestellt. Nach Abschluss der Arbeiten an diesem Teilobjekt werden in 2018 die umfangreichen und überwiegend in Eigenleistung der Feuerwehr vorzunehmenden Umbauarbeiten im Altbau beginnen. Nach dem zukunftsweisenden und mit Synergien behafteten Entschluss der beiden Ortsfeuerwehren Nord- und Großgoltern künftig gemeinsam, aber sehr wohl jeweils selbstständig an einem Standort Dienst zu tun, konnte hierzu ein zentral gelegenes Grundstück erworben werden. Die Planungen zum Neubau haben begonnen und müssen im ersten Halbjahr 2018 ihren Abschluss finden. Zur Unterbringung eines in der Beschaffung stehenden Fahrzeuges für die Ortsfeuerwehr Holtensen ist hier ein Garagenanbau erforderlich, der nach laufenden Planungen mit einem großen Anteil an Eigenleistung realisiert werden muss. Zur Standortfrage eines neuen Feuerwehrhauses für die Stützpunktfeuerwehr Groß Munzel müssen ebenfalls konzeptionelle Vorbereitungen getroffen werden.

 

Nach den vier Fahrzeuganschaffungen in 2016 wurden in 2017 keine neuen Fahrzeuge übergeben. Ausgeschrieben und bestellt wurde ein TSF-W für die Ortsfeuerwehr Landringhausen, das im Frühjahr 2018 zur Auslieferung kommen soll. Zu der durch DIN- und Unfallverhütungsvorschriften notwendigen Neubeschaffung von Einsatzhelmen wurden außerhalb des Feuerwehrbudgets erhebliche Finanzmittel zur Verfügung gestellt. Angeschafft wurden insgesamt 396 neue Helme. Die Anbindung an ein neues Internet gebundenes Feuerwehrverwaltungsprogramm auf Landesebene, macht die einheitliche Ausstattung der Feuerwehrhäuser mit Internetzugang erforderlich, hierfür wurden ebenfalls zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der Budgetmittel wurden für die Führerscheinausbildung die Mittel aufgestockt. In Vorbereitung stehen die Beschaffungen von zwei Tragkraftspritzenfahrzeugen – TSF-W und zwei Löschfahrzeugen – LF 10.

 


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