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Polizeischule ging für über 5 Millionen an den Höchstbietenden

Wennigser Mark. Das Gelände der alten Polizeischule wurde verkauft. Das Land Niedersachsen wollte für das über 50.000 Quadratmeter große Grundstück mindestens 1,3 Millionen Euro haben. Die Frist für das Ende zur Einreichung von Angeboten war am 5. Juli. Es folgte eine Auswertung der Interessenten durch das Niedersächsische Landesamt für Bau und Liegenschaften (NLBL). Dem Vorschlag musste dann noch das Niedersächsische Finanzministerium zustimmen. Da der Verkaufspreis über einer Million Euro liegt, musste auch noch der Niedersächsische Landtag dem Verkauf zustimmen.

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Im Jahr 2015 wollte das Land noch 980.000 Euro für das Objekt haben, damals waren einige Gebäude noch in erhaltenswertem Zustand - inzwischen gelten alle Gebäude als "Ruinen". Auf dem Areal sind noch über 10.000 Quadratmeter Gebäude zu finden, besondere bauliche Erwähnung findet im Exposé des Landes die 3.600 Quadratmeter große und in den Hang des Geländes eingebaute Fahrzeughalle.

Die Gemeinde Wennigsen hätte ein Vorkaufsrecht für das Gelände gehabt, jedoch riet Bürgermeister Christoph Meineke davon ab es als Gemeinde zu kaufen: „Die Lage ist hochattraktiv, aber es ist auch eines der schwierigsten Projekte in der Region.“ Die Gemeinde rechnet zusätzlich zum Kaufpreis mit Erschließungskosten von bis zu sieben Millionen Euro.

Dem Ortsbürgermeister der Wennigser Mark, Holger Dorl, machte der Verkauf aber auch sorgen, wie er im Mai im Bauausschuss mitteilte: „Im Ort macht sich die Sorge breit, dass Spekulanten das Gelände vom Land kaufen und dann wieder Jahre ungenutzt liegen lassen, oder es nicht im Sinne des Orts-Charakters nutzen.“ Er appellierte daher an das Land, dass nicht unbedingt an den Höchstbietenden verkauft werde, sondern an den, der auch ein stimmiges Konzept zur Innerstädtischen Bebauung vorlege.

Wie das NLBL auf Anfrage von con-nect.de mitteilte, erhielt der Höchstbietende den Zuschlag. Wie bereits berichtet, handelt es sich bei dem Käufer um das hannoversche Immobilienunternehmen Gundlach. Das Unternehmen zahlte laut Aussage des NLBL 5.410.000 Euro.

Erste Konzeptüberlegungen von Gundlach sehen ein ökologisches Wohnquartier in idyllischer Lage am Waldrand vor. „Wir freuen uns auf diese neue Herausforderung. In der Projektentwicklung richten wir unser Augenmerk darauf, ein lebenswertes Quartier zu schaffen. Das Thema Nachhaltigkeit wird dabei eine wesentliche Rolle spielen, da setzen wir uns selbst hohe Ziele“, erläutert Gundlach Geschäftsführer Lorenz Hansen.

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