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Wochenmarkt: Deisterstraße soll voll gesperrt werden

Die Straße soll für den Markt komplett gesperrt werden - das letzte Wort hat die Region.

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Bredenbeck.

Der Wochenmarkt in Bredenbeck wird nicht vor Mitte September kommen. Das teilte Fachbereichsleiterin Ulrike Schubert auf der gestrigen Ortsratssitzung in der Grundschule Bredenbeck mit. Grund für den späteren Beginn sei das Genehmigungsverfahren der Region Hannover. Dieses soll mindestens zwei Wochen Zeit in Anspruch nehmen.

Fünf Marktwagen und zwei kleine Stände sollen zukünftig entlang der Deisterstraße jeden Dienstag von 14 bis 19 Uhr stehen, erklärte Carlos Aragues Bremer von der Deutschen Marktgilde. Die Verwaltung schlägt vor, in dieser Zeit eine Vollsperrung der Deisterstraße einzurichten. Für Anwohner und Zulieferer muss dann eine Umleitung eingerichtet werden. Auch eine Einbahnstraßenregelung wäre möglich. Schubert gab jedoch zu Bedenken, dass dies nicht sicher sei. „Die Besucher müssen auf die Straße gehen, um zu sehen, ob ein Fahrzeug kommt. Das ist meiner Meinung nach nicht sicher genug.“ Außerdem verwies die Chefin des Ordnungsamtes darauf, dass der Bauhof auf Kosten der Gemeinde jeweils 72 Stunden vor dem Markt eine Umleitung über die Lavesstraße ausschildern, die Parkzone aufheben und ein Parkverbot aufstellen müsse. Da dies am Wochenende wäre, müsste schon am Freitag mit der Beschilderung begonnen werden. Am Abend nach dem Markt muss der Schilderwald dann wieder abgebaut werden.

Wie bereits in Wennigsen, soll der Markt von der Firma "Deutsche Marktgilde" betrieben werden. Deren Prokurist Carlos Aragues Bremer erklärte, dass er von einer Vollsperrung bisher nichts gehört habe, die Idee jedoch gut fände: „Mit einer Vollsperrung haben wir die Gelegenheit, einen tollen Markt zu schaffen.“ Doch diese Idee kam nicht bei allen Bredenbeckern und Ortsratsmitgliedern gut an. Ortsbrandmeister Sven Lührs sprach sich zwar für den Markt aus, äußerte jedoch auch Bedenken: „Das ist ein ganz schöner Aufwand für einen Wochenmarkt." Auch der Zuliefererverkehr müsse über die Lavesstraße an den örtlichen Einkaufsmarkt umgeleitet werden. Auf die Nachfrage, warum die Schilder nicht fest installiert werden können, erklärte Verwaltungsmitarbeiter Christian Mainka, dass die Verwaltung zunächst sehen wolle, ob der Markt überhaupt angenommen werde. 

Große Einigkeit bei den Zuschauern herrschte, als der Vorschlag aufkam, die Deisterstraße nicht von Warneckes Hof bis auf die Höhe des NP-Marktes zu sperren, sondern lediglich entlang der Mauer von Warneckes Hof. So seien die meisten Geschäfte weiterhin erreichbar und die Sicherheit der Besucher mit einer Vollsperrung trotzdem gewährleistet.

"Der Einzelhandel in Bredenbeck steht vor dem Aussterben", erklärte Verwaltungsmitarbeiter Christian Mainka. Um dem entgegenzusteuern, soll dieser nun entlang der Deisterstraße für ein Aufleben des Ortskerns sorgen. "Wir haben geguckt, wo genug Platz für die Stände ist, wo genug Parkflächen zur Verfügung stehen und wo es für die künftigen Kunden am sichersten ist", so Mainka weiter. Auf Anmerkungen aus dem Publikum gab Mainka zu: "Es ist alles sehr übers Knie gebrochen", sei aber alternativlos, wenn man den Markt halten wolle.

Der Wochenmarkt soll - wie bereits in Wennigsen - dienstags von 14 bis 19 Uhr stattfinden. Die Idee, den Wochenmarkt auf dem Warnecke Hof zu veranstalten, kam bei Carlos Aragues Bremer nicht gut an: „Man sieht uns da schlecht und wir müssten in der Hofeinfahrt mit Liefer-Verkehr rechnen.“