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Coronavirus: Nur Notbetrieb in Schulen und Kitas

Region.

Der Betrieb an den Schulen und Kindertageseinrichtungen in der Region Hannover wird ab Montag, 16. MĂ€rz 2020, auf das Nötigste reduziert. Das hat die Region Hannover als zustĂ€ndige Gesundheitsbehörde verfĂŒgt. Sie setzt damit einen entsprechenden Erlass des NiedersĂ€chsischen Ministeriums fĂŒr Soziales, Gesundheit und Gleichstellung um. Die AllgemeinverfĂŒgung gilt zunĂ€chst bis zum 18. April 2020 einschließlich. Eine Ausnahme macht die Anordnung fĂŒr Abiturientinnen und Abiturienten. FĂŒr sie wird der Unterricht bis zum 14. April 2020 eingestellt.

Auch wenn kein Unterricht stattfindet: Die StĂ€dte und Gemeinden mĂŒssen fĂŒr Kinder im Kindergartenalter und fĂŒr Kinder der ersten bis achten Klasse von 8 bis 13 Uhr eine Notbetreuung vorhalten. Diese Notbetreuung ist fĂŒr Eltern gedacht, die in der sogenannten kritischen Infrastruktur beschĂ€ftigt sind, also beispielsweise im Gesundheitswesen, in Pflegeeinrichtungen, im Rettungsdienst, bei der Polizei oder im Bereich der Strom-, Gas- und Wasserversorgung. Aber auch BeschĂ€ftigte aus Lebensmittelproduktion und -verkauf sollen weiter die Möglichkeit haben, zur Arbeit zu gehen.

Ziel ist, das Risiko fĂŒr eine Ansteckung mit dem Virus Covid-19 so weit wie möglich zu mindern. „Wir mĂŒssen versuchen, das Infektionsgeschehen so weit zu verlangsamen, dass das Gesundheitssystem alle Patientinnen und Patienten mit schwerem Verlauf noch versorgen kann“, erlĂ€uterte RegionsprĂ€sident Hauke Jagau. „Wir wissen bisher, dass die Erkrankung bei einem Großteil der Menschen milde verlĂ€uft. Wir mĂŒssen aber insbesondere Risikogruppen wie Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen schĂŒtzen.“

Von dem Betriebsverbot sind auch nichtschulische Veranstaltungen in SchulgebĂ€uden betroffen wie Sportveranstaltungen, TheaterauffĂŒhrungen, VortrĂ€ge oder Konzerte. Konkret bedeutet dies, dass auch zahlreiche Sportvereine den Übungsbetrieb bis nach Ostern einstellen mĂŒssen. Explizit untersagt die VerfĂŒgung zudem Schullandheimaufenthalte, SchĂŒleraustauschfahrten. Neben den allgemeinen bildenden und den berufsbildenden Schulen sind auch Schulen in freier TrĂ€gerschaft und Internate sowie Volkshochschulen und Landesbildungszentren betroffen. Eine Ausnahme bilden Schulen fĂŒr Ă€rztliche oder andere Heilberufe.