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Neue Außensprechstunde hilft Opfern von Gewalt

Bürgermeisterin Harms (l.) wünscht sich weiterhin eine gute Zusammenarbeit und nachhaltige Aufmerksamkeit für das Thema "häusliche Gewalt".

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Ronnenberg.

Mit diesem Motto haben die kooperierenden Kommunen Ronnenberg, Gehrden und Wennigsen anlässlich des „Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen“ am 25. November gezielt die Bürger anregen und ermutigen wollen, bei häuslicher Gewalt hinzuschauen, zu helfen und sich frühzeitig Hilfe zu holen.

Das Motto greift die Kampagne des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit dem Ziel auf, die Webseite www.stärker-als-gewalt.de bekannter zu machen. Gerade in Zeiten, in denen es notwendig ist, das soziale Leben und die Kontakte zu begrenzen, in denen sich mehr als jemals zuvor alles auf die engste Familie oder Partnerschaft konzentriert, steigen die Belastungen, die Gefahr von Auseinandersetzungen und häuslicher Gewalt.

Schon vor dieser besonderen Situation war jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Etwa jede vierte Frau war mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner. Und auch Männer sind von häuslicher Gewalt betroffen. All diese Menschen und ihr Umfeld finden auf der Webseite eine Vielzahl an Informationen zu Beratungs- und Hilfeangeboten. Es wird über verschiedene Formen von Gewalt aufgeklärt, wie man sie erkennen kann und wie jede und jeder einen Beitrag zur Reduzierung von Gewalthandlungen leisten kann.

Bei der Vorstellung der Kampagne wiesen besonders Bürgermeisterin Stephanie Harms und Wennigsens Bürgermeister Christoph Meineke auf die gute interkommunale Zusammenarbeit, sowie auf die gute Vernetzung zwischen den Gleichstellungsbeauftragten und dem Frauenzentrum Ronnenberg hin.

Eine deutliche Verbesserung für die Bürgerinnen ist die seit diesem Jahr neu installierte Außensprechstunde für Frauen des Frauenzentrums Ronnenberg in Gehrden und Wennigsen. Somit haben betroffene Frauen und ihr Umfeld die Möglichkeit, wohnortnah in allen drei Kommunen Unterstützung in Krisensituationen zu erhalten.

Erreichbar sind die Mitarbeiterinnen des Frauenzentrums zur Terminvergabe unter Tel. 0511-431531.

400 Plakate und 4.000 Postkarten werden bis zum Jahresende an vielen Orten in den Kommunen auf die Kampagne und das örtliche Beratungsangebot aufmerksam machen.

Gewalt ist allgegenwärtig: Zuhause, auf der Arbeit, im Netz. Dies kann sich nur ändern, wenn sich die ganze Gesellschaft gegen Gewalt einsetzt. Für die Zukunft wünschen sich Harms und Meineke weiterhin eine gute Zusammenarbeit und nachhaltige Aufmerksamkeit für das Thema "häusliche Gewalt", denn nur gemeinsam können wir stärker als Gewalt sein.

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