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Ortsbürgermeister kritisiert Glasfaserausbau

Michael Passior, Ortsbürgermeister von Leveste

Gehrden

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Michael Passior, Ortsbürgermeister Leveste, reichen die Bemühungen um schnelles Internet in seinem Ort nicht aus. Laut seiner Aussage reichen Anträge im Rat nicht aus, es muss ein williger Provider her, um eine stabile und schnelle Internetverbindung für die Bürger bereitzustellen.

Es folgt das Statement von Michael Passior:

Mit einem Antrag der CDU ist das Problem des schnelleren Internet und Glasfaserausbau für die Einwohner in Gehrden und den Ortschaften auch nicht zeitnah gelöst. Seit mehreren Jahren beschäftigt mich als Ortsbürgermeister von Leveste und Mitglied des Rates das Thema schnelleres Internet und Glasfaserausbau. Einwohner sprechen mich immer wieder auf das Thema an.

Kurzer Rückblick:

Zur Kommunalwahl 2016 haben Einwohner in Leveste auf Eigeninitiative ca. 630 Unterschriften für ein schnelleres Internet gesammelt. Auf mein Betreiben wurde eine Arbeitsgruppe mit Menschen aus den Ortschaften Ditterke, Leveste, Redderse und Northen ins Leben gerufen, um in einen Erfahrungsaustausch über die Breitbandversorgung in den Ortschaften zu kommen. In Leveste hat dies dazu geführt, dass ein Anbieter (Provider) vier Kabelverteiler mit Glasfasertechnik verstärkt hat. 32 Mbit/s und 50 Mbit/s werden Angeboten, trotzdem reicht das Mbit-Volumen nicht aus, um den Bedürfnissen der Jugendlichen, Selbständigen und anderen Leveste und Einwohnern gerecht zu werden. Leveste gehört angeblich nicht zu den unterversorgten Ortschaften, trotzdem ist das Internet totalen Schwankungen ausgesetzt. Dies war vor der Corona Pandemie der Fall und wurde jetzt durch die aktuelle Situation verstärkt. Ein Arbeiten im Homeoffice ist fast unmöglich. In Gesprächen mit großen Anbietern (Providern) kam immer wieder die Rückmeldung, dass zurzeit kein Interesse besteht den Funk und Glasfaserausbau in der Ortschaft umzusetzen, da der Ort angeblich nicht unterversorgt sei. Ein Trost, im Bau befindliche Neubaugebiete werden zukünftig mit Glasfasertechnik ausgestattet.

Das Thema schnelles Internet habe ich mit meinem Ortsbürgermeister-Kollegen aus Ditterke in den letzten Gesprächsrunden mit den Ortsbürgermeistern im Rathaus weiterhin thematisiert. Beim letzten Treffen war eine Beraterin vom Breitband Kompetenz Zentrum Niedersachsen da, die uns einen Überblick über die Region Hannover (hier Gehrden und den Ortschaften) gegeben hat. In dem Zusammenhang äußert sich auch der stellvertretende Vorsitzende der SPD Gehrden, Kai Stahn: „ Nicht zuletzt die Corona Pandemie hat uns allen bundes – und landesweit deutlich vor Augen geführt, wie wichtig der Zugang zu schnellem Internet ist, wenn z.B. der Schulunterricht nur noch digital durchgeführt werden kann oder die Arbeit aus dem Homeoffice zu erledigen ist. Daher muss der Ausbau des schnellen Internets grundsätzlich als nationale Daueraufgabe verstanden werden. In diesem Zusammenhang sind deshalb zunächst Bundes- und Landesregierung gefordert, den Glasfaserausbau sehr viel stärker als bisher zu fördern. Schließlich ist allein schon unsere Bundesregierung von ihrem selbst gesteckten Ziel, bis zum Jahr 2025 alle Gewerbegebiete, Schulen, Krankenhäuser und Haushalte an das Glasfasernetz anzuschließen, weit entfernt. Unserer Landesregierung sollte ebenfalls an einer höheren Förderung des Glasfaserausbaus gelegen sein, geht es hier doch um die Wettbewerbsfähigkeit der niedersächsischen Unternehmen. Erst wenn diese besseren Förderungsmaßnahmen gegeben sind, kann unsere Stadtverwaltung im Rahmen ihres Projekts „ Smart City“ den sowohl von ihr als auch von der SPD Gehrden gewollten Glasfaserausbau vorantreiben – vorausgesetzt es stehen dann Partner aus den Bereichen Telekommunikation und Tiefbau zeitnah zur Verfügung.“

Was heißt das für mich als Ortsbürgermeister von Leveste und Ratsherr? Mit einem Antrag der CDU ist das Problem nicht behoben! Wir benötigen einen Anbieter (Provider), der unter bestimmten Voraussetzungen das Internet und Glasfaserausbau in den Ortschaften vollzieht. Deshalb werde ich mit den Einwohnern weiterhin im Gespräch bleiben, um Ansätze zu finden das Problem mit dem Internet und Glasfaserausbau weiter zu verfolgen.

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