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BI Gegenwind: Windvorranggebiet muss abgelehnt werden

Die Fotomontage zeigt, wie hoch in etwa 246 Windkraftanlagen ausfallen und wie eine willk√ľrliche Anordnung aussehen k√∂nnte.

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Wennigsen / Gehrden / Barsinghausen.

Seit √ľber vier Jahren organisiert die B√ľrgerinitiative Gegenwind (BI) Widerstand gegen eine Windvorrangfl√§che im Dreieck zwischen Egestorf, Degersen und Redderse. Seit damals weisen die Aktiven immer wieder darauf hin, dass Landschafts- und Artenschutz, Gew√§sser- und Gesundheitsschutz und auch Einschr√§nkungen der Siedlungserweiterung klare Argumente gegen einen Windkraft-Standort an dieser Stelle seien.

Gemeinde reichte Klage ein

Als Ergebnis des Drucks auch auf die politischen Vertreter reichte die Gemeinde Wennigsen 2018 Klage gegen das Regionale Raumordnungsprogramm ein, das diesen Standort auswies. Nach den damaligen Planungen sollten sieben Windr√§der mit einer jeweiligen Nabenh√∂he von 246 Metern errichtet werden. Die BI hat mittels Lasermessung ausgerechnet, wie das auch optisch aussehen w√ľrde. (Die Redaktion hat dazu zwei Foto-Reproduktionen mit mutma√ülichen 246 Meter Nabenh√∂he aufweisenden Windkraftanlagen gefertigt). Vor Gericht gab es Recht, das Raumordnungsprogramm wurde f√ľr ung√ľltig erkl√§rt. Inzwischen liegt ein √§hnliches Raumordnungsprogramm wieder vor - mit einem Unterschied. Die Planungshoheit liegt nunmehr bei den Kommunen.

Trinkwasserschutzes f√ľr das Wasserwerk Barsinghausen

Betont wird von der BI die Problematik des Trinkwasserschutzes f√ľr das Wasserwerk Barsinghausen, das bis weit in das Wennigser Gebiet reichen soll. "In Anbetracht der Wasserknappheit w√§re die Akzeptanz der Fl√§che ein nicht zu akzeptierender Vorgang und gegen√ľber den damals gleichfalls Klage f√ľhrenden Stadtwerken Barsinghausen ein schwerer Vertrauensbruch", hei√üt es im aktuellen Positionspapier der BI.

Jetzt noch Stellungnahmen abgeben

Das Fazit der B√ľrgerinitiative f√§llt daher aktuell etwas verzweifelt aus: "Alle in den letzten Jahren gegen die als Windvorranggebiet ausgewiesene Fl√§che vorgebrachten Einw√§nde sind bislang nicht entkr√§ftet und sind nach wie vor g√ľltig." Bis zum 25. September k√∂nnen noch Stellungnahmen bei der Region Hannover eingereicht werden. Diese sind bis zum 25. September an die Region Hannover, vorzugsweise elektronisch per E-Mail an regionalplanung(at)region-hannover.de zu richten. Es ist ebenso m√∂glich, diese postalisch an die Region Hannover, Team Regionalplanung, Hildesheimer Str. 20, 30169 Hannover zu senden.