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Staatssekretär besucht Amtsgericht Wennigsen

Michael Gerdes (l.), Direktor des Amtsgerichts Wennigsen, freut sich über den Besuch von Staatssekretär Stefan von der Beck.

Wennigsen.

Der Staatssekretär Stefan von der Beck besuchte heute das Amtsgerichts Wennigsen. Begrüßt wurde er von Direktor Michael Gerdes. Von der Beck besucht die Amtsgerichte in Niedersachsen, um sich persönlich ein Bild vor Ort zu machen.

„Ich fühle mich im Amtsgericht Wennigsen besonders wohl“, so von der Beck, „Hier gibt es tolle Kollegen.“ Mit diesen Kollegen diskutierte der Staatssekretär und ließ sich die aktuelle Situation im Hause erklären. Seit Mitte März hat es keine dieser Reisen gegeben und die Coronakrise hat auch vor den Amtsgerichten nicht halt gemacht. Am Anfang war die Verwaltung nur noch damit beschäftigt den Besucherverkehr an die Beschränkungen anzupassen, berichteten die Mitarbeiter dem Staatssekretär. Auch Verhandlungen wurden soweit es möglich war ausgesetzt, es sei denn es ging um wichtige Haftsachen. „Im Grunde kann man sagen, dass sich das Verwaltungssystem in unserer Demokratie bewährt hat und wir gut durch diese schwierige Zeit gekommen sind“, so von der Beck. Dies liegt auch an den Mitarbeitern des Amtsgericht Wennigsen, die durch viel persönlichen Einsatz im Lockdown Sachen aufgearbeitet haben und nun die liegengebliebenen Aufgaben aufholen müssen. Im Großen und Ganzen ist das Amtsgericht Wennigsen beim Personal gut aufgestellt, aber die Belastung für die Richter ist sehr hoch. „Von sieben Richterstellen, die wir haben sind nur sechs besetzt, dies ist dann einfach mehr Arbeit für die anderen“, kritisiert Gerdes. Unterstützung bekommt er hier vom Staatssekretär. In den letzten 2,5 Jahren wurden 45 Richterstellen und über 100 Stellen im mittleren und gehobenen Dienst in Amtsgerichten geschaffen. Auf 80 Landgerichte in Niedersachsen verteilt, ist das nicht viel. Als ein Richter im Juli 2019 das Amtsgericht Wennigsen verließ und nach Berlin abgeordnet wurde, kam kein Ersatz. „Ich treffe heute noch den Landgerichtspräsidenten und werde dies mit ihm besprechen. Wir finden es natürlich gut, wenn jemand aus Niedersachsen nach Berlin wechselt, dass ist eine tolle berufliche Erfahrung, aber das sollte nicht zum Nachteil der Amtsgerichte vor Ort sein“, sagt van der Beck.

Die großen Säle und die vielen Räumlichkeiten in Wennigsen haben es möglich gemacht, dass nicht zu viel Arbeit liegen geblieben ist. Wenn nötig konnten Verhandlungen geführt werden, Mitarbeiter konnten Zuhause, aber auch in den Büros weiterarbeiten. Aber natürlich hatte Corona zur Folge, dass sich manche Arbeitsweisen verändert haben. Viele Verhandlungen wurden schriftlich geführt und es hat auch vermehrt Anhörungen und Konferenzen über das Internet gegeben. „Da ist natürlich toll, wenn Fahrtwege wegfallen. Zu Anhörungen in die Psychiatrie Wunstorf fahren wir 45 Minuten und auch wieder zurück, plus die Anhörung. Das ist über Video natürlich leichter und schneller“, erklärt Direktor Gerdes.



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