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Abschlussfeier an der KGS: 132 Schüler starten in einen neuen Lebensabschnitt

Die KGS verabschiedet in diesem Jahr insgesamt 132 Schülerinnen und Schüler des 9. und 10. Jahrgangs. Davon kommen neun aus dem Hauptschulzweig, 74 aus dem Realschulzweig und 49 aus dem Gymnasialzweig. 87 Jugendliche erreichten den Erweiterten Sekundarabschluss I, 31 den Realschulabschluss und zwölf den Hauptschulabschluss. Zwei Schülerinnen oder Schüler verließen die Schule ohne Abschluss.

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Für viele Absolventinnen und Absolventen geht der Bildungsweg direkt weiter: 48 wechseln in die gymnasiale Oberstufe, 73 an Berufsbildende Schulen, acht beginnen eine Ausbildung, zwei absolvieren ein Freiwilliges Soziales Jahr und ein Schüler zieht ins Ausland.

Als Jahrgangsbeste wurden Xenia Leneschmidt (Gymnasialzweig), Kian-Yasin Bingöl (Realschulzweig) und Leon-Morice Leder (Hauptschulzweig) ausgezeichnet.

Besonders gewürdigt wurde Volodymyr Shkelda aus der Klasse 10R2. Er engagierte sich als Klassensprecher sowie in mehreren schulischen Gremien, darunter Schulvorstand, Gesamtkonferenz, Fachkonferenz Sport und Stadtschülerrat. Mit einem Notendurchschnitt von 1,5 erzielte er zudem das zweitbeste Zeugnis seiner Klasse. Sein Engagement gilt als besonders bemerkenswert, da er erst im Frühjahr 2022 nach Deutschland gekommen ist.

Schulleiter ermutigt Absolventen zu Verantwortung und kritischem Denken

Für den Rat sprach der stellvertretende Bürgermeister Max Matthiesen. „Wichtig ist nicht nur die Frage danach, wer ich bin, sondern auch die danach, wer man werden möchte“, so Matthiesen. Er dankte daher allen Eltern und der KGS, die die Schüler entsprechend auf ihren zukünftigen Weg vorbereitet haben. In Deutschland gebe es viele verschiedene Bildungswege, so dass jeder seinen Weg gehen könne. „Und wir brauchen eure Talente da draußen.“ Er wünschte den Schülern alles Gute für den zukünftigen Weg.

Zum Abschluss hat Gesamtschuldirektor René Ehrhardt die Absolventinnen und Absolventen mit einer nachdenklichen Rede auf ihren weiteren Lebensweg vorbereitet. Im Mittelpunkt standen dabei die Herausforderungen einer zunehmend komplexen und digitalen Welt.

Ehrhardt warnte vor Desinformation und dem Verlust von Orientierung in einer Zeit, in der demokratische Grundwerte, Fakten und Menschenwürde zunehmend infrage gestellt würden. Umso wichtiger sei es, Informationen kritisch zu hinterfragen und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.

Auch die Rolle der Künstlichen Intelligenz griff der Schulleiter auf. KI könne ein hilfreiches Werkzeug sein, ersetze jedoch weder Erfahrungen noch Werte, Urteilsvermögen oder Verantwortungsbewusstsein. Entscheidend sei nicht, alles selbst zu können, sondern die richtigen Werkzeuge sinnvoll einzusetzen und Ergebnisse kritisch zu prüfen.

Den Absolventinnen und Absolventen gab Ehrhardt zum Abschluss mehrere Wünsche mit auf den Weg: Neugier, Mut, die Bereitschaft zuzuhören und die Fähigkeit, die eigene Meinung zu ändern, wenn Fakten dies erfordern. „Sucht nicht nach dem einfachsten Weg. Sucht nach dem richtigen“, lautete seine abschließende Botschaft an den Abschlussjahrgang.