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AFB WG kritisiert Ratsarbeit und zeigt sich offen für überparteilichen Bürgermeisterkandidat Thomas Wolf

Daniela Dau (l.), Thomas Struß (2.v.r.) und Kerstin Beckmann (r.) von der Wählergemeinschaft Aktiv Für Barsinghausen (AFB WG) mit Bürgermeisterkandidat Thomas Wolf (2.v.l.). Foto: privat.

Barsinghausen. Bei ihrer jüngsten Mitgliederversammlung hat sich die Wählergemeinschaft Aktiv Für Barsinghausen (AFB WG) mit aktuellen Themen der Ratsarbeit beschäftigt. Im Mittelpunkt standen dabei politische Entwicklungen in Barsinghausen, Kritik an Entscheidungen im Rat sowie der Austausch mit dem parteiunabhängigen Bürgermeisterkandidaten Thomas Wolf.

Die Fraktionsmitglieder Thomas Struß und Kerstin Beckmann berichteten den Mitgliedern über aktuelle Themen aus der Ratsarbeit. Besonders kritisch bewertete die AFB WG die Ablehnung ihres Antrags zur Einrichtung einer Arbeitsgruppe Radverkehr.

Nach Auffassung der Wählergemeinschaft habe die rot-grüne Ratsmehrheit den Vorschlag zurückgewiesen und damit erneut gezeigt, dass parteipolitische Interessen sachorientierte Arbeit erschweren würden. Aus Sicht der AFB WG sei dies ein Beispiel für eine zunehmende politische Blockade.

Der Antrag war abgelehnt worden, da die rot-grüne Ratsmehrheit nicht noch eine zusätzliche Arbeitsgruppe gründen wollte und das Thema im zuständigen Ausschuss und mit Blick auf das bestehende Radverkehrskonzept bereits gut aufgehoben sah.

Zudem äußerte die Wählergemeinschaft Kritik an einer aus ihrer Sicht fehlenden Transparenz gegenüber dem Rat. Konkret ging es um Kostensteigerungen beim Bau des Wasserwerks durch die Stadtwerke Barsinghausen. Die AFB WG fordert nach eigenen Angaben eine offenere Informationspolitik und eine frühere Einbindung der Ratsmitglieder bei wichtigen Entscheidungen.

Thomas Wolf stellt Ziele für Bürgermeisteramt vor

Als Gast der Versammlung nahm der parteiunabhängige Bürgermeisterkandidat Thomas Wolf teil. Wolf beschrieb die Aufgabe des Bürgermeisters als Verbindung von drei Funktionen: Verwaltungsleitung, Repräsentation der Stadt und Mitarbeit im Rat. Besonders wichtig sei ihm die Zusammenarbeit zwischen Politik und Verwaltung. Er wolle als „Scharnier“ zwischen den Beteiligten wirken und die Debattenkultur in Barsinghausen stärken. Ziel sei eine sachorientierte Diskussion statt polemischer Auseinandersetzungen.

Mit Blick auf die Haushaltslage sprach Wolf auch die Prioritätensetzung bei Investitionen an. Während große und kostenintensive Projekte umgesetzt würden, fehlten aus seiner Sicht Mittel für grundlegende Aufgaben. Als Beispiele nannte er Sanierungsbedarf an Grundschulen, darunter die Toilettenanlagen der Ernst-Reuter-Schule sowie notwendige Maßnahmen an der Adolf-Grimme-Schule. „Grundschulen sind das Fundament der Bildung“, betonte Wolf und sprach sich dafür aus, diesen Bereich stärker in den Fokus zu rücken. Nach Angaben des Kandidaten möchte er Barsinghausen als Familienstadt stärken und den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Dabei müsse stets zwischen Machbarkeit und Finanzierbarkeit abgewogen werden, um eine erneute Haushaltssicherung zu vermeiden. Seine Unterstützerunterschriften habe er aus unterschiedlichen Bereichen der Stadtgesellschaft erhalten.

Positive Resonanz aus der AFB WG

Die Mitglieder der Wählergemeinschaft zeigten sich nach eigenen Angaben offen gegenüber den vorgestellten Positionen. Besonders hervorgehoben wurden Wolfs parteiunabhängiger Ansatz, seine Offenheit und die Konzentration auf Sachthemen.

Die AFB WG begrüßte ausdrücklich, dass Wolf ohne parteipolitische Bindung zur Bürgermeisterwahl antrete und damit neue Impulse für die Kommunalpolitik setzen wolle.