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Friederike: Schäden teilweise stärker als bei Kyrill

Wennigser Mark

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Region.

Niedersachsen. Landesweit waren gestern fast 2.000 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Technischem Hilfswerk (THW) im Einsatz. Sie rückten zu mehr als 1.400 sturmbedingten Einsätzen aus. „Zum Glück hat niemand sein Leben verloren und es ist bei Sachschäden sowie einigen wenigen Verletzten geblieben“, so Niedersachsens Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius. „Unterm Strich können wir also – vor allem mit Blick auf die Nachbarländer Belgien und Niederlande und das restliche Bundesgebiet – sagen: Niedersachsen ist glimpflich davon gekommen. Ich bedanke mich bei allen Helferinnen und Helfern, die überall im Land mit ihrem großartigen Einsatz dazu beigetragen haben, die Sturmschäden bestmöglich einzudämmen und schnell zu beseitigen.“  Nach ersten Schätzungen hat Sturmtief „Friederike“ ungefähr eine Million Euro Sachschäden hinterlassen. Am häufigsten mussten sich die Einsatzkräfte um umgestürzte Bäume kümmern, durch die etliche Bahnstrecken sowie Bundesautobahnen und Bundesstraßen zeitweise unpassierbar waren. Teilweise war der Strom ausgefallen. Vor allem in Süd- und Westniedersachsen wurden Autos und Gebäude beschädigt.

Springe. Auch im Wisentgehege Springe hat Sturm Friederike Spuren hinterlassen: Das Netz der großen Freiflugvoliere ist komplett zerstört. Starke Schäden haben umgefallene Bäume an der Sauparkmauer hinterlassen. Dazu wurden Zäune an zwei Wisentanlagen, der Polarwolfanlage, dem Rehgehege und zwei leer stehenden Quarantänegehegen beschädigt. Das Dach am alten Wisent-Schuppen ist ebenso kaputt, wie der Schulkomposthaufen des Waldpädagogikzentrums. Ein Baum muss noch gefällt und zwei Wege geräumt werden. Den ganzen Tag über sind Mitarbeiter des Wisentgeheges dabei die Schäden zu beseitigen. Sie werden von Kollegen aus den Förstereien unterstützt, die mit schwerem Gerät aushelfen. „Glücklicherweise sind keine Menschen und keine Tiere zu Schaden gekommen“, sagt Wisentgehegeleiter Thomas Hennig. Es habe auch keine Tierausbrüche gegeben. Thomas Hennig hofft, nach der zweitägigen Schließung, das Wisentgehege morgen wieder öffnen zu können. Die Vollsperrung der Kreisstraße 213 werde im Laufe des heutigen Tages aufgehoben.

