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Polizei: Zuwachs der Straftaten um fast 30 Prozent

Barsinghausen.

Das Polizeikommissariat Barsinghausen hat heute die Kriminalstatistik fĂŒr das Jahr 2019 vorgelegt. Dabei ist die Entwicklung der Straftaten auf einem sehr hohen Stand (2.250 Taten) angekommen. Nur 2014 lag der Wert höher (2.984 Taten). Alleine von 2018 zu 2019 stiegen die Straftaten in Barsinghausen um fast 30 Prozent an.

Gleichzeitig ist die AufklÀrungsquote auf einem realtiv hohen Vergleichs-Wert (65,83 Prozent) angekommen. Der Spitzenwert seit 2010 wurde im Jahr 2017 mit 72 Prozent erzielt, im Jahr 2018 lag er bei knapp 69 Prozent. WÀhrend "Rohheitsdelikte" wie Körperverletzung zu fast 93 Prozent aufgeklÀrt werden konnten (Vorjahr 89 Prozent), sind die EinbruchdiebstÀhle tief im Keller der AufklÀrung (rund 7 Prozent, Vorjahr 5,4 Prozent). Im Jahr 2015 lag die AufklÀrungsquote hier noch bei 75 Prozent. Auch schwerer Diebstahl (12 Prozent, Vorjahr 24 Prozent) ist nicht so leicht aufzuklÀren.

Bei den TatverdÀchtigen sind Kinder als Zielgruppe stark angestiegen: von 28 auf 46 FÀlle. Auch Jugendliche (von 101 auf 121 gestiegen) und Heranwachsende (von 57 auf 116 verdoppelt) werden öfter TatverdÀchtige.

Die "sonstigen Straftaten" (z. B. Hausfriedensbruch, VortĂ€uschen einer Straftat, Strafvereitelung, Hehlerei, Störung der Totenruhe, gefĂ€hrliche Eingriffe in den Straßenverkehr) erreichen 18 Prozent und stellen damit ganz knapp die grĂ¶ĂŸte Anzahl. Gefolgt wird dieses Delikt direkt mit 17 Prozent von Rohheitstaten. Danach kommen einfacher Diebstahl (14 Prozent), Vermögens- und FĂ€lschungsdelikte (12 Prozent) und strafrechtliche Nebengesetze (z.B. Waffengesetz, AuslĂ€nder- und Asylverfahrensgesetz, Urheberrecht, Gewaltschutzgesetz) (10 Prozent). Rauschgift liegt bei 7 Prozent (211 VorgĂ€nge statt 134 im Vorjahr), Beleidigung bei 5 Prozent und sexuelle Straftaten bei einem Prozent.

Insgesamt angestiegen ist die Gewalt gegen Polizeibeamte. Hier stiegen die FĂ€lle von 7 auf 24 Vorkommnisse an. Das ist der mit Abstand höchte Wert der letzten fĂŒnf Jahre. Auch die hĂ€usliche Gewalt hat mit 172 FĂ€llen (Vorjahr 81) massiv zugenommen. Das gleiche gilt fĂŒr die Rohheitsdelikte, die von 310 auf 454 FĂ€lle geklettert sind.

Auch im Bereich der DiebstĂ€hle gab es einen Zuwachs von 197 auf nunmehr 595 Taten. Darunter sind alleine 120 Taten auf Friedhöfen erfasst und gehen als "ungeklĂ€rt" in die Statistik ein. Aktuell kommt es hier zu weniger VorfĂ€llen nach prĂ€ventiven Maßnahmen der Polizei.