Barsinghausen. Es ist mittlerweile eine mehr als zehnjährige Tradition: Rund um das Erntedankfest wird die bundesweite Aktion „5000 Brote – Konfis backen Brot für die Welt“ eröffnet. Von Beginn an beteiligen sich auch Gruppen aus dem Kirchenkreis Ronnenberg an der Aktion. In diesem Jahr waren rund 25 Vorkonfirmandinnen und -konfirmanden der Mariengemeinde Barsinghausen dabei.
Am Dienstag, 29. September, begrüßten Hendrik Mordfeld und sein Sohn Jannis, Bäcker in siebter und achter Generation in der Bäckerei Hünerberg, die Jugendlichen gemeinsam mit Pastorin Uta Junginger in der Backstube des Hauptgeschäfts an der Rehrbrinkstraße.
Dort erhielten die Konfis nicht nur Einblicke in das Bäckerhandwerk, sondern konnten auch selbst mit anpacken. Hendrik Mordfeld erklärte ihnen Schritt für Schritt, wie aus den einzelnen Zutaten ein Brot entsteht.
„Brot ist ein besonderes Lebensmittel. Auch im Vaterunser bitten wir um unser tägliches Brot und damit auch darum, dass wir täglich satt werden“, sagte Mordfeld.
Rund 40 Brote entstehen
„In Deutschland kennen wir über 3000 Brotsorten. Wir backen heute ein Mischbrot nur aus Weizen- und Roggenmehl, aus Wasser, Hefe, Sauerteig und Salz“, erklärte der Bäcker.
Nachdem der Teig einige Minuten in der großen Rührschüssel geknetet worden war, ging es an die weitere Verarbeitung. Die Jugendlichen wogen jeweils rund 850 Gramm Teig ab und formten daraus die Brote. Am Ende füllten rund 40 Brote die Backbleche, die anschließend in den Reifeschrank geschoben wurden.
„Es ist faszinierend zu sehen, wie viele unterschiedliche Brote entstanden sind. Ihr habt kreativ und mit Herz gearbeitet“, lobte Hendrik Mordfeld die Jugendlichen.
Pastorin Uta Junginger dankte der Familie Mordfeld für die Unterstützung der Aktion. Dies sei keineswegs selbstverständlich.
Brote werden am Erntedanksonntag verkauft
Nach einer ausreichenden Ruhezeit der geformten Teige wurden die Brote von Hendrik Mordfeld halbfertig gebacken und anschließend eingefroren. Am Sonntag, 4. Oktober, werden sie früh am Morgen aufgetaut und fertiggebacken.
Anschließend werden die Brote zur Klosterkirche gebracht. Nach dem Gottesdienst um 10 Uhr werden sie im Gemeindehaus angeboten. Die Konfis bitten dabei um Spenden für Brot für die Welt.
Den Festgottesdienst gestalten Pastorin Uta Junginger und die Konfis gemeinsam. Für die musikalische Begleitung sorgen Landesmusikdirektor i. R. Lothar Mohn und die Stadtkantorei.
Im Anschluss sind die Besucherinnen und Besucher zu Kaffee und Kuchen sowie zu den „Broten für die Welt“ eingeladen.
Hilfe für Kinder und Jugendliche
Die Idee hinter der bundesweiten Aktion „5000 Brote“ geht über das gemeinsame Backen hinaus. Gemeinsam mit lokalen Bäckerinnen und Bäckern erhalten die Konfis Einblicke in das Bäckerhandwerk. Gleichzeitig lernen sie Projektpartner von Brot für die Welt kennen und erfahren mehr über die Lebensrealitäten von Kindern und Jugendlichen in Ländern des Globalen Südens.
In diesem Jahr werden Projekte in Argentinien und Mosambik unterstützt. Sie sollen Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Ausbildung und beruflichen Perspektiven ermöglichen.


