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Schwerpunkteinsatz: Corona-Verstöße geahndet, Haftbefehl vollstreckt und Drogen beschlagnahmt

Region. Die Polizei Hannover hat eine positive Bilanz zu einem Sondereinsatz in der Nacht vom 2. Oktober auf den 3. Oktober gezogen. Bei umfassenden Kontrollen auf Straßen, Wegen und Plätzen sowie von Lokalitäten wurde diverse Verstöße geahndet und Ermittlungsverfahren eingeleitet. Des Weiteren wurden verschiedenartige Drogen beschlagnahmt und gegen mehrere Dealer Ermittlungsverfahren eingeleitet..

Im Bereich des Steintors beobachteten zivile Einsatzkräfte zwei 21 und 26 Jahre alte mutmaßliche Drogenhändler. Nachdem der ältere von beiden einer 35-Jährigen zwei Kugeln Kokain verkauft hatte, sollte der Mann festgenommen werden. Der Mann leistete dabei erheblichen Widerstand. Auch der 26-Jährige wurde festgenommen.

Am frühen Abend wurde ein dritter mutmaßlicher Drogenhändler am Steintorplatz bei einem Geschäft beobachtet. Der 30-Jährige sowie die beiden anderen Männer wurden jeweils einem beschleunigten Verfahren zugeführt. Insgesamt wurden sieben Kugeln Kokain beschlagnahmt und im Rahmen des gesamten Einsatzes fünf Verfahren wegen Drogenhandels eingeleitet.

Bei der Überprüfung eines Lokals an der Schulenburger Landstraße registrierten die Einsatzkräfte gegen 21.10 Uhr zwei Verstöße gegen die geltende Corona-Verordnung. Entsprechend wurden zwei Ordnungswidrigkeitsanzeigen gefertigt. Zudem ergab die Messung des Kohlenmonoxid-Wertes in dem Lokal, dass dieser grenzwertig war. Daher wies die Polizei den Betreiber explizit auf das Lüften hin. Dem wurde Folge geleistet.

Gegen 21.30 Uhr führten die eingesetzten Kräfte Personenkontrollen im Bereich des Opernplatzes durch, wo sich rund 100 Personen aufhielten. Diese hielten sich weitgehend an die geltenden Hygieneregeln. Allerdings trafen die Beamtinnen und Beamten einen 24-Jährigen an, gegen den ein Haftbefehl vorlag. Da der von der Ersatzfreiheitsstrafe befreiende Geldbetrag vor Ort nicht gezahlt werden konnte, kam der Mann in eine Justizvollzugsanstalt.

Gegen 22.35 Uhr bemängelten die Beamtinnen und Beamten in einem Café im Bereich der Reitwallstraße, dass das notwendige Hygienekonzept fehlte. Sie fertigten folgerichtig eine Ordnungswidrigkeitsanzeige gegen den Betreiber. Ebenso wurde gegen 23:10 Uhr im Fall einer Bar an der Nikolaistraße verfahren, wo ein Verstoß gegen das Nichtraucherschutzgesetz festgestellt wurde. Gegen einen Gast wurde zudem ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung eingeleitet, da dieser den Beamten ein gefälschtes Testzertifikat vorzeigte.

Um 1.50 Uhr war die Polizei in einer Shisha-Bar am Raschplatz gefordert. In der Folge einer sexuellen Belästigung eines Gastes gingen mehrere Personen aufeinander los. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte kam es zu Solidarisierungsaktionen von Schaulustigen gegen die Polizei. Im Zuge dessen warf ein 53-Jähriger aus Richtung Rundestraße eine Flasche auf die Einsatzkräfte. Verletzt wurde niemand. Die Beamtinnen und Beamten leiteten mehrere Strafverfahren ein.

Nach Ende der Maßnahmen zog die federführende Polizeistation Raschplatz eine positive Bilanz. Neben einem vollstreckten Haftbefehl wurden 1,22 Gramm Kokain, 6,08 Gramm Heroin, 0,61 Gramm Marihuana sowie 120 Euro mutmaßliches Dealgeld beschlagnahmt. Bei den Gewerbekontrollen fiel auf, dass ein Großteil der kontrollierten Lokale nah der Grenze zu den maximalen Besucherkapazitäten war. Entsprechend führten die Einsatzkräfte Gefährderansprachen durch.

Außerdem stellten die Beamten im Bereich des Messegeländes in der Spitze 250 Fahrzeuge der örtlichen Tuningszene fest. Die Personen zeigten sich durchgehend kooperativ, Verstöße wurden nicht verzeichnet.

Die mehrstündigen Kontrollen wurden von Einsatzkräften aus verschiedenen Polizeikommissariaten, der Polizeiinspektion Besondere Dienste sowie der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen unterstützt.