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Schulausschuss will mehr Geld für Barsinghäuser Grundschulen, KGS und Inklusion

Sondersitzung des Schulausschusses in der Aula der Adolf-Grimme-Schule.

Barsinghausen.

Manchmal wirkt eine Sitzungsunterbrechung Wunder, vor allem, wenn es ums Geld geht. Beim Tagesordnungspunkt 5 zu den Budgets der Barsinhäuser Schulen hat der Schulausschuss nach einer mehrminütigen Pause für eine Erhöhung einiger Budgets gestimmt. Zuvor hatte die Verwaltung mehrfach darauf hingewiesen, dass die bisherigen Budgets für alle Schultypen "auskömmlich" seien.

Vorangegangen war der Abstimmung eine Diskussion, in der  Ausschussmitglieder und Schulleiter ihren Unmut darüber äußerten, dass zu dieser Sondersitzung keine neuen Berechnungen für Inklusionsschüler vorlägen. Dafür habe die Zeit nicht ausgereicht, sagt Erster Stadtrat Thomas Wolf und bietet an, in den nächsten Monaten nachzuarbeiten. Elke Jasper, Leiterin der Grundschule Groß Munzel, ist fassungslos: "Sie verkennen, was das heißt, wenn wir so viele Inklusionskinder haben. Das muss ich mal loswerden."

68 Kinder mit unterschiedlichem Förderbedarf besuchen Barsinghausens Grundschulen, 56 sind es in der Sekundarstufe 1. Der Mehraufwand wurde beim Schulbudget bislang nicht berücksichtigt: 132 Euro bekommen die Grundschulen im Augenblick pro Schüler, 216 sind es dagegen an der Bert Brecht Förderschule. Das soll nach dem einstimmigen Votum des Schulausschusses ab dem Doppelhaushalt 2020/2021 anders werden: Dann sollen alle Schulen pro Kind mit Förderbedarf 216 Euro erhalten.

Auch die Förderung der anderen Grundschüler wurde angehoben - auf 150 Euro ab 2020. Zuvor hatten Edith Lutterbüse und Erik Dederding, Schulleiter der Ernst Reuter Schule in Egestorf bzw. der Astrid Lindgren Schule in Kirchdorf, darauf hingewiesen, dass die Mittel knapp seien und sie nur mit Hilfe von Sonderzuschüssen über die Runden kämen. Dederding hatte der Verwaltung außerdem mangelnde Transparenz bei der Förderung der Grundschulen vorgeworfen. 

Eine weitere Ungleichheit hat der Schulausschuss gleich mitausgeräumt: Die KGS Goetheschule soll ab 2020 164 Euro pro Schüler erhalten, den gleichen Betrag, den jetzt bereits das Hannah-Arendt- Gymnasium (HAG) und die Lisa-Tetzner-Oberschule (LTS) erhalten. Ein anderes IT-System war bislang ausschlaggebend dafür, dass es 17 Euro weniger pro Schüler gab, das soll künftig keine Rolle mehr spielen. 


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