Egestorf. Mit einem leichten Mitgliederzuwachs, steigenden Einsatzzahlen und zahlreichen besonderen Herausforderungen blickt die Feuerwehr Egestorf auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück. Ortsbrandmeister Jan-Henrik Büthe zog in seinem Bericht eine umfassende Bilanz und machte deutlich, wie vielseitig, fordernd und zugleich gemeinschaftlich die Arbeit der Feuerwehr ist. Neben dem täglichen Einsatzgeschehen standen auch Nachwuchsarbeit, Aus- und Fortbildung sowie die Würdigung langjähriger Verdienste im Mittelpunkt – ein eindrucksvoller Beleg für die Leistungsfähigkeit und den starken Zusammenhalt der Feuerwehr Egestorf.
Mit insgesamt 68 Einsätzen lag das Einsatzaufkommen rund zehn Prozent über dem Vorjahr. Die Feuerwehr rückte zu 28 Brandeinsätzen, 15 technischen Hilfeleistungen, 19 technischen Hilfeleistungen mit Menschengefahr sowie einem ABC-Einsatz aus. Hinzu kamen vier Brandwachen, eine Übung der Regionsfeuerwehrbereitschaft und acht Fehlalarme.
Besondere und herausfordernde Einsätze
Mehrere Einsätze prägten das Jahr besonders: Darunter ein schwerer Einsatz „Person unter Zug“ im Januar, ein Gefahrguteinsatz bei Federal Mogul im August sowie mehrere größere Brände, darunter der Brand im Nablo in Barsinghausen sowie ein ausgedehnter Garagenbrand in Egestorf.
Stabile Entwicklung und leichter Mitgliederzuwachs
Die Feuerwehr Egestorf konnte ihren Mitgliederbestand im Jahr 2025 weiter steigern. Zum 31.12.2025 zählte die Wehr insgesamt 751 Mitglieder und damit sechs mehr als im Vorjahr. Dieser Zuwachs zeigt die anhaltende Attraktivität und Bedeutung der Feuerwehr für den Ort.
Die Zusammensetzung der Feuerwehr Egestorf
Von den 751 Mitgliedern sind 60 in der Einsatzabteilung aktiv, darunter 13 Frauen. Die Nachwuchsarbeit bleibt ein wichtiger Pfeiler: In der Jugendfeuerwehr engagieren sich 10 Jugendliche, während die Kinderfeuerwehr 18 Kinder umfasst. Ergänzt wird die Gemeinschaft durch 14 Mitglieder der Altersabteilung sowie 649 fördernde Mitglieder.
Bewegungen im Mitgliederbestand
Im Jahr 2025 verzeichnete die Feuerwehr 28 Neuaufnahmen und 8 Austritte. Besonders schmerzlich waren die 20 verstorbenen Kameradinnen und Kameraden. Positiv hervorzuheben ist, dass sechs Mitgliedschaften von Lebenspartnern weitergeführt wurden – ein Zeichen enger Verbundenheit mit der Feuerwehr.
Engagement über den Einsatzdienst hinaus
Neben dem Einsatzgeschehen absolvierte die Feuerwehr Egestorf auch eine Übung der Regionsfeuerwehrbereitschaft. Solche Übungen sind essenziell, um für Großschadenslagen gut vorbereitet zu sein.
Ehrungen für langjährigen Feuerwehrdienst
Sven Hansen, Marlena Sörenhagen, Jasmine Kohlert und Daniel Meyerhoff wurden für ihr langjähriges Engagement geehrt.
Vom Niedersächsischen Landesfeuerwehrverband wurden die passiven Mitglieder Robert Bade (25 Jahre), Günter Göing, Uwe Harborth und Heiko Meier (50 Jahre) und Friedel Harre (60 Jahre) geehrt.
Beförderungen und Ehrungen
Insgesamt 17 Beförderungen spiegeln die hohe Ausbildungsbereitschaft und das Engagement der Einsatzkräfte wider.
