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sprinti: Modellprojekt für den Nahverkehr wird auf zwölf Kommunen ausgeweitet

v.l.: Ulf-Birger Franz, Denise Hain, Steffen Krach. Quelle: Region Hannover/Philipp Schröder.

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Region. Rund 29.000 Fahrgäste haben die Fahrzeuge des Rufbusses sprinti im April 2022 in den drei Test-Kommunen Sehnde, Springe und Wedemark befördert: eine Verdreifachung gegenüber dem Startmonat Juni 2021. „Diese Erfolgsgeschichte im regionalen Nahverkehr wollen wir fortschreiben“, kündigt Regionspräsident Steffen Krach an. Im kommenden Jahr soll das Bediengebiet der per App oder auch telefonisch buchbaren Kleinbusse auf alle zwölf Städte und Gemeinde in der Tarifzone C des Großraum-Verkehr Hannover (GVH) ausgeweitet werden. „Mit hundert Fahrzeugen im Einsatz wird sprinti dann das größte On-Demand-System in Deutschland sein“, so der Regionspräsident. Der potentielle Nutzerkreis: 350.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

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„Nach einer Begleitstudie des Deutschen Institus für Urbanistik (difu) ersetzt schon heute jede dritte sprinti-Fahrt eine Fahrt mit einem privaten Pkw“, darauf verweist der Verkehrsdezernent der Region Hannover und Geschäftsführer des GVH, Ulf-Birger Franz. „Ein Viertel der von difu Befragten hält sogar für wahrscheinlich das eigene Auto zu ersetzen, seitdem sprinti zur Verfügung steht.“ Einer der am häufigsten genannten Feedbackpunkte: Bitte sprinti auf weitere Kommunen ausweiten.

„Mit dem sprinti beweisen wir, dass wir mit passgenauen Angeboten auch die Einwohner in den zentrumsferneren Bereichen unserer Region für den öffentlichen Nahverkehr gewinnen können“, unterstreicht Regionspräsident Steffen Krach: „Die überaus positive Resonanz zeigt uns, dass der On-Demand-Service die Erwartungen unserer Fahrgäste nach einer bedarfsorientierten und schnellen Beförderung erfüllt. sprinti ergänzt in der Fläche den bestehenden Buslinienverkehr und wird mit der anstehenden Ausweitung einen wichtigen Beitrag zur Mobilitätswende leisten.“

Zum 1. Juli 2023 werden die Sechssitzer im Osten der Region Hannover neben Sehnde auch in Burgwedel, Burgdorf, Lehrte und Uetze buchbar sein. Zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2023 folgen im Westen Barsinghausen, Neustadt, Pattensen, Wennigsen und Wunstorf – zusätzlich zu den Pionier-Kommunen Springe und Wedemark.

„Der sprinti hat sich in relativ kurzer Zeit etabliert. Die steigenden Nutzerzahlen sprechen für sich. Es ist jetzt der logische Schritt, dass nach der erfolgreichen Testphase in den drei Kommunen Wedemark, Springe und Sehnde noch mehr Bürgerinnen und Bürger im Umland von diesem flexiblen Service profitieren können. Oftmals steht der Nahverkehr in den Ballungsgebieten im Fokus. Hier setzen wir gemeinsam – Region Hannover und Verkehrsunternehmen - bewusst auf eine Stärkung des ÖPNV auch im ländlichen Raum“, betont ÜSTRA-Vorständin und regiobus-Geschäftsführerin Denise Hain.

Der sprinti kann mit den normal gültigen GVH-Tickets genutzt werden. Fahrten können spontan erfolgen, in der Regel mit einer Wartezeit von nicht mehr als 20 Minuten, und zum anderen im Voraus geplant werden, etwa für regelmäßige Fahrten zum Arbeitsplatz. Die Buchungssoftware ist so programmiert, dass sprinti-Fahrten nur dann angeboten werden, wenn keine vergleichbar guten Linienverbindungen vorliegen. „Auf diese Weise wird das bestehende Liniennetz zielgerichtet ergänzt, und nicht kannibalisiert“, so Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz. Anhaltspunkte liefert auch dazu die sprinti-Begleitstudie des difu-Instituts: Fast die Hälfte der Befragten nutzen den sprinti als Zu- oder Abbringer für Bushaltestellen oder Bahnhöfe.

ÖPNV-Modellregion Hannover

Die Region Hannover gehört zu den bundesweit zwölf „Modellprojekten zur Stärkung des ÖPNV“ die vom Bundesverkehrsministerium (BMVI) gefördert werden. Rund 30 Millionen Euro fließen so in den nächsten Jahren in Vorhaben, die die CO2-Emissionen im Verkehrsbereich durch ein attraktiveres Angebot nachhaltig reduzieren helfen. Neben der Ausweitung des sprintis ist auch geplant, durch multifunktionale Mobilstationen weitere Anreize zu schaffen, auf den Nahverkehr umzusteigen: Mit der neuen HannoverCard 50 des GVH sollen Kundinnen und Kunden angesprochen werden, für die sich der Kauf einer Monatskarte nicht lohnt. Mehr Service für die Fahrgäste soll eine weitere Digitalisierung der Informationsmedien im GVH bringen. Zusätzlich sollen in der Region intelligent verknüpfte und komfortable Mobilitätsstationen weiter ausgebaut und neu geschaffen werden.

Um die Auslastung existierender P+R-Anlagen zu steigern und die Nutzung des ÖPNV zu intensivieren, ist die Ausrüstung dieser mit intelligenter Sensorik (Auslastung, Verkehrslenkung, ÖPNV-Information) vorgesehen. Die existierenden Auskunfts- und Vertriebssysteme sollen im Hinblick auf fahrgastfreundliche Informationsbereitstellung digitalisiert und zu einer umfassenden Mobilitätsplattform weiterentwickelt werden. „Mit den Fördermitteln des Bundes werden wir in der Region Hannover einen enormen Entwicklungsschub für eine nachhaltige Mobilität erleben“, so Regionspräsident Steffen Krach: „Nur ein gut ausgebauter, bezahlbarer und attraktiver Nahverkehr kann die Menschen überzeugen, auf Busse und Bahnen umzusteigen.“

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