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Ein Jahr, das sagt Jupa dazu

Pattensen.

Florian Ernst, stellvertretender Jugend B√ľrgermeister Pattensen, nimmt das einj√§hrige Jubil√§um des Jugendparlaments zum Anlass, folgendes Statement der Mitglieder bekanntzugeben:

"Wir Jugendlichen in Pattensen erhielten vor einem Jahr mit dem Jugendparlament (JuPa) erstmals die M√∂glichkeit, selbst die Interessen der Jugend zu vertreten. Jugendliche k√∂nnen mit uns, dem JuPa, gemeinsam etwas bewegen und ver√§ndern, ohne selbst in einer Partei sein zu m√ľssen. Sie k√∂nnen Ideen und Projekte entwickeln und andere Jugendliche zum Mitmachen motivieren. Das ist eine M√∂glichkeit, die wir 13 Mitglieder des Jugendparlaments uns nicht entgehen lassen wollten, sodass wir uns alle als Kandidaten aufstellen lie√üen und es bis heute nicht bereuen.  In diesem einen Jahr hat jeder von uns Eindr√ľcke in die kommunale Politik bekommen k√∂nnen. Diese waren fast ausschlie√ülich positiv. Auch wir haben Eindr√ľcke bei den Politikern hinterlassen. Durch Kritik und Zuspruch sind wir St√ľck f√ľr St√ľck gewachsen und selbstbewusster geworden. So kam es, dass unser Jugendb√ľrgermeister Joshua Kimpioka einige Reden vor s√§mtlichen Politikern bei verschiedenen Veranstaltungen gehalten hat und dabei so locker blieb, dass er den einen oder anderen Witz machte.  Die regelm√§√üige Teilnahme an den Ortsr√§ten und Aussch√ľssen, in die wir uns jeweils eingeteilt haben, hat uns ebenfalls einen Einblick in die Vielfalt politischen Lebens auf kommunaler Ebene erm√∂glicht. Durch die Teilnahme an diesen Aussch√ľssen und Ortsr√§ten haben wir erkannt, dass es nicht einfach ist, eine Entscheidung zu treffen. Oft sind die Themen sehr komplex. So sind wir des √Ėfteren ganz froh gewesen, nur Rede- und Antragsrecht zu haben und nicht endg√ľltig abstimmen zu m√ľssen. Wir lernen ja noch. Wir begaben uns in einige Situationen, mit denen wir so nicht gerechnet h√§tten. Zum Beispiel gingen zwei Mitglieder von uns in eine Sitzung eines Ausschusses mit dem Gedanken, nach einer Stunde wieder gehen zu k√∂nnen. Die Sitzung ging letztendlich 4 Stunden.
 
Eines ist uns vor allem wichtig. Wir wollen zeigen, dass die Einrichtung Jugendparlament etwas sehr Sinnvolles ist. Wie Frau Schumann mal so sch√∂n gesagt hat, lernen wir Jugendlichen von den Politikern und die Politiker von uns Jugendlichen. Es ist also ein Geben und Nehmen. Nicht oft bekommt man die M√∂glichkeit, zwischen Politkern zu sitzen und seine Meinung vertreten zu d√ľrfen. So besuchte uns einmal ein Jugendlicher w√§hrend einer Sitzung, um sich unser Konzept anzugucken. Er setzte sich daf√ľr ein, ein Jugendparlament auch in seiner Stadt einzuf√ľhren und tut dies auch immer noch seitdem er gesehen hat, wie das bei uns abl√§uft.  Aus anfangs erw√§hnten Ideen und kreativen Vorschl√§gen, die wir innerhalb unserer insgesamt elf Sitzungen innerhalb des Jugendparlaments sammelten, folgten Taten. Dies geling uns besonders durch die Hilfe der Jugendpflegerin Claudia Shoppmeier, die stets an unsere Seite war und auch immer noch ist und uns Ratschl√§ge gibt. Auch die B√ľrgermeisterin sowie Eltern von Mitgliedern des JuPa‚Äôs und viele andere Politiker griffen und unter die Arme. Wir sammelten den M√ľll vor der Schule, wir repr√§sentierten uns auf mehren Veranstaltungen, wie zum Beispiel auf dem Neujahrsempfang der Stadt Pattensen, sogar einen eigenen Antrag stellten wir, der angenommen wurde und bald umgesetzt werden soll. Eine Fahrt nach Berlin beziehungsweise in den Bundestag und ein Rhetorikseminar  waren auch geplant. Leider durchkreuzte Corona unsere Pl√§ne. Trotz der schwierigen Zeiten lassen wir uns aber unsere Freude am politischen Mitgestalten in Pattensen nicht nehmen. Wir freuen uns, weitere Ideen in den Rat bringen zu d√ľrfen, bei der Jugend etwas zu erreichen und das Statement zu setzen, dass Politik gerade f√ľr Jugendliche beziehungsweise junge Menschen als wichtig gesehen werden sollte. Wir gehen voran als das erste Jugendparlament, was es in Pattensen gibt. Die Tatsache, dass alle Mitglieder nach einem Jahr noch amtieren, es
weiterhin gerne tun werden und einige sich bei der n√§chsten Wahl wieder aufstellen lassen wollen impliziert, wie viel Spa√ü wir daran haben."