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Schulessen: Bürgermeister weist Kritik an neuem Anbieter zurück

Barsinghausens Bürgermeister Henning Schünhof.

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Barsinghausen. „Aus meiner Sicht ist die Diskussion um die Ausschreibung des Schulessens während der jüngsten Sitzung des Schulausschusses sehr unglücklich gelaufen“, sagt Barsinghausens Bürgermeister Henning Schünhof. Ihm habe insbesondere missfallen, dass Schulleitungen, deren Einrichtungen noch nicht von dem Anbieter „Die Kantine“ beliefert worden sind, bereits eine negative Meinung gefasst hätten. „Mir drängt sich daher der Verdacht auf, dass diese Beurteilung nicht auf Erfahrungen beruht“, stellt der Bürgermeister klar, „zumal andere Rektorinnen und Rektoren uns signalisiert haben, mit dem erfolgreichen Bieter seit Jahren gut zusammenzuarbeiten.“ Vor diesem Hintergrund sei er dafür, dass die Schulleitungen unvoreingenommen auf Jenny Künnemann und ihr Team von der „Kantine“ zugehen.

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Das Barsinghäuser Unternehmen hatte sich bei der jüngsten Ausschreibung in einem offenen Verfahren durchgesetzt. „Wir haben uns bei den Zuschlagskriterien an den Standards und Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung orientiert, die speziell für den Schulbereich solche Maßstäbe formuliert hat“, ergänzt Nadin Quest, Leiterin des Schul- und Sportamtes. Doch bei der Orientierung allein sei es nicht geblieben, vielmehr gehen die Formulierungen in einigen Punkten sogar darüber hinaus. So ist in dem Ausschreibungstext unter anderem gefordert worden, dass die Bewerber vorwiegend regional erzeugte und saisonale Produkte einsetzen sollen. „Darüber hinaus wurde beispielsweise beim Fisch festgelegt, dass dieser aus nachhaltiger Aufzucht stammen muss“, führt sie weiter aus. Durch diese Festschreibungen solle nicht nur eine hohe Qualität der verwendeten Lebensmittel sichergestellt werden, „unser Ziel war es auch, aus Klimaschutzgründen die Lieferketten so kurz wie möglich zu halten und auch eine große Abwechslung auf den Speiseplan zu bekommen“, so Nadin Quest weiter.

Der in der jüngsten Ausschusssitzung erhobene Vorwurf, der „Kantine“ sei bei der Vertragsgestaltung unflexibel und die Schülerinnen und Schüler müssten bereits Monate im Voraus ihre Essenstage festlegen, entbehrt nach Angaben von Bürgermeister Henning Schünhof und Firmenchefin Jenny Künnemann jeder Grundlage. „Natürlich können Essen etwa bei Krankheit oder Unterrichtsausfall auch kurzzeitig abbestellt werden“, stellt die „Kantinen“-Inhaberin klar. Die Vertragslaufzeit von einem halben Jahr ist ihren Worten zufolge nicht so zu verstehen, dass für ein halbes Jahr im Voraus bereits Tag genau die Essen bestellt werden müssen, „hierbei geht es um eine generelle Planbarkeit für mich“. Ziel sei es, dadurch so wenig Lebensmittel wie möglich wegwerfen zu müssen. Dies sei nicht nur aus ökologischen Gründen wichtig, sondern schone auch den Geldbeutel der Eltern.

„Wir sind selbstverständlich mit Jenny Künnemann regelmäßig im Gespräch, um die Prozesse zu optimieren. Prinzipiell obliegt die Vertragsgestaltung jedoch ihr, da sind wir als Stadt nicht beteiligt beziehungsweise haben auf konkrete Details auch keinen Einfluss“, unterstreicht der Verwaltungschef. Zusammen mit der Inhaberin der „Kantine“ erstellen die Mitarbeiterinnen des Schulamtes gerade eine Liste typischer Fragen der Eltern, „die wir dann gesammelt verschicken“. Die Zahl der Anmeldungen im Schulzentrum am Spalterhals zum Essen sind nach Angaben der Stadtverwaltung auf jeden Fall steigend und liegen im Bereich der Zahlen von Sodexo.

„Ich habe mich auch darüber gefreut, dass unser neuer Partner sehr viele Mitarbeiter des bisherigen Caterers übernommen hat“, berichtet der Verwaltungschef aus dem Gespräch weiter. „Für mich war das sehr wichtig, denn die neuen Kolleginnen und Kollegen kennen bereits viele der Kinder und deren Vorlieben und mögliche Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Zugleich wissen sie über die Abläufe in den Schulküchen Bescheid“, ergänzt Jenny Künnemann. Die „Kantine“ hat aber nicht nur große Teile des Personals übernommen, auch beim Geschirr und Besteck ist das Unternehmen so verfahren.

Vor dem Hintergrund der Diskussionen in der jüngsten Schulausschuss-Sitzung will Bürgermeister Henning Schünhof dem Austausch zwischen Verwaltung, Politik und Schulleitungen wieder neue Impulse geben. „Ich sehe das als Arbeitsauftrag an alle Beteiligten, den Kommunikationsfluss wieder in geeigneter Form zu intensivieren“, sagt der Ratshauschef abschließend.

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