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Junge Johanniter meistern Sanitätshelferkurs und beginnen Fachausbildung

Prüfungsaufgabe „offener Unterarmbruch“: Freiwilligendienstleistender Timo Strohschein (rechts) und Jonas Franke von der Johanniter-Jugend arbeiten sich durch ihren Aufgabenzettel.

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Wennigsen/Ronnenberg.

Eine harte Woche liegt hinter elf neuen Sanitätshelfern. Sechs Tage voller Anatomie, Wissen über Blutkreislauf, lebensrettende Maßnahmen, Umgang mit medizinischem Gerät und mit Patienten und schließlich, am siebten Tag, den praktischen Prüfungen am Sonntag.

Mitten im Geschehen: Eva Kaus, Leiterin der Kita „Märker Strolche“ in der Wennigser Mark, sowie eine neue Generation Freiwilligendienstleistende vom Ortsverband Deister der Johanniter-Unfall-Hilfe. Die Ronnenberger Johanniter haben die Ausbildung organisiert und bereiten die Absolventen auf ganz unterschiedliche Aufgaben vor. Kita-Chefin Eva Kaus hat bereits einen Erste-Hilfe-Kurs hinter sich. Sie unterzog sich freiwillig einer weiterführenden Ausbildung. Als Sanitätshelferin verfügt sie nun über noch mehr Fachkenntnis, was in einem Notfall zu tun ist. „Ich möchte mehr wissen und üben“, betonte Kaus. Damit sei sie auch für den Kita-Alltag besser gewappnet. Auch die Jugendabteilung der Ronnenberger Johanniter entsandte mehrere Teenager in den Sanitätshelferkurs. Sie nutzten ihre Ferienzeit, um sich auf künftige Sanitätsdiensteinsätze vorzubereiten, die sie gemeinsam mit erfahrenen Johannitern absolvieren dürfen. Für solche Einsätze ist die erfolgreich bestandene Sanitätshelferprüfung eine Voraussetzung.

Für Timo Strohschein und weitere Ronnenberger Freiwilligendienstleistende ist der Sanitätshelfer- Lehrgang lediglich ein Auftakt. Sie werden jetzt vom Ortsverband Deister zu Erste-Hilfe-Trainern fortgebildet und unterrichten in ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr in Kindergärten, an Schulen, in Betrieben oder bei Erste-Hilfe-Kursen für Führerscheinanwärter. „Ich arbeite einfach gern mit Kindern“, sagt Strohschein, der sich auf das Ausbildungsprogramm „Ersthelfer von morgen – Kita“ spezialisieren wird. Mit diesem Programm haben die Ronnenberger Johanniter allein im Jahr 2018 rund 1000 Kinder an Kindergärten in der Region Hannover mit dem Thema Erste Hilfe vertraut gemacht. Till Wagner, der sich auch bei der Freiwilligen Feuerwehr engagiert, hat sein persönliches Ziel abgesteckt: „Ich möchte vor Leuten reden können.“ Als Erste-Hilfe-Trainer wird er anderen Menschen das Einmaleins der Lebensrettung beibringen. Und dabei Fähigkeiten entwickeln, die ihm später im Berufsleben nützen werden.

Insgesamt zehn Freiwilligendienstleistende haben jetzt im August bei den Ronnenberger Johannitern neu angefangen. Seit 16 Jahren bietet der Ortsverband Deister Stellen für einen Bundesfreiwilligendienst (BuFDi) oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an. Fünf Freiwillige werden in der Erste-Hilfe-Ausbildung in der ganzen Region Hannover eingesetzt. Die übrigen fünf übernehmen Hausnotruf-Einsätze im Calenberger Land. Sie werden noch intensiver im Rettungswesen ausgebildet: An der Johanniter-Akademie in Hannover durchlaufen sie derzeit einen Monat lang einen Rettungssanitäter-Grundlehrgang.



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