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Mittendorf zu Regiobus: "Kein Prestige-Projekt, sondern große Chance für Daseinsvorsorge in Gehrden"

Bürgermeister Cord Mittendorf

Gehrden.

Gehrdens Bürgermeister Cord Mittendorf (SPD) geht in Sachen Regiobus in die Offensive. CDU und Grüne hatten zuletzt angekündigt, die Pläne zur Ansiedlung von Regiobus in Gehrden zu blockieren. Hintergrund sei, dass auch einige örtliche Gewerbetreibende Flächen benötigen und nun nicht die gewünschten Bedingungen zu realisieren sind.

Gemeinsam mit Wirtschaftförderer Nurettin Demirell hat Mittendorf gestern den Fraktionsvorsitzenden und heute den lokalen Medien die positiven Nachrichten für die Stadt Gehrden aufgezeigt, die mit einer Ansiedlung von Regiobus verknüpft sind. "Es geht um eine Wertschöpfung von 24 Millionen Euro jährlich", haben Demirell und Mittendorf berechnet. Richtig sei, dass das zukunftsträchtige Projekt keine Gewerbesteuer zahle, wie die meisten ortsansässigen Betriebe. "Aber langfristig bringt Regiobus durch Konzessionsabgaben, 400 Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze, Ansiedelung von Mitarbeitern in Gehrden, Anteile der Einkommensteuer für die Stadtkasse und nicht zuletzt die Grundsteuer einen erheblich Betrag, der direkt der Stadtkasse zufließt", betont Mittendorf. Das Unternehmen werde auf einen Schlag Gehrdens zweitgrößter Arbeitgeber nach dem Krankenhaus mit 800 Beschäftigten und vor der Stadtverwaltung mit 300 Mitarbeitern.

Die Ansiedlung der Elektro- und Wasserstoff-Flotte in Gehrden sei ein wesentlicher wirtschaftlicher Faktor: "Die ökonomischen und ökologischen Effekt kann man nicht in zwei, drei Zahlen ausdrücken", bestätigt der Bürgermeister. E-Mobilität und Wasserstoff seien aber nunmal Zukunftsprojekte, die hier fast schon Pionier-Charakter haben könnten: "Mit den Windkraftanlagen in Gehrden wird Wasserstoff produziert, der für eine öffentliche Tankstelle - auch für private Wasserstoff-Fahrzeuge - genutzt werden kann. Das Klinikum hat Interesse, den gewonnen Sauerstoff abzunehmen. Diese Wertschöpfung ist viel höher als eine einfache Zahl zur Gewerbesteuer", unterstrich Cord Mittendorf. Der positive Effekt für die gesamte Wirtschaft in Gehrden ginge aber noch weiter: "Es gibt weitere Familien, die ansiedeln, die Fahrer können in ihren Lenkpausen den örtlichen Bäcker oder anderes produzierendes Gewerbe in Anspruch nehmen. Das ist kein Prestige-Projekt, sondern eine große Chance für die Daseinsvorsorge in Gehrden", fasste Mittendorf zusammen.

Großen Widerstand gegen das Projekt gab es gestern weiterhin von der CDU, aber auch von der AfD, die Grünen sind wohl auch weiterhin gegen das ökologische Vorzeigeprojekt. Am 22. September wird es nun eine öffentliche Ratssitzung zum Thema geben, wo der Bürgermeister noch einmal dem Rat und allen Interessierten öffentlich alle Fakten präsentiert wird. Im Rat hätten CDU (9), Grüne (5) und AfD (3) eine klare Mehrheit gegen SPD (8), FDP (2) und Linke (1) sowie den Bürgermeister (1). Ob FDP und Linke dem Projekt zustimmen würden, ist allerdings keineswegs klar - genauso wenig, ob die ablehnenden Fraktionen geschlossen votieren. Ein Jahr vor der Kommunalwahl wird sich jedes Ratsmitglied sicherlich gut überlegen, was das Beste für Gehrden ist.

Übrigens: Sollte der Rat gegen die Ansiedlung von Regiobus votieren, würde Regiobus das Grundstück natürlich nicht kaufen. Die jetzigen Eigentümer wollen aber nur die Gesamtfläche (rund 7 Hektar) veräußern. So viele Abnehmer gibt es derzeit wohl nicht für die Flächen, daher würde die Stadt die Fläche nicht erwerben wollen und auch nicht preislich erwerben können. Damit gingen dann alle leer aus - auch die Betriebe, die gerne ihre Flächen erweitern würden.

Bürgermeister Cord Mittendorf setzt weiterhin alles daran, das Projekt trotzdem zu realisieren. "Der FDP-Fraktionsvorsitzende Hilmar Rump hat gestern angeregt, noch einmal einen runden Tisch mit allen Beteiligten zu initiieren, die Idee gefällt mir gut und wir werden sie parallel weiter verfolgen", betonte Mittendorf.


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