Egestorf. Um 14.44 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Egestorf alarmiert. Die Koordination der Einsätze erfolgte bereits durch die im Feuerwehrhaus Barsinghausen eingerichtete Einsatzleitung vor Ort (ELO) auf einem separatem Funkkanal. Dies erfolgt bei Großereignissen um die Regionsleitstelle zu entlasten. Für die Ortsfeuerwehr Egestorf ging es zu einem Einsatz in die Straße Die Heide. Dort waren zwei Dächer von Mehrfamilienhäusern vom Unwetter teils weggeflogen und drohten, weitere Schäden anzurichten. Der Einsatzleiter ließ umgehend die Fachgruppe Absturzsicherung (Feuerwehren Barsinghausen und Hohenbostel) dazu alarmieren. Um alle Eingänge und Fenster der Häuser sichern zu können, wurden außerdem die Ortsfeuerwehren Kirchdorf und Langreder dazugeholt. Die Polizei, vorsorglich ein Rettungswagen sowie Stadtbrandmeister Dieter Engelke waren auch vor Ort. Zunächst wurden die gefährdeten Bereiche abgesperrt. Auf dem Dach kam die Fachgruppe der Absturzsicherung zum Einsatz. Nach Sicherung der Einsatzkräfte wurden Stück für Stück los- bzw. angelöste Teile des Daches entfernt. Die Bewohner durften in ihren Wohnungen bleiben, diese jedoch auf Grund der andauernden Gefahr nicht verlassen. Zwischenzeitig wurden nach Hause kehrende Bewohner in Absprache in ihre Wohnungen gelassen. Gegen 20 Uhr waren alle Gefahren durch herabstürzende Dachteile beseitigt. Eine beschädigte Mobilfunkantenne konnte an einen Servicetechniker und die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden. Insgesamt waren 58 Feuerwehrleute mit elf Fahrzeugen zu diesem Einsatz angerückt. Parallel kam es zu weiteren Einsätzen. Die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des ASB sorgte im Feuerwehrhaus Egestorf für Verpflegung der Einsatzkräfte. Während des Einsatzes kam es in der Weberstraße zu einem Parallel-Einsatz. Mit dem Manschaftstransportwagen (MTW) und einer Kettensäge wurden um 17 Uhr vier Kameraden vorübergehend aus dem Einsatz herausgelöst um in der Weberstaße tätig zu werden. Dort lag ein Baum auf der Straße. Der Baum wurde mit der Kettensäge zerteilt und von der Straße entfernt. Dieser Einsatz war um 17.30 Uhr beendet. Um 20.30 Uhr steuerten Egestorfer Einsatzkräfte die Leibnizstraße an. Hier stürzte eine Tanne über eine Zuwegung von Wohnhäusern und blieb auf einem weiteren Baum sowie einem Gebäude liegen. Die Tanne wurde mittels Motorsäge zerkleinert und die Zuwegung freigeräumt. Bis 21:30 Uhr waren 18 Feuerwehrleute mit 3 Fahrzeugen im Einsatz. Die Egestorfer Feuerwehrleute konnten mit dem Einsatz in der Heide nicht jeden Parallel-Einsatz selbst übernehmen. Durch die im Feuerwehrhaus Barsinghausen eingerichtete Einsatzleitung vor Ort (ELO) wurden bei weiteren Einsätzen in Egestorf benachbarte Feuerwehren aus dem Stadtgebiet beauftragt. Heute um 12.45 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Egestorf erneut zu einem vom Sturmtief Friederike verursachtem Einsatz alarmiert. Einsteinstraße Richtung Waldapotheke hing ein großer Ast in einem anderen Baum und drohte auf den Weg zu stürzen. Um die Gefahr von herunterstürzenden Teilen zu beseitigen mussten zwei angebrochene Bäume gefällt werden. Anschließend wurden diese zerkleinert und der Weg freigeräumt. Gegen 13.30 war der Einsatz für elf Feuerwehrleute, die mit drei Fahrzeugen vor Ort waren, beendet. Nach einem Hinweis hatte Ortsbrandmeister Sven Sörenhagen sich ein Bild von der Lage Am Schützenplatz Ecke Nienstedter gemacht. Der Wurzelteller eines Nadelholz-Baumes hatte sich aus dem Erdreich gelöst und der circa zehn Meter hohe Baum drohte auf die Straße und den gegenüberliegenden Spielplatz zu stürzen. Gegen 15.40 Uhr ließ Sörenhagen seine Ortsfeuerwehr durch die Regionsleitstelle alarmieren. Der Baum wurde mittels Motorsäge gefällt, zerkleinert und die Wege wieder freigeräumt. Im Einsatz waren elf Feuerwehrleute mit zwei Fahrzeugen. Gegen 16.30 Uhr waren die Kameraden wieder  eingerückt.

