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„Blaulicht-Woche“: Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst berichten Vorschulkindern von Arbeitsalltag

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Barsinghausen. Vorsichtig wiegt Nimon die beiden Metallringe in der Hand, sie fühlen sich kalt und schwer an, dann reicht er sie an seine Nachbarin im Stuhlkreis weiter und so machen die Handschellen von Oberkommissar Stefan Klaus die Runde. Anlass für diesen ungewöhnlichen Einsatz im Kindergarten „Gänsefüßchen“ in der Kernstadt ist die dortige „Blaulicht-Woche“ gewesen. „Wir haben uns gemeinsam mit den Vorschulkindern in den vergangenen fünf Tagen spielerisch damit beschäftigt, wer alles so ein Sondersignal nutzen darf, was die Einsatzkräfte alles machen und wie wichtig sie im Notfall sind und wie sie Menschen in Gefahr helfen können“, erzählt Mitarbeiterin Luise Nicolaus.

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Während der „Blaulicht-Woche“ haben die Jungen und Mädchen aus diesem Grund auch viele der Helfer besucht, unter anderem den Arbeiter-Samariter-Bund und die Freiwillige Feuerwehr in Barsinghausen. Zudem bekamen die 22 Vorschulkinder aber auch einigen Besuch bei sich in der Einrichtung. Dazu gehörte unter anderem Oberkommissar Stefan Klaus vom Kontaktbereichsdienst der Barsinghäuser Polizei. Eine Stunde lang berichtete er dabei über seinen Arbeitsalltag, erklärte die Ausrüstungsgegenstände der Polizistinnen und Polizisten und musste viele Fragen beantworten.

Der Kontaktbereichsbeamte erzählte indessen, dass er und seine Kollegen am häufigsten den Stift im Einsatz benutzen. Die Dienstpistole am Gürtel sei zwar eines der auffälligsten Ausrüstungsteile, „wir sind aber sehr froh, dass wenn wir die Waffe nicht einsetzen müssen“, erklärte der 48-Jährige, der oft verblüfft war über das Wissen seiner jungen Zuhörer. So wussten die Jungen und Mädchen, dass Stefan Klaus und seine Kollegen nicht allein über Dienstwagen verfügen, sondern auch per Hubschrauber und Boot, auf dem Rücken von Pferden und auf Dienstfahrrädern unterwegs sind, um für Ordnung zu sorgen und Menschen in Gefahrensituationen zu helfen.

Die Mädchen und Jungen waren in ihrer Neugier kaum zu bremsen. Doch nicht nur Fragen waren bei den Vorschulkindern angesagt, auch das Ausprobieren stand hoch im Kurs. So ließen sie sich nicht nur von Stefan Klaus probehalber die Handschellen anlegen, sie wollten auch ganz handfest wissen, wie schwer die zusätzliche Schutzausrüstung von Polizisten ist. Zudem durften sie auch einen Blick in den Streifenwagen werfen und so erfahren, was Stefan Klaus und seine Kollegen so alles mit auf ihre Einsatzfahrten nehmen.

„Für die Kinder ist die ,Blaulicht-Woche‘ sehr spannend“, sagt Kita-Leiterin Heike Tamkus. Zwar wissen die Mädchen und Jungen oft schon eine Menge über den Arbeitsalltag von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst, es gebe aber immer noch viel Neues zu erfahren. „Zudem bekommen sie auch zahlreiche wichtige Tipps, wie sie sich selbst helfen können, wenn sie sich verlaufen oder ihre Eltern im Gedränge verloren haben“, ergänzt sie.

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