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Deister-Freilicht-Bühne: Der nackte Wahnsinn hat begonnen

Mit „Der nackte Wahnsinn“ ist das dritte Stück in die Saison gestartet.

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Barsinghausen.

Nach den beiden erfolgreichen Premieren der Stücke „Grimm und weg“ und „Ein Sommernachtstraum“ ist heute das dritte Stück „Der nackte Wahnsinn“ vor rund 300 Besuchern mit seiner Premiere in die Saison der Deister-Freilicht-Bühne gestartet. Die turbulente Komödie von Michael Frayn unter der Regie von Ullrich Matthaeus spielt im Theatermilieu bei einem Produktionsteam, welches unmittelbar vor der Premiere seines Stückes „Nackte Tatsachen“ steht und dabei nichts auf die Reihe bekommt. Chaos pur! Die eine Akteurin lässt die Sardinen stehen, die andere vergisst ihren Text, Requisiten sind nicht an ihrem Platz und der Darsteller des Einbrechers Selsdon Mowbray (Klaus Becker) ist nicht auffindbar. Dabei hätten alle mit dem turbulenten Bühnenspaß, den sie proben, mehr als genug zu tun: Haushälterin Mrs. Clackett (Julia Nuñez-Bartolomé ) will es sich im Haus ihres Arbeitgebers vor dem Fernseher gemütlich machen, als Makler Roger Tramplemain (Oliver Jaurisch) auftaucht, der es sich mit seiner Geliebten Vicki (Nele Balke) im Bett gemütlich machen will. Kaum hat Mrs. Clackett dieses Problem gelöst, kreuzen die Hausbesitzer Mr. Bent (Niklas Peters) und Mrs. Bent (Janina Riedel) auf, die eigentlich auf der Flucht vor der Steuerfahndung in Spanien sein sollten. Doch das Chaos wütet nicht nur auf der Bühne, sondern auch Backstage – wo eine verlockende Mischung aus Liebenswirrwarr, Neid und Geltungsdrang fröhlich vor sich hin köchelt. Das Brisante daran: Weglaufen ist nicht! Denn direkt nach der Premiere beginnt die gemeinsame, zehnwöchige Tournee.

Mit diesem Stück wird dem Publikum eindrucksvoll gezeigt, was sonst beim Theater verborgen bleibt und vielleicht zeigen die Akteure der Deister-Freilicht-Bühne damit ja auch einen kleinen Ausschnitt ihrer eigenen Bühnenrealität, die sonst ja auch im verborgenen bleibt. So manch ein Blick der Akteure sagte scheinbar „Ja, das kommt mir bekannt vor“, wenn zum Beispiel mal wieder die Sardinen vergessen worden sind. Alles natürlich rein spekulativ und nicht bewiesen. Aber so manches Schmunzeln der Mitglieder der Freilichtbühne im Publikum sprach Bände. Eine Besonderheit ist die Tatsache, dass Lloyd Dallas (Malte Großestrangemann), der Regisseur des fiktiven Stückes, lange Zeiten der Aufführung mitten im Publikum verbringt. Alles in allem ein heiteres Stück mit vielen Lachern und ein kurzweiliger Nachmittag in der Waldbühne. Die nächste Gelegenheit am „nackten Wahnsinn“ teilzunehmen gibt es bereits am morgigen Sonntag um 16 Uhr. Alle weiteren Infos rund um die Premieren, Aufführungen, die Darsteller, Karten und die Deister-Freilicht-Bühne gibt es auf der Seite der Freilichtbühne.

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