Zwei Baumpaten übernehmen Verantwortung
Ab sofort übernehmen zwei engagierte Menschen ganz konkret Verantwortung für den Baum in der Ortsmitte: Ulrich Schmersow und Clemens Heidger sind nun offiziell Baumpaten der Benther Eiche.
Bürgermeister Marlo Kratzke betont die besondere Bedeutung des Engagements: „Die Benther Eiche steht seit Generationen im Zentrum des Ortes und begleitet viele Menschen ein Leben lang. Umso wertvoller ist es, dass sich engagierte Bürgerinnen und Bürger für ihren Erhalt einsetzen und Verantwortung übernehmen.“
Mit der Übergabe der Urkunden durch Bürgermeister Marlo Kratzke und Ortsbürgermeister Henning Bitter bekommt das, was viele im Ort schon lange bewegt, eine feste Form. „Diese Baumpatenschaft spiegelt das außerordentliche Engagement zur Pflege und zum Erhalt des Stadtbildes wider“, verliest Bürgermeister Marlo Kratzke die offizielle Urkunde bei der Übergabe. Doch anders als bei klassischen Patenschaftsbeeten geht es hier um mehr als die reine Pflege.
„Wir sind unter anderem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig“, erklärt Ulrich Schmersow. „Es ist wichtig, dass die Menschen im Ort wissen, wie es um den Baum steht und wie es weitergeht.“
Clemens Heidger bringt als zweiter Baumpate vor allem fachliche Expertise ein: „Meine Empfehlung, meine Ratschläge und mein Wissen stelle ich gerne zur Verfügung.“ Gemeinsam bilden sie ein Team aus Kommunikation und Fachkenntnis und geben dem Baum damit eine Art Stimme.
Ein Baum mit langer Vorgeschichte
Dass es dazu gekommen ist, hat eine längere Vorgeschichte: Bereits 2018 geriet die Eiche in den Fokus, als bei Kanalisationsarbeiten ihre Wurzeln stark beschädigt wurden. Die Sorge um die Standsicherheit wuchs. Später, im Jahr 2024, stellte ein Gutachter zusätzlich einen Pilzbefall fest. Die Diskussionen wurden intensiver: Ist der Baum noch zu retten?
Die Meinungen im Ort gingen auseinander. Während einige sich für den Erhalt einsetzten, brachten andere Alternativen ins Spiel: von einer künstlerischen Umgestaltung des abgestorbenen Stamms bis hin zur vollständigen Versiegelung der Fläche. Doch eine Umfrage unter den Bentherinnen und Benthern zeigte deutlich: Viele wünschen sich, dass die Eiche bleibt.
Hoffnung für die Eiche
Und tatsächlich: Die Entwicklung gibt Anlass zur Zuversicht. Fachlich begleitet und bei entsprechender Pflege wird dem angeschlagenen Baum eine Perspektive attestiert – mindestens zehn weitere Jahre. „Wir sind guter Dinge, dass der Baum vielleicht sogar viele Jahrzehnte unseren Ort bereichern kann. Sehr wichtig dafür ist die Vergrößerung der Baumscheibe. So erhält der Baum mehr Platz und kann mit Niederschlagswasser versorgt werden. Dieser wichtige Schritt wird als nächstes angegangen“, so die beiden Baumpaten.
Die Benther Eiche bleibt damit vorerst Teil des Ortsbildes. Mit fachlicher Begleitung und dem Engagement vor Ort bestehen gute Chancen, dass sie noch viele Jahre erhalten werden kann.