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Stadt kämpft bei digitaler Schulausstattung mit Lieferschwierigkeiten

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Barsinghausen

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Homeschooling. Eine Herausforderung für Schulen, Eltern, Schüler, aber auch die Verwaltung. Die Stadt Barsinghausen ist darum bemüht die Schulen in Barsinghausen digital aufzurüsten. Hierzu hat die Verwaltung Fördergelder aus dem Digitalpakt beantragt, versucht hunderte iPads anzuschaffen und das WLAN in den Schulen auszubauen.

Nadin Quest, Leitung Schul- und Sportamt, hat im Schulausschuss am Mittwochabend einen Sachstandsbericht zur Umsetzung des Digitalpakts präsentiert.

Die Fördergelder aus dem Digitalpakt I belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro und sind für die Verbesserung der digitalen Infrastruktur in der Schule gedacht. Um die Gelder beantragen zu können, müssen die Schulen einen Medienentwicklungsplan vorlegen, aus dem eine Ausstattungsplanung hervorgeht, also: wo soll überall WLAN sein und warum etc., zudem muss der Erwerb von Medienkompetenz im schuleigenen Curriculum dargestellt werden und es muss eine Fortbildungsplanung für die Lehrkräfte vorliegen. Sprich: die Verwaltung setzt das um, was die Schulen brauchen. Dieser Bedarf muss im Medienentwicklungskonzept dargestellt werden. „Ich erkläre das immer gerne am Beispiel Hausbau: Verwaltung und Schulen sind sich einig, dass ein Haus gebaut werden soll, aber die Schulen müssen sagen, ob es ein Bungalow oder ein Hochhaus werden soll, mit Keller oder ohne, welche Fassade etc.“, erklärt Quest.

Die Betreuung der IT soll durch städtische Kräfte geschehen, dafür werden jetzt zwei Stellen für Schul-IT im Bereich der EDV ausgeschrieben. Die Planung der Infrastruktur im Bereich der Grundschulen schafft die Verwaltung laut Quest weitestgehend mit Bordmitteln.

In der Ernst-Reuter-Schule und der Grundschule Gross Munzel ist der Ausbau der Infrastruktur weitestgehend abgeschlossen, aber ein weiterer WLAN-Ausbau erforderlich. In der Adolf-Grimme-Schule und der Astrid-Lindgren-Schule ist der WLAN-Ausbau derzeit in Planung und soll im Sommer abgeschlossen sein. In der Wilhelm-Stedler-Schule und der Bert-Brecht-Schule sind Übergangslösungen geplant. Eine Auftragsvergabe soll im Sommer erfolgen. Das WLAN der Albert-Schweitzer-Schule wurde im Oktober 2020 erweitert, soll 2021 aber noch bedarfsgerechter werden. Die Wilhelm-Busch-Schule hat nur begrenztes WLAN, hier finden noch Gespräche mit der Gebäudewirtschaft statt und es finden Planungen bis zu den Sommerferien statt.

Bei den weiterführenden Schulen werden für die Planungen der Infrastruktur externe Kräfte dazu geholt, dies schafft die Verwaltung aktuell nicht allein.

„Die Gelder aus dem Digitalpakt sind nicht ausreichend, da gerade im Bereich der IT nicht davon auszugehen ist, dass man einmal eine Anschaffung tätig und die Sachen dann 30 Jahre halten, sondern da muss häufig ein Austausch erfolgen, die Technik entwickelt sich weiter – eine Finanzierung bzw, eine Unterstützung über das Land und den Bund für die Folgekosten etc. ist da noch nicht absehbar“, so Quest.

Die Fördergelder aus dem sogenannten Digitalpakt II (Sofortausstattungsprogramm), rund 200.000 Euro, müssen zur Anschaffung von Endgeräten für bedürftige Schüler genutzt werden. „Die Endgeräte sollen über einen Leihvertrag gerade auch Kindern aus finanziell schwächeren Familien zur Verfügung gestellt werden“, erklärt Nadin Quest „Bei Verlust, oder Beschädigung, müssen die Familien die Kosten für die iPads aber übernehmen, was in Pilotprojekten viele Familien eher abgeschreckt hat, diesen Leihvertrag zu unterschreiben.“ Aktuell versucht die Verwaltung unter anderem 400 iPads anzuschaffen. Da dies derzeit viele Kommunen und Schulen bundesweit versuchen, gibt es hier erhebliche Lieferschwierigkeiten. „Wir haben aber bewusst Anbieter ausgewählt, die bevorzugt von Apple beliefert werden (Bildungsdienstleister)“, erklärt Quest.

Beim Digitalpakt III sollen die Kommunen in Vertretung des Landes digitale (Leih-)Endgeräte für Lehrkräfte beschaffen. „Seitens der kommunalen Spitzenverbände etc. gibt es da aber noch einige offene Fragen, sodass ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen kann, wann das noch auf uns zukommt“, so Nadin Quest abschließend.

 

Der Digitalpakt Schule wurde 2019 von Bund und Ländern ins Leben gerufen. Insgesamt stehen fünf Milliarden Euro zur Verfügung, um die Schulen in Deutschland digital umzubauen.

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