Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Bredenbeck: Feuerwehr braucht neues Gerätehaus und neue Fahrzeuge

Paul Lühr (links) übernimmt als Stellvertreter von Sebastian Rinker die Co-Leitung der Jugendfeuerwehr von Jacky von Willisen.

Bild 1 von 12

Bredenbeck.

Vor über 100 Mitgliedern übernahm Bredenbecks Ortsbrandmeister Sven Lührs jetzt im Rahmen der Jahreshauptversammlung von Jugendwart Sebastian Rinker die Feuerwehranwärter Connor Brammer, Paul Rogge und Lukas Farwig in die Einsatzabteilung. Außerdem wurde die stellvertretende Jugendwartin Jacky von Willisen verabschiedet. Sie hatte nach sechs Jahren nicht mehr für das Amt kandidiert. Ihr Nachfolger ist Paul Lühr.

Der Ortsbrandmeister berichtete den Mitgliedern von den Herausforderungen für die kommenden Jahre. Bei einer Begehung des Gerätehauses im Juni thematisierte die Feuerwehrunfallkasse (FUK) An- und Umbauten am jetzigen Gerätehaus. "Da diese Arbeiten jedoch nach den neusten Regeln erfolgen müssten und die Kapazitäten des Grundstückes am Ende seien, müssen sich Verwaltung, Rat und Feuerwehr intensiv über ein neues Gerätehaus verständigen", betonte Lührs. Spätestens die von der FUK geforderte kreuzungsfreie An- und Abfahrt der anrückenden Einsatzkräfte und der abrückenden Einsatzfahrzeuge sei am aktuellen Standort nicht zu gewährleisten. Ein komplett neuer Standort erscheine daher unausweichlich. Da Ortsbrandmeister Sven Lührs mit mehr als zehn Jahren bis zur Realisierung rechnet, seien am jetzigen Standort noch zahlreiche Arbeiten notwendig.

Außerdem bedarf es neuer Fahrzeuge bei der Bredenbecker Wehr. Als erstes steht eine Ersatzbeschaffung für das über 30 Jahre alte Tanklöschfahrzeug an. Nach intensiven Vorbereitungen und zähen Verhandlungen stehen die Mittel nun für 2018 im Haushaltsplan der Gemeinde. Das ausgewählte Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) wird voraussichtlich erst 2019 als Nachfolger des "Unimog" an den Deister kommen und zukünftig den Funkrufnamen Florian Hannover-Land 18-48-10 tragen. In das alte Gerätehaus wird das Fahrzeug wahrscheinlich noch vor Ostern passen. Bürgermeister Christoph Meineke teilte mit, dass die neuen Tore für das Gerätehaus bis dahin geliefert würden. Ohne die neuen Tore passte das rund 400.000 Euro teure HLF nicht in die Halle.

Insgesamt 20 Einsätze hatte die Feuerwehr im letzten Jahr zu absolvieren. Besonders tierisch und schwierig gestalte sich ein abendlicher Einsatz im Ruheforst. Ein kleiner Hund war in einen Fuchsbau gelaufen und tauchte nicht wieder auf. Als gerade schweres Gerät anrückte, kam der Hund unverletzt zurück. Besonders belastend waren jedoch vier Verkehrsunfälle, bei denen es auch einen Todesfall gab.

Die Ortswehr verzeichnet einen kleinen Zuwachs von sechs Mitgliedern auf nunmehr 713. Davon sind 36 in der Einsatzabteilung, 35 im Musikzug und 20 in Kinder- und Jugendfeuerwehr. Neben der 39 Mitglieder zählenden Altersabteilung gibt es noch 583 Förderer. Damit sind nach Berechnung von Sven Lührs 22 Prozent der Einwohner in der Feuerwehr, auf ein Mitglied in der Einsatzabteilung kommen 90 Einwohner.

Ein Feuerwehrfest wird in Bredenbeck vom 24. bis 26. August auf dem Festplatz am Waldrand stattfinden. Dann werden auch viele Ehrungen ausgesprochen und Beförderungen erfolgen. In der Hauptversammlung wurden bereits zahlreiche Mitgleider unter anderem für 25-jährige fördernde Mitgliedschaft ausgezeichnet. Für 40 Jahre gab es Anerkennung für Hans Groth, Ernst Hasenjäger, Günther Knölke, Kurt Reich und Kurt Teichert. Für 50 Jahre erhielt Klaus Urban eine Auszeichnung.