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Niedersachsen will die Mobilfunkversorgung verbessern

Region.

Um die Mobilfunkversorgung in Niedersachsen zu verbessern, hat das Wirtschaftsministerium im Masterplan Digitalisierung konkrete Verabredungen mit den drei großen Mobilfunkanbietern angekĂŒndigt. Nun haben sich Anbieter und Ministerium auf ein gemeinsames Vorgehen verstĂ€ndigt. Das Ziel: die Schließung von Funklöchern und ein möglichst gut ausgebautes und leistungsfĂ€higes Mobilfunknetz. Niedersachsens Wirtschafts- und Digitalisierungsminister Bernd Althusmann: „Beim mobilen Telefonieren und der Nutzung von Datendiensten hĂ€ngt man hin und wieder noch im Funkloch. Das wollen wir Ă€ndern. Gemeinsam mit den Telekommunikationsunternehmen haben wir ein gemeinsames Vorgehen verabredet, um die Mobilfunkversorgung in Niedersachsen deutlich zu verbessern." Um einen verlĂ€sslichen und prĂ€zisen Überblick ĂŒber die bestehenden Funklöcher im Land zu erhalten, haben Telekom Deutschland, TelefĂłnica und Vodafone dem Wirtschaftsministerium ihre Versorgungsdaten geliefert - ein bundesweit bislang einmaliges Vorgehen. Die Daten werden in anonymisierter Form ĂŒbereinandergelegt, um die tatsĂ€chliche Abdeckung der Mobilfunknetze in Niedersachsen darzustellen. „Die Meldungen vieler BĂŒrger im Rahmen unserer Funkloch-Aktion waren hilfreich und haben uns einen ersten Eindruck vermittelt. Aus den jetzt gelieferten Daten der Unternehmen erhalten wir einen Überblick ĂŒber alle Netze hinweg und flĂ€chendeckend fĂŒr ganz Niedersachsen. Dank der Kooperationsbereitschaft der Mobilfunkanbieter bekommen wir ein klares Bild und können gemeinsam daran arbeiten, bestehende VersorgungslĂŒcken effektiv zu schließen", erklĂ€rt Althusmann. Wie die Versorgung eines identifizierten Funklochs durch die Unternehmen möglicherweise doch realisiert werden kann, soll nun geprĂŒft werden. Ebenso soll die verstĂ€rkte gemeinsame Nutzung von Funkmasten, insbesondere der Behörden mit Ordnungs- und Sicherheitsaufgaben („BOS-Digitalfunk-Netz"), geprĂŒft werden. Dadurch kann eine Reihe der rund einhundert identifizierten Funklöcher geschlossen werden. Ist fĂŒr die verbleibenden LĂŒcken auch in Form des verabredeten kooperativen Ausbaus keine Lösung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten machbar, sollen Funklöcher mithilfe der vom Land eigens zu diesem Zweck bereitgestellten 20 Millionen Euro Fördermittel fĂŒr passive Infrastrukturen (zum Beispiel Beton und Stahl fĂŒr den Aufbau von Masten) geschlossen werden können. Althusmann: „Wir wollen in einem nĂ€chsten Schritt gemeinsam mit den kommunalen SpitzenverbĂ€nden an einer Förder-Regelung arbeiten, die rechtskonform und möglichst zĂŒgig auf den Weg gebracht werden kann. Auch mit den investierenden Unternehmen werden wir die geplante Regelung intensiv besprechen, damit die technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausreichend BerĂŒcksichtigung finden. Außerdem wollen wir die Nutzung der landeseigenen Digitalfunk-Infrastruktur fĂŒr den Mobilfunk intensivieren. Wir nutzen alle Möglichkeiten, um die Mobilfunkversorgung fĂŒr unsere BĂŒrgerinnen und BĂŒrger und die Wirtschaft deutlich zu verbessern." Dirk Wössner, Vorstandsmitglied Deutsche Telekom: „Wir als Telekom freuen uns, dass wir den Mobilfunkausbau in Niedersachsen wie in den vergangenen Jahren weiter vorantreiben und im Land investieren werden, um die Mobilfunkversorgung der BĂŒrger zu optimieren. DafĂŒr benötigen wir die UnterstĂŒtzung des Landes, der Kommunen und der kommunalen Spitzen-verbĂ€nde. Dazu gehören die wege- und baurechtlichen Verfahren, die konsensuale Findung neuer Mobilfunkstandorte, die Nutzung öffentlicher Standorte und - ganz wichtig - die Anwendung alternativer Verlegeverfahren im Tiefbau. Gemeinsam können wir es schaffen, weitere Funklöcher zu schließen - daher freue ich mich ĂŒber die gute Zusammenarbeit, die wir mit dem Land Niedersachsen haben." Markus Haas, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer der TelefĂłnica Deutschland: „TelefĂłnica Deutschland begrĂŒĂŸt die PlĂ€ne der niedersĂ€chsischen Landesregierung, ein landeseigenes Förderprogramm fĂŒr den Mobilfunkausbau zu starten. Nur wenn Politik und Mobilfunknetzbetreiber an einem Strang ziehen und sich die Investitionsbedingungen fĂŒr Mobilfunknetzbetreiber insgesamt verbessern, können die letzten weißen Flecken in Deutschlands Netzen geschlossen werden." Hannes Ametsreiter, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Vodafone Deutschland: „Highspeed-Internet ist der Motor der Digitalisierung. Neben dem Gigabit-Ausbau werden wir daher auch in Niedersachsen weiter in die QualitĂ€t unseres Mobilfunknetzes investieren. Mit der geplanten UnterstĂŒtzung vom Land kann der Ausbau noch spĂŒrbar schneller voran gehen."