Benthe. Das Orkantief "Friederike" hat auch in den Wäldern zum Teil deutliche Spuren hinterlassen. So bittet die Waldbetriebsgemeinschaft Benther Berg, die Waldflächen in und um den Benther Berg in den nächsten Tagen zu meiden. Viele Wege sind durch umgestürzte Bäume versperrt und vor allen Dingen hängen viele Bäume noch schief ineinander und können jederzeit herabstürzen. Es wird einige Tage dauern, bis wir die Schäden und Gefahren beseitigt haben. Nach einer ersten groben Sichtung muss von deutlichen Schäden schwerpunktmäßig in den Nadelholzbeständen ausgegangen werden. Der Sturm Friederike kam auf den Tag genau 11 Jahre nach dem verheerenden Sturm Kyrill, der damals in Deutschland zu erheblichen Schäden geführt hatte. Der Sturm gestern hat zumindest bei der Waldbetriebsgemeinschaft Benther Berg deutlich mehr Schaden als Kyrill vor elf Jahren angerichtet.

Hemmingen. Im Stadtgebiet Hemmingen wurden insgesamt 48 Unwettereinsätze am 18. Januar sowie am 19. Januar (Stand 14 Uhr) gemeldet. Die 48 Unwettereinsätze teilen sich wie folgt auf: 20 x Baum umgestürzt bzw. droht umzustürzen oder abgebrochene Äste bzw. drohen zu fallen, 18 x Baum auf Haus oder droht auf Haus zu fallen, 9 x sonstige technische Hilfeleistung (Dachziegel drohen zu fallen, abgerissene Dachteile, umgekippter PKW-Anhänger usw.), 1 x Ölspur. Einsatzschwerpunkt war die Ortschaft Hemmingen-Westerfeld mit 26 Einsätzen. Zwölf Einsätze mussten in Arnum, fünf in Wilkenburg, drei in Hiddestorf und jeweils einer in Devese und Harkenbleck abgearbeitet werden. Personenschäden sind der Feuerwehr nicht bekannt. Zur Koordination der vielen Einsätze wurde eine örtliche Einsatzleitung im Rathaus der Stadt Hemmingen unter der Gesamteinsatzleitung des Stadtbrandmeisters Roland Frey eingerichtet. Insgesamt waren 130 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr über mehrere Stunden zum Teil bis in den späten Abend im Dauereinsatz. Am frühen Morgen gegen 6.45 Uhr folgten weitere Einsätze (in der Statistik enthalten). Bei einigen Einsätzen unterstütze der Betriebshof der Stadt Hemmingen die Feuerwehr. Weiterhin waren auch mehrere Mitarbeiter der Stadtverwaltung bzw. des Ordnungsamtes im Einsatz. Durch die Küchenwagenbesatzung wurde die Versorgung der Einsatzkräfte sichergestellt. Die Stadtfeuerwehr Hemmingen bedankt sich bei allen Einsatzkräften und dem Küchenwagenteam für den ehrenamtlichen Einsatz sowie bei dem Betriebshof der Stadt Hemmingen und den Verwaltungsmitarbeitern für die gute Zusammenarbeit.

