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EnerGenies setzen sich für Klimagerechtigkeit ein

Der Wassertank für die Schüler in Tansania

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Wennigsen. Um ihrer Partnergrundschule in Tansania zu helfen, haben die EnerGenies der Grundschule Wennigsen zwei Drittel Ihrer Prämie, die sie für die erfolgreiche Teilnahme am Umweltbildungsprojekt der Gemeinde Wennigsen (Deister) erhalten, für die Anschaffung eines Reservewassertanks gespendet.

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Damit setzt die Grundschulgruppe aus Wennigsen ein klares Zeichen für mehr Klimagerechtigkeit. „Wir dürfen nicht vergessen, dass die Menschen in den Entwicklungsländern schon heute sehr stark unter den Folgen des Klimawandels leiden, obwohl sie selbst am allerwenigsten dazu beigetragen haben“, betont Lehrerin Heike Schaal, die von Anbeginn die EnerGenies an der Grundschule in Wennigsen betreut hat.

Die Schüler aus beiden Ländern tauschen sich in Briefen über ihre Natur- und Klimaschutzbemühungen aus. „Ich finde es toll, dass sich meine Schülerinnen und Schüler überlegt haben, wie sie am meisten mit dem Geld bewirken können“. „Der Tank wird der Schule helfen, Wasser zur Verfügung zu haben, wenn die öffentliche Leitung keins liefert beziehungsweise liefern kann. Das geschieht regelmäßig über mehrere Tage bis zu einer Woche“, erklärt Elizabeth Kivory, Lehrerin der Lambo Estate Grundschule in Tansania, wo auch der Klimaschutz einen hohen Stellenwert hat. Jeder Schüler dort pflanzt, pflegt und wässert einen Baum bei Schuleintritt über einen Zeitraum von sieben Jahren. Auch dafür sowie für den großen Schulgarten soll der Wassertank die Versorgung sicherstellen.

„Wir bedanken uns alle sehr herzlich bei unseren großen und kleinen Freunden der Grundschule Wennigsen.“ Der Tank ist auf ein Turmgerüst gehievt worden, damit durch das Gefälle Druck entsteht. Fünf Tage hat es gedauert, den neuen Tank durch die Wasserstelle auf dem Schulgelände zu füllen, die sich direkt neben dem Turm befindet.

Das Projekt der Wennigser EnerGenies ging 2015 als gefördertes Umweltbildungsprojekt an den Start. Seit 2019 wird es von der Gemeinde auf eigene Kosten fortgeführt. Die teilnehmenden Schulen, die ihre Erfolge nachweisen können, erhalten jedes Jahr eine Prämie in Höhe von 600 Euro, die Sie abrufen können, wenn Sie Ausgaben planen, die mit Umwelt und Klima im Zusammenhang stehen. Dass die Grundschüler aus Wennigsen 400 Euro davon gespendet haben, findet auch der Klimaschutzmanager Jan Krebs prima. „Ich werte es als großen Erfolg der Umweltbildungsarbeit, die in der Grundschule Wennigsen geleistet wurde, dass die EnerGenies beschlossen haben, mit ihrem Geld dort zu helfen, wo es am meisten gebraucht wird“, sagt er.

„Das Denken und Handeln der Schülerinnen und Schüler der Grundschule Wennigsen beeindruckt mich tief“, sagt Dr. Karin Dunse, Vorsitzende des Vereins „Rafiki za Tanzania, Verein zur Förderung der interkulturellen Kommunikation, Bildung und Gesundheit e.V.“ in Hannover, „und das nicht erst mit dieser Aktion. Seit 2011 hatte es immer wieder Spendengelder der Grundschule Wennigsen für Projekte, überwiegend für die Lambo Estate Grundschule gegeben, aber auch für den Kindergarten Mashambani im Massaigebiet sowie die Loitre Sekondari Moshi Gesamtschule, einer unabhängig und von Einheimischen gegründeten und organisierten weiterführenden Schule, die junge Menschen aufnimmt, die im offiziellen Schulsystem keine Chance mehr erhalten.

Weitere Informationen

Das Klimaschutzmanagement der Gemeinde Wennigsen ist finanziert über die Nationale Klimaschutzinitiative der Deutschen Bundesregierung.

Zur Nationalen Klimaschutzinitiative:

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

 

Fördergeber/Initiative © BMU

Zum Verein „Rafiki za Tanzania“

Im November 2007 wurde der Verein „Rafiki za Tanzania - Verein zur Förderung der interkulturellen Kommunikation, Bildung und Gesundheit e.V. “ mit Sitz in Hannover gegründet, mit dem Ziel, Kontakte zwischen hiesigen Schulen und Schulen am Kilimanjaro sowie in der Maasai-Steppe und auf einer Zuckerrohrplantage zu knüpfen, Schulgebühren für weiterführende Schulausbildung zu übernehmen, Maasai-Kindern den Weg in die Schule zu ebnen, kranken Menschen bei der Bezahlung ihrer Arztrechnungen zu helfen und Schuluniformen für diejenigen Kinder nähen zu lassen, deren Schulbesuch schon daran scheitern könnte.

Der Verein setzt sich für die Gleichheit aller Menschen ein, ist politisch und konfessionell unabhängig und verfolgt ausschließlich humanistischen Ziele. Die langjährigen persönlichen Kontakte und Freundschaften dorthin stellen der Erfolg der Projekte vor Ort sicher.

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