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Braucht Wennigsen einen digitalen Marktplatz?

Wirtschaftsförderin Maike Bormann und Projektentwickler Andreas von Schell

Wennigsen. Corona hat die Digitalisierung vorangetrieben. So stellt sich nun auch die Wennigser Wirtschaftsgemeinschaft (WIG) die Frage, ob es nicht noch weiter gehen kann und sollte - auch um eine lokale Antwort auf Amazon & Co anzubieten. Heute Abend diskutieren die Wirtschaftsvertreter das Pro & Contra, um zu überlegen, ob es zu dem Schritt kommen soll.

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Die Grundidee stammt von WIG-Mitglied Andreas von Schell und seinem Sohn Leonhard von Schell, der gerade einen Master-Studiengang an der Fachhochschule Harz als Wirtschafts-Ingenieur abgeschlossen hat. Neben der rückläufigen Umsätze im Einzelhandel ist der parallel ansteigende Online-Handel ein weiterer Grund neben der Pandemie, weiter zu digitalisieren. Dabei soll es aber eben nicht globaler werden, sondern der Schritt zurück auf die lokale Ebene erfolgen. "Wir bieten einen Marktplatz mit den Wennigser Betrieben. Der Kunde kann sich quasi aus den jeweiligen virtuellen Regalen der Wennigser Händler die gewünschten Waren in den Einkaufskorb legen und am Ende mit einem Klick alles auf einmal bezahlen", erklärt WIG-Vorstand Markus Hugo das Konzept. "Unser Plan ist es dann, dass zweimal täglich eine Lieferung der bestellten Waren erfolgt. Wer also bis mittags bestellt, erhält am Nachmittag seine Produkte, wer am Nachmittag bestellt, hat sie abends Zuhause", ergänzt Andreas von Schell. Möglich wird das über Schnittstellen zwischen der Marktplatz-Plattform und den Waren-Wirtschaftssystemen der Händler vor Ort. Die Entwicklung kostet etwa 150.000 Euro und kann über Fördermittel erfolgen. "So entstehen keine Risiko-Kosten für die Entwickler und keine hohen Gebühren für die Nutzer - seien es Händler oder Kunden", erklärt Wennigsens Wirtschaftsförderin Maike Bormann. Der Betrieb der Plattform lässt sich nicht fördern und muss durch Margen von den Verkaufserlösen erfolgen. "Aber die Gewerbetreibenden müssen es wollen", betont Andreas von Schell. Die WIG hat für heute Abend dazu eingeladen, sich zu der Idee auszutauschen. Wenn alles gut und zügig läuft, könnte der digitale Marktplatz möglicherweise im 1. Quartal des Jahres 2022 online gehen.

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