Hohenbostel. Am Nachmittag des Mittwochs wurde auch die Ortsfeuerwehr Hohenbostel zu mehreren sturmbedingten Einsätzen alarmiert: Um 13.47 Uhr war ein Baum an der Straße "Am Vogelbrink" umgestürzt, beschädigte dabei das Dach eines Wohnhauses und lag quer über der Fahrbahn. In Absprache mit der Polizei entfernte die Feuerwehr den Baum aus dem Verkehrsbereich und übergab die Einsatzstelle anschließend dem Hauseigentümer. Um 14.15 Uhr wurden mehrere umgestürzte Bäume am Waldrand in der Nähe der ehemaligen Gaststätte Walhalla gemeldet. Mit Motorsägen wurde das Holz zerkleinert und von der Straße entfernt. In Absprache mit der Polizei wurde der Bereich im Anschluss abgesperrt, da aufgrund des andauernden Sturms noch mehr umstürzende Bäume wahrscheinlich waren. Gegen 15 Uhr wurde die Fachgruppe Absturzsicherung zu zwei Mehrfamilienhäusern in Egestorf alarmiert. Das Flachdach war durch den Orkan auf größerer Fläche zerfetzt worden und hing an der Hauswand. Die Einsatzkräfte sicherten die Teile, die abzustürzen drohten und entfernten die beschädigte Dachhaut mit einer speziellen Rettungssäge. Gesichert wurden die Feuerwehrleute mit dem Gerätesatz Absturzsicherung, da das Dach aufgrund des Sturms zeitweise nicht aufrecht begehbar war. Vor Ort waren hier die Ortsfeuerwehren Egestorf, Kirchdorf, Langreder, Barsinghausen und Hohenbostel. Fast gleichzeitig wurde der Feuerwehr ein Baum auf der Oberleitung der Bahnstrecke in Hohenbostel gemeldet. Nachdem sichergestellt war, dass der Baum keine Verbindung zum Fahrdraht hatte, konnte das Holz zersägt und die Strecke frei geräumt werden. Der Zugverkehr in der Region Hannover war zu diesem Zeitpunkt bereits vorsorglich eingestellt worden. Gegen 20 Uhr waren alle Einsätze abgearbeitet und die Kameradinnen und Kameraden wieder zurück in der Wache.

Laatzen. Schon am Vormittag löste die Regionsleitstelle einen Unwettervoralarm aus. Gegen Mittag wurde es dann "ernst". Um 13.02 Uhr wurde die gesamte Ortsfeuerwehr Laatzen alarmiert. Im Minutentakt gingen Alarmmeldungen ein. Mehrere Brandmeldeanlagen von Altenheimen lösten aus, kein Feuer oder Rauch. Immer Fehlalarme. Fassadenteile eines Baumarktes fielen auf die Erich-Panitz-Straße, die Straße wurde gesperrt. In Rethen fiel ein Baum auf einen PKW Mini, beide Insassen unverletzt, Totalschaden. Die Straßenbahn Höhe Rethen steht still, ein Baum liegt in der Oberleitung Zur Verstärkung wird um 15.12 Uhr Stadtalarm ausgelöst, sämtliche Sirenen heulen im Stadtgebiet. Immer wieder wehen Äste auf Fahrbahnen oder Dachziegel von Dächern auf Fußwege. In der Braunschweiger Straße droht ein Metallteil von einem Dach zu stürzen. Abends ein größerer Einsatz in Alt Laatzen. In der Talstraße ist ein etwa 15 Meter hoher Baum auf ein Haus gestürzt. Von gegenüber wird die Krone gestutzt und dann der Baum per Seilwinde umgezogen. Mit lautem Krachen fällt der Nadelbaum um 18.25 Uhr in den Garten. Am Dach leichte Schäden. In Rethen drohen gegen 18.30 Uhr mehrere Bäume auf die Schienen zu fallen, auch hier leisten die Ortsfeuerwehren Rethen und Laatzen gute Arbeit, zusammen mit dem Bauhof wird die Gefahr gebannt. Rückblick von Pressesprecher Gerald Senft am Abend: zwar 50 Einsätze, aber keine verletzen Personen und die Schäden eher gering.

