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Erfolgreicher Auftakt beim „Streitgespräch“ zu Diskussion über Digitalisierung in der Schule

v.l.: Carsten Huge, Claudia Schüßler und Felix Schoppe. Foto: privat.

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Region. Auf Einladung der SPD-Landtagsabgeordneten Claudia Schüßler fand im Wahlkreisbüro #MITTENDRIN in Letter ein „Streitgespräch“ zum Thema „Digitalisierung in Schulen“ statt. Erfreulicherweise hatten sich zwei echte Kenner der Herausforderungen, Carsten Huge, Schulleiter der Oberschule Gehrden und Felix Schoppe, Fachlehrer für Physik & Informatik am GBG Seelze als fachkundige Referenten und Gesprächspartner zur Verfügung gestellt. Beide Lehrkräfte beschäftigen sich schon seit Jahren mit dem Einsatz von Tablets und Laptops und den Voraussetzungen für deren Einsatz in der Schule.

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Carsten Huge berichtete von seiner erfolgreichen Arbeit in der Oberschule Gehrden, dort wurde bereits 2012 die Umstellung zu digitalisiertem Unterricht begonnen. Seit vielen Jahren arbeiten alle Schüler mit eigenen Tablets, die privat angeschafft wurden und als Lernmittel eingesetzt werden. Damit dies geklappt hat, hat die Schulleitung viele Gespräche geführt und Maßnahmen ergriffen, um auch finanziell schwächeren Haushalten die Anschaffung des Tablets zu ermöglichen. Ziel war von Anfang an die Schule ohne Papier und ohne feste Klassenzimmer. Die Schüler können aktuell jahrgangsübergreifend mit digitalen Lehrstoffen unterrichtet werden.

Für Felix Schoppe ist es ebenfalls sehr wichtig, dass alle Schüler mit digitalen Endgeräten versorgt werden. Er lenkte den Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit. Die Laptops des GBG können sehr lange genutzt werden, darauf legt die Schule wert. Gerade in der Corona-Zeit sei es im GBG gelungen alle Schüler mit Endgeräten zu