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Umzug, Kanalsanierung, neues Wasserwerk: Stadtwerke haben viel vor

Stadtwerke-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Jochen Möller (Mi.) prĂ€sentiert den GĂ€sten von der FDP die neuen RĂ€umlichkeiten

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Barsinghausen.

Unausweichlich ist fĂŒr die Stadtwerke Barsinghausen der Neubau eines Wasserwerkes in Eckerde. Direkt hinter dem ehemaligen Wasserwerk soll dieses bis zu zwölf Millionen teure Projekt gebaut werden und damit die nachhaltige Wasserversorgung fĂŒr die BĂŒrger Barsinghausens gewĂ€hrleisten. Das bisherige Wasserwerk stammt aus dem Jahr 1965 und ist weder technisch noch aus KapazitĂ€tsgrĂŒnden fĂŒr die GrĂ¶ĂŸe der Stadt ausreichend. „In einem heißen Sommer wird es hĂ€ufig eng mit der Wasserversorgung“, erklĂ€rte der technische Leiter Torsten Holzhausen am Dienstag den Mitglieder der FDP, die sich einem InfogesprĂ€ch in der GeschĂ€ftsstelle der Stadtwerke eingefunden hatten. Rund 1,5 Millionen Kubikmeter Wasser werden jĂ€hrlich in Eckerde produziert und rund 500.000 Kubikmeter Quellwasser kommen im Schnitt aus dem Deister hinzu. Wobei der Quellwasseranteil je nach Witterungslage stark variiert. Immer wieder kommt es vor, dass die Techniker improvisieren mĂŒssen, weil fĂŒr die schon sehr alte Anlage keine Ersatzteile zu bekommen sind. Deshalb ist ein Neubau des Wasserwerkes mittlerweile unausweichlich.

Eine besondere Herausforderung ist die Sanierung des rund 200 Kilometer langen Leitungsnetzes im gesamten Stadtgebiet. Hierbei machen die RegenwasserkanĂ€le deutlich mehr Probleme als die SchmutzwasserkanĂ€le. Daher geht der Löwenanteil der Gesamtkosten von rund 40 Millionen Euro geht in die Sanierung der RegenwasserkanĂ€le. Die Sanierung des Leitungsnetzes wird im Inlinerverfahren durchgefĂŒhrt. Hierbei wird ein Schlauch in den schadhaften Leitungsbereich oder gesamten Rohrbereich gestĂŒlpt, der nach einer ImprĂ€gnierung aushĂ€rtet und die Leitungen abdichtet. Dieses System der Sanierung ist deutlich einfacher und kostet rund 180 Euro pro Meter. Allerdings wird es einige Jahre andauern, bis das gesamte Abwassernetz der Stadt saniert worden ist.

In dem InfogesprĂ€ch wurde auch ĂŒber die strategischen Herausforderungen gesprochen, denen sich die Stadtwerke in den letzten Jahren mit den zusĂ€tzlichen GeschĂ€ftsfeldern Gas- und Stromlieferung gestellt hat. Vertriebsleiter Stefan KĂŒppers berichtete ĂŒber die Arbeit der Stadtwerke in allen Bereichen. Beim Stromangebot konnte die Zahl der KundenvertrĂ€ge zu Jahresbeginn auf 2011 Kunden gesteigert werden und beim Gasangebot waren es immerhin 660 Kunden. „Ich bin sehr zufrieden mit den Zahlen“, erklĂ€rte KĂŒppers, der darauf hinwies, dass bei allen Tarifen derzeit zu 100 Prozent Ökostrom geliefert wird. Auch fĂŒr die Zukunft sieht man sich bei den Stadtwerken gut aufgestellt. FĂŒr das Jahr 2018 planen die Stadtwerke, die zum zweiten Mal in Folge als bester lokaler Energieversorger auszeichnet worden sind, eine komplette Neuaufstellung mit neuen, individuell auf die KundenwĂŒnsche angepassten Tarifmodellen. Dies wird auch durch den Umzug in das GebĂ€ude der ehemaligen Post mit einem komplett neuen Erscheinungsbild nach außen dargestellt. Rund zwei Millionen Euro haben die Stadtwerke fĂŒr den Erwerb und den Umbau des neuen GebĂ€udes investiert, in das man in gut drei Wochen einziehen wird. Am Samstag, 21. April ist ein „Tag der offenen TĂŒr“ geplant.


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