Redderse. Um 14.19 Uhr wurde die Ortsfeuerwehr Redderse von der Leitstelle Hannover in Redderse in den Sunderanger alarmiert, hier hatten sich Platten einer Terrassenbedachung gelöst und drohten umherzufliegen. Die losen Platten wurden vom Dach entfernt, der Rest wurde gesichert. Um 14.30 Uhr wurde der Redderser Ortsbrandmeister von einem Grundstückseigentümer über einen umgestürzten Baum gegenüber des Redderser Gerätehauses gerufen. Die am ersten Einsatzort nicht benötigten Kräfte wurden dort abgezogen und zur Einsatzstelle in der Hainwiese beordert. Dort war eine große Buche auf den Anbau eines Wohnhauses und zwei danebenstehenden Garagen gestürzt. Der Baum wurde mit Hilfe von zwei Kettensägen zerkleinert und von den Dächern abgetragen. Gegen Ende dieses Einsatzes wurde der Ortsbrandmeister gegen 16 Uhr erneut zu einem umgestürzten Baum auf einem Nachbargrundstück gerufen. Hier war eine große Tanne umgeweht und lag teilweise im Levester Bach. Um hier einen Rückstau zu verhindern, wurde dieser Baum auch mit Hilfe der Kettensägen zerkleinert und aus dem Bachbett entfernt. Auf dem Grundstück gegenüber war ein weiterer Baum abgebrochen und drohte ebenfalls, ins Bachbett zu stürzen. Auch dieser wurde zerkleinert und aus dem Bachbett entfernt. Nach einer anschließenden Bereitschaftszeit und Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft war der Einsatz gegen 20 Uhr beendet. Im Einsatz waren 18 Aktive der Ortsfeuerwehr Redderse mit zwei Fahrzeugen.

Wennigser Mark. Insgesamt drei Einsätze riefen insgesamt 13 Märker Feuerwehrleute um Einsatzleiter Holger Friedrichs auf den Plan. Um 15.23 Uhr wurden sie zu einer technischen Hilfeleistung in die Straße Am Wiesenhang alarmiert. Hier war eine große Tanne umgekippt. Die Anwohner hatten diese bereits selbst von der Straße entfernt, sodass die Feuerwehr nicht mehr tätig werden musste. Danach ging es aber sofort weiter in den Lüngerlohweg. Eine Tanne war auf eine Telefonleitung gekippt. Damit die Leitung nicht beschädigt wird und Telefonausfälle drohten, wurde die Tanne kurzerhand mit Hilfe einer Leiter gestützt und abgesägt. Nachdem dieser Einsatz abgearbeitet war, gab es eine weitere technische Hilfeleistung im Suerser Weg. Dort versperrten drei große, umgekippte Bäume die Zuwegung zu zwei Häusern. Mithilfe einer Kettensäge wurden mühsam die starken Äste abgesägt. Hilfe kam von Ortsbürgermeister Holger Dorl. Dieser kam auf seinem Fahrrad mit seiner privaten Kettensäge und kompletter Schutzausrüstung, um den Märker Kameraden behilflich zu sein. Nachdem die zusätzlich aus Sorsum nachalarmierten Kräfte zum Einsatzort kamen, konnten die drei Bäume binnen weniger Minuten von der Zuwegung entfernt und die Bewohner wieder zu ihren Häusern kommen. Gegen 18 Uhr war für die 13 Einsatzkräfte aus der Wennigser Mark vorerst der Einsatz nach den Schäden vom Sturmstief vorbei.

Wennigsen. Insgesamt wurden alle acht Ortsfeuerwehren der Gemeinde Wennigsen zu 20 Einsätzen alarmiert. Gegen 15.45 Uhr entschied die Einsatzleitung Ort (ELO) in Abstimmung mit dem Gemeindebrandmeister die vollständige Alarmierung aller noch nicht im Einsatz befindlichen Ortsfeuerwehren. So wurden noch die Ortsfeuerwehren Argestorf, Sorsum und Degersen alarmiert. Sammelpunkt war die Feuerwache in Wennigsen. Hier kamen alle Einsätze per Fax an und wurden entsprechend koordiniert. Dabei spielte es keine Rolle, wo sich der Einsatzort befand. Kräfte aus Sorsum unterstützten in der Wennigser-Mark und Argestorf und übernahmen eine Einsatzstelle in Wennigsen. Insgesamt waren 105 Einsatzkräfte im Einsatz. Gegen 18.15 Uhr konnten die Kräfte wieder in ihre Gerätehäuser einrücken. Der Einsatz in Bredenbeck war zum Zeitpunkt der Entlassung der anderen Einsatzkräfte noch voll im Gange. Seit 9.02 Uhr heute ist die Ortsfeuerwehr Wennigsen sowie die Absturzsicherungsgruppe im Einsatz. In Wennigsen wird derzeit eine Tanne vom Dach eines Hauses entfernt.