Alexandra Menzel wurde zur Oberfeuerwehrfrau und Mara Schroeder zur Hauptfeuerwehrfrau befördert. Vivian Falb ist nun 1. Hauptfeuerwehrfrau und
Elmar Hercher und Andre Bantelmann 1. Hauptfeuerwehrmann. Matthias Nitschke wurde zum Löschmeister befördert. Andreas Prietzsch, Viktor Müller und Robert Stephan sind nun Oberlöschmeister. Jasmine Kohlert und Marlena Sörenhagen wurden zur Oberlöschmeisterin befördert und Michael Müller zum Hauptlöschmeister. Christian Kopetsch ist nun 1. Hauptlöschmeister.
Von den fördernden Mitgliedern wurden für 25 Jahre Birgit Dettmann, Jochen Dornbusch, Friedhelm Goebel, Hanno Rose, Manfred Matthies und Monika Scheibe geehrt. Für 40 Jahre wurden Uwe Brandt, Ursel Kohlert, Rolf Kühner, Thomas Quante und Gerhard Thöle geehrt. Für 50 Jahre Rolf Eckert, Heinz Reinsch, Klaus- Detlef Richter und Wolfgang Scharf, Für 55 Jahre Karl-Heinz Behrmann, Rolf Schlösser, Bernd Wolff, Ute Gerstenberg und Rolf Harre.
Zu neuen Ehrenmitgliedern ernannt wurden Paul-Friedrich Harre, Uwe Harborth, Günter Göing, Klaus- Detlef Richter, Wolfgang Scharf, Rolf Eckert, Heinz Reinsch und Werner Matthies.
Jahresbericht der Jugendfeuerwehr
Im Berichtsjahr 2025 bestand die Jugendfeuerwehr Egestorf am Deister aus 10 Jugendlichen (3 Mädchen und 7 Jungen) mit einem Durchschnittsalter von 13,1 Jahren. Es gab drei Neueintritte und zwei Austritte. Insgesamt wurden 42 Veranstaltungstage durchgeführt, mit 158,5 Stunden Ausbildung und Freizeitaktivitäten sowie zusätzlich 193 Stunden Vor- und Nachbereitung.
Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung fanden zahlreiche gemeinsame Dienste mit den Jugendfeuerwehren aus Kirchdorf, Langreder und Barsinghausen statt. Zudem beteiligte sich die Jugendfeuerwehr an verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen, darunter das Sommerfest der Ernst-Reuter-Grundschule und der Herbstmarkt in Egestorf.
Ein besonderes Highlight war die Teilnahme am Stadtzeltlager in Winninghausen, bei dem der dritte Platz bei der Rally erreicht wurde. Weitere Aktivitäten waren die „Spiele ohne Grenzen“ in Eckerde sowie ein gemeinsamer Kinobesuch mit Pizzaessen zum Jahresabschluss. Insgesamt war 2025 ein abwechslungsreiches und erfolgreiches Jahr für die Jugendfeuerwehr.
Jahresbericht der Kinderfeuerwehr
Die Kinderfeuerwehr Egestorf startete 2025 mit 20 Kindern. Im Laufe des Jahres traten 10 Kinder neu ein, während 12 Kinder ausschieden. Es fanden insgesamt 19 Dienste statt. Zu den Höhepunkten zählten die Teilnahme an der Kinderfeuerwehr-Rallye in Langreder, der Sommerabschluss auf der Feuer- und Rettungswache 5 sowie die Mitwirkung am Festumzug zum 100-jährigen Bestehen der Feuerwehr Kirchdorf.
Weitere Aktivitäten waren der Herbstmarkt mit einer kreativen Mitmachaktion, der Laternenumzug und mehrere Flämmchen-Prüfungen. Insgesamt wurden 6 Flämmchen 1, 7 Flämmchen 2 und 10 Flämmchen 3 verliehen. Den Abschluss des Jahres bildete eine gemeinsame Weihnachtsfeier. Insgesamt war 2025 ein abwechslungsreiches und gelungenes Jahr für die Kinderfeuerwehr „Flammi der Löschdrache“.


