Gutachter bestätigen: Gelenkersatz auf höchstem Qualitätsniveau

Prof. Oliver Rühmann bei einer Arthroskopie (Spiegelung) des Kniegelenks im Laatzener Endoprothetikzentrum, unterstützt von einer OP-Schwester.

Laatzen / Gesundheit.

Unabhängige Gutachter haben der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin im KRH Klinikum Agnes Karll Laatzen bei der Implantation künstlicher Knie- oder Hüftgelenke erneut ein Höchstmaß an medizinischer Kompetenz und Behandlungsqualität bescheinigt.

Die Abteilung ist jetzt als „Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung“ rezertifiziert worden. Ein Erfolg für Chefarzt Prof. Dr. Oliver Rühmann, den Leitenden Arzt Dr. Thomas Berndt und den Zentrumskoordinator, Oberarzt Christoph Bartsch und das gesamte Team. Über dieses Gütesiegel verfügen in Niedersachsen nur zwölf Kliniken. Um die Zertifizierung zu erlangen, müssen die Kliniken strenge Qualitätskriterien erfüllen, die von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und der Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik festgelegt wurden.

„Mit dem Gütesiegel stehen wir auf einer Stufe mit den größten deutschen orthopädischen Krankenhäusern und Universitätskliniken“, betont Rühmann. Sein Team freue sich sehr über das positive Feedback der Auditoren. Die Prüfer hätten beispielsweise das Aufnahmeprozedere mit strukturierten Abläufen in adäquaten Räumlichkeiten und der damit verbundenen hohen Patientensicherheit sowie die Aufbereitung und Darstellung der Qualitätsmerkmale und Analyse von Komplikationen als vorbildlich gelobt.

Qualität durch Routine

Um als Zentrum der Maximalversorgung anerkannt zu werden, müssen zum Beispiel jährlich mindestens 200 Hüft- und Knie-Endoprothesen implantiert und 50 sogenannte Wechseloperationen (Austausch von Prothesen) erbracht werden. Im Klinikum Agnes Karll Laatzen werden bereits jetzt 600 Implantationen und Wechseloperationen von Endoprothesen an den großen Gelenken pro Jahr vorgenommen. Zudem müssen strikte Qualitätsindikatoren eingehalten werden: Jede Komplikation wird dokumentiert, bewertet und kontrolliert. Die Ergebnisse aller Operationen werden regelmäßig umfangreich ausgewertet und dem Endoprothesenregister Deutschland gemeldet.

Um die Sicherheit für die Patienten zu gewährleisten, gehört der Nachweis eines vertraglich abgesicherten Netzwerks aller an der Therapie beteiligten Kliniken und Ärzte zu den weiteren Voraussetzungen der Zertifizierung. Daraus resultiert eine reibungslose interdisziplinäre Patientenversorgung auf höchster Qualitätsstufe.

Als Zentrum der Maximalversorgung ist zudem wissenschaftlichen Tätigkeit auf dem Gebiet der Endoprothetik verpflichtend. Die so erlangten neuen Erkenntnisse tragen zur Weiterentwicklung der operativen Verfahren und Verbesserung der Ergebnisse bei. Forschung für den Bereich Endoprothetik muss initiiert, geleistet und dokumentiert werden.