Barsinghausen. Einsatzmeldungen zum Unwetter "Friederike" am 18. Januar:
Um 12.51 Uhr wurde der erste Einsatz nach Groß Munzel gemeldet mit dem Stichwort Baum auf Straße. Bei der Erkundung in dem gemeldeten Bereich konnte jedoch nichts festgestellt werden. Auf Nachfrage wurde dann ein zweiter Ort genannt, wo der Melder sich zum Zeitpunkt der Alarmierung befand. Dieser Ort wurde angefahren und es lag ein größerer Ast auf der Straße. Der Ast wurde entfernt und die FF Groß Munzel fuhr zum Standort zurück.
13:07 Uhr Barsinghausen, Bergstraße, Ast auf Straße
Um 13:47 Uhr war ein Baum an der Straße "Am Vogelbrink" umgestürzt, beschädigte dabei das Dach eines Wohnhauses und lag quer über der Fahrbahn. In Absprache mit der Polizei entfernte die Feuerwehr den Baum aus dem Verkehrsbereich und übergab die Einsatzstelle anschließend dem Hauseigentümer.
14:07 Uhr Eckerde, Amselweg, Trampolin in Baum, droht auf Haus zu stürzen
14:08 Alarm FF Großgoltern und FF Eckerde
Um 14:15 Uhr wurden mehrere umgestürzte Bäume am Waldrand in der Nähe der ehemaligen Gaststätte Walhalla gemeldet. Mit Motorsägen wurde das Holz zerkleinert und von der Straße entfernt. In Absprache mit der Polizei wurde der Bereich im Anschluss abgesperrt, da aufgrund des andauernden Sturms noch mehr umstürzende Bäume wahrscheinlich waren.
14:21 Uhr Langreder, Pappelstraße, Kiefer umgeknickt
14:34 Uhr Eckerde, Alte Dorfstraße, Baum auf Haus
Um 14:37 Uhr Hohenbostel, Siedlung Höhenluft, Baum auf Fahrbahn
Um 14:44 Uhr wurde der Feuerwehr ein Baum auf der Oberleitung der Bahnstrecke in Hohenbostel gemeldet. Nachdem sichergestellt war, dass der Baum keine Verbindung zum Fahrdraht hatte, konnte das Holz zersägt und die Strecke frei geräumt werden. Der Zugverkehr in der Region Hannover war zu diesem Zeitpunkt bereits vorsorglich eingestellt worden.
14:45 Uhr Hohenbostel, Nenndorfer Straße, Baum auf Straße
Um 14:53 wurde die FF Groß Munzel erneut mit dem Stichwort "Baum auf Straße" alarmiert. Im Bereich des Sportplatzes lag eine Tanne quer über die L392. Der Baum wurde mit Hilfe der Kettensäge entfernt und die Straße von dem Gehölz befreit. Die Straße musste durch die FF Groß Munzel weiterhin gesperrt werden, da ein weiterer Baum drohte umzustürzen. Nach kurzer Zeit fiel der Baum dann ebenfalls und wurde durch die Einsatzkräfte entfernt.
14:55 Uhr, Stemmen, Langefeldstraße, Baum auf Straße
14:58 Uhr, Eckerde, Südstraße Baum auf Haus
15:00 Uhr Egestorf, Wennigser Straße, droht 20m hohe Tanne auf Häuser zu stürzen
15:11 Uhr Kirchdorf, Holunderweg, Baum auf Dach
15:18 Uhr Barsinghausen, Breite Straße, Carport fliegt auf Halle
15:20 Uhr Barsinghausen, Rehrbrinkstraße, Hilfeleistung
15:25 Uhr Alarm FF Nordgoltern, Mindener Straße, Baum auf Fahrbahn
15:29 Uhr Barsinghausen, Thomas Mann Weg, Baum droht zu fallen, 1 Baum auf Gehweg
