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Gehrden sagt Nein zu sexualisierter Werbung

Symbolfoto.

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Gehrden. Brüste oder Bizeps als plumper Augenfang und nacktes Beiwerk: Wenn Frauen auf ihren Körper reduziert und Männer mit stereotypen Rollenklischees gleichgesetzt werden, spricht man von Sexismus in der Werbung. Der Rat der Stadt Gehrden hat nun beschlossen, dass diese Art der Werbung im öffentlichen Raum des Stadtgebietes Gehrden nicht gestattet wird. Sexualisierte Werbung auf privaten Flächen soll nicht geduldet werden. Die Grundstücksbesitzer sollen von der Verwaltung in Zukunft darauf hingewiesen werden.

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Ursprung der Entscheidung waren Beschwerden bei der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt über die Werbung einer Gerüstbaufirma aus Empelde, die auch in Gehrden ihre Plakatwerbung aufhängen ließ. Die entsprechende Firma soll auch schon mehrfach vom deutschen Werberat gerügt worden sein, hält aber hartnäckig an seiner Art der Werbung fest. Auf den Plakaten, die in Gehrden aufgetaucht sind, werden Frauen als Lustobjekte und Bauarbeiter als primitive Schürzenjäger dargestellt. Seit 2002 werbe die Firma mit den gleichen Motiven.

„Menschen müssen für Sexismus sensibilisiert werden. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gehrden appelliert an die Politik ein Zeichen zu setzen und Sexismus in der Werbung in Gehrden nicht zu dulden. Zusätzlich kann jede einzelne Person einen Beitrag leisten und Beschwerde einreichen oder Produkte boykottieren, die sexistisch beworben werden“, heißt es in der Beschlussvorlage.

Der Rat stimmte einstimmig für die Beschlussvorlage und somit gegen sexistische Werbung in Gehrden. In den letzten Jahren haben viele Städte ein Verbot von sexistischer Werbung durchgesetzt (z.B. Frankfurt, Leipzig, München, Bremen, Flensburg). Es ist aber nur ein Teilerfolg, da Städte und Kommunen nur auf ihren öffentlichen Flächen diese Form von Werbung verbieten können.

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