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Zukunft des Wasserparks: "Ende der Fahnenstange ist erreicht"

Archivbild

Wennigsen.

Wie soll es mit dem Wennigser Wasserpark weitergehen? Seit Jahren zahlt die Gemeinde Wennigsen Jahr fĂŒr Jahr 100.000 Euro Zuschuss fĂŒr den Betrieb des Bades an den TrĂ€gerverein. Hinzu kommen regelmĂ€ĂŸige zusĂ€tzliche Finanzspritzen von der Region oder der Gemeinde im sechsstelligen Bereich in den vergangenen fĂŒnf Jahren.

Im letzten Jahr kamen nur knapp ĂŒber 6.000 Besucher - das schlechte Wetter war ein wesentlicher Grund. Aber auch die SanitĂ€ranlagen und die fehlende Gastronomie sind nicht hilfreich. "Das Ende der Fahnenstange ist erreicht. Noch eine Saison wie die letzte ist nicht zu machen", erklĂ€rte Wasserpark-Finanzchef Michael Meissner. "Wir sind ein Saisonbetrieb und auf Sonne angewiesen". Der Rat soll nun nicht beschließen, dass im Sommer die Sonne scheint, sondern einen zusĂ€tzlichen Zuschuss fĂŒr 2018 in Höhe von 50.000 Euro. Damit sollen Planungen ermöglicht werden, damit Planungskosten fĂŒr einen großen Wurf ermöglicht werden. Denn es gibt Hoffnung: Ein Förderprogramm (ILEK) könnte fast Dreiviertel der benötigten Investitionen beschaffen. Dazu bedarf es aber einiger Planungen - und die kosten Geld, das der Verein nicht hat. "Eine grundsĂ€tzliche Entscheidung ĂŒber die Zukunft des Wasserparks steht an", schloss Michael Meissner seine Vorstellung gegenĂŒber dem Haushaltsausschuss der Gemeinde Wennigsen.

Und die Ratsmitglieder stiegen gleich in die Debatte ein. Dass Lösungen und Ziele erwartet werden, wurde schnell deutlich. Im Jahr 2018 soll ein neues Konzept erarbeitet, im Herbst dann der Antrag fĂŒr die Fördergelder gestellt werden. Vertreter der Wennigser Wirtschaft (WIG) boten ihre UnterstĂŒtzung an. Die Politiker wollen zunĂ€chst erstmal in ihren Fraktionen diskutieren, ob sie die 50.000 Euro Planungskosten fĂŒr 2018 bewilligen und gleichzeitig die Verwaltung einen neuen Vertrag aushandeln lassen. Sofort wurde dagegen bewilligt, 8.000 Euro an den TrĂ€gerverein fĂŒr das in 2017 entstandene Defizit zu zahlen. "Wir geben als ehrenamtlicher Vorstand schon selber dem Verein Kredite, damit es nicht ganz eng wird", erklĂ€rte Meissner vor der Zustimmung des Fachausschusses. Das letzte Wort hat der Rat am 16. November.