15:29 Uhr, Egestorf, L401 Höhe Bärenhöhle, mehrere Bäume umgestürzt
15:30 Uhr, Barsinghausen, Föhrenweg, Schornsteinabdeckung droht auf Dach zu fallen
15:35 Uhr Egestorf, Leibnitzstraße, Baum auf Straße
15:36 Uhr Eckerde, Uhlenbruch, Baum auf Straße
15:38 Uhr, Barsinghausen, Marktstraße, Dachteile drohen zu stürzen
15:48 Uhr Nordgoltern, Mindener Straße, Baum auf Straße
15:50 Uhr Barsinghausen, Am Buchhorn, Dachziegel drohen zu fallen
15:58 Uhr Kirchdorf, Einsteinstraße, 2 Bäume auf Straße
16:02 Uhr Barsinghausen, Karlstraße, Tannen liegen auf Zaun, weitere drohen zu stürzen
16:10 Uhr Egestorf, Waldstraße, Baum auf Straße
Auf dem Rückweg zum Gerätehaus wurde um 16:14 Uhr eine Ölspur entdeckt. Zwei Kameraden erkundeten diese und stellten fest, dass diese sich über ca. 700m auf der L392 durch den Ort erstreckte. Diese wurde dann durch die FF Groß Munzel und FF Landringhausen die inzwischen nachalarmiert worden waren beseitigt.
16:18 Uhr Alarm Bantorf Alte Zeche, Baum droht auf Haus zu stürzen
16:19 Uhr, Barsinghausen, Goethestraße, Baum droht zu stürzen
16:27 Uhr, Barsinghausen, Weidenweg, Baum auf Gehweg
Währen Kameraden die Ölspur beseitigten, wurde um 16.28 Uhr in Landringhausen gemeldet, dass ein Baum droht auf ein Carport zu stürzen. Beim Eintreffen wurde das Carport mithilfe einer Bockleiter gesichert und der Baum entfernt.
17:08 Uhr Barsinghausen, Bunsenstraße, Baum droht zu kippen
17:40 Uhr Anforderung SEG RTW und Verpflegungskomponente des ASB
Nachdem die Kameraden den Einsatz abgearbeitet hatten kam durch die ELO Barsinghausen eine erneute Meldung "Baum droht zu stürzen" in Groß Munzel. Bei der Erkundung stellte sich heraus, dass der Baum drohte in den öffentlichen Verkehrsraum und auf ein Pkw zu stürzen. die Kameraden haben diesen Baum beseitigt bevor er größeren Schaden anrichten konnte.
Als letztes wurden die Kameraden um 17.54 Uhr nach Ostermunzel mit dem Alarmstichwort "Baum droht auf Wohngebäude zu stürzen" alarmiert. Bei der Erkundung stellte sich heraus, dass der Baum (ca. 16m hoch) zwar ziemlich schief stand. Das Wurzelwerk lag aber noch nicht frei. Der Einsatzleiter entschied sich dafür nicht tätig zu werden da der Baum nicht gesichert werden konnte. Die Bewohner wurden darauf hingewiesen den Wohnraum in dem Gebäude für den Abend nicht zu nutzen und eine Fachfirma zu beauftragen diesen Baum zu entfernen.
18:51 Uhr Wichtringhausen, Dachpfannen drohen zu fallen
Um 20:30 Uhr steuerten Egestorfer Einsatzkräfte die Leibnizstraße an. Hier stürzte eine Tanne über eine Zuwegung von Wohnhäusern und blieb auf einem weiteren Baum sowie einem Gebäude liegen. Die Tanne wurde mittels Motorsäge zerkleinert und die Zuwegung freigeräumt.

Dieser Artikel wird weiter ergänzt und aktualisiert.


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