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CDU-Fraktionsvorsitzender Gerald Schroth übt scharfe Kritik an Stadtwerkechef

Barsinghausen.

CDU-Fraktionsvorsitzender Gerald Schroth fordert in der Diskussion um den Neubau des Wasserwerkes in Eckerde erneut mehr Sachlichkeit und nimmt dabei Jochen Möller, den Geschäftsführer der Stadtwerke, in die Pflicht. 

Wenn der Stadtwerke-Chef ausführe, dass bereits 2016 ein beauftragtes Fachbüro das Carix-Verfahren befürwortet hat, so sei dies zwar richtig, Möller verschweige jedoch, dass das Gutachten dieses Büros so mangelhaft gewesen se, dass weder der Aufsichtsrat noch der Rat den Empfehlungen gefolgt seien, sondern die verfahrensneutrale Ausschreibung des Neubaus des Wasserwerks im Jahr 2017 beschlossen haben.

Außerdem stelle sich die Frage, so der CDU-Fraktionsvorsitzende weiter, weshalb die notwendigen Ermittlungen, ob das Restwasser aus dem Carix-Aufbereitungsverfahren in die Südaue eingeleitet werden können, nicht längst abgeschlossen seien.

"Hier können die Stadtwerke den entsprechenden Antrag bei der zuständigen Region Hannover noch gar nicht stellen, weil sie erst am 1. Januar diesen Jahres mit der Grundlagenermittlung hierfür begonnen hat. Damit ist erst im Frühjahr 2020 damit zu rechnen, dass die Frage der Einleitung der Restwasser in die Südaue abschließend geklärt wird. Hier wird deutlich, dass die Geschäftsführung der Stadtwerke die eigentlich nicht hinzunehmenden Verzögerungen beim Neubau des Wasserwerks zu verantworten hat."

Die Nichtausführung der Beschlüsse des Rates und der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke aus dem Jahr 2017, das Wasserwerk verfahrensneutral auszuschreiben sei eigentlich eine  Missachtung der Gremien der Stadt und der Stadtwerke, die die Versorgungssicherheit der Menschen in der Stadt aufs Spiel setze:"Wir hätten mit dem Neubau des Wasserwerks schon viel weiter sein können, wenn der Geschäftsführer die Beschlüsse umgesetzt hätte."

Möller verschweige außerdem, obwohl er Neutralität für sich beanspruche, dass bei fast allen Brunnen der Stadtwerke die Sulfatwerte deutlich unter den Grenzwerten lägen und die Sulfatwertüberschreitungen auch nur im Einzelfall und nicht dauerhaft vorgekommen seien. "Und vor allem verschweigt er, dass das Wasser natürlich gemischt wird und bei Mischung des Wassers die Grenzwerte eingehalten werden können. So hat auch das NLWKN als staatlich Behörde festgestellt, so Gerald Schroth, dass eine Überschreitung der Sulfatwerte in den nächsten Dekaden im Einzugsbereich des Wasserwerks Eckerde es keine sachliche Grundlage gibt."

Schließlich sei auch die Berechnung des Geschäftsführers hinsichtlich der Kostenbelastung unseriös, so Gerald Schroth : "Der durchschnittliche Wasserverbrauch liegt in Deutschland bei 40 m³ pro Person/Jahr. In der von der Stadtwerke bevorzugten Variante mit dem Carix-Verfahren betragen die Kosten Trinkwasser/Kunde 1,08 € pro Kubikmeter und bei der Schnellentkarbonisierung in der besten Variante bei 0,77 € pro Kubikmeter. Bei einer vierköpfigen Familie macht dies eine jährliche Mehrbelastung von fast 50 € aus", so der CDU-Fraktionsvorsitzende abschließend.

Weitere Stellungnahmen zum Thema:
https://www.con-nect.de/barsinghausen/nachricht/26317-fdp-bezieht-position-zum-wasserwerk-eckerde.html
https://www.con-nect.de/nachricht/26233-spd-bekraeftigt-position-zum-wasserwerk-eckerde-und-kritisiert-cdu.html
https://www.con-nect.de/barsinghausen/nachricht/26418-wasserwerk-petition-endet-am-18-september-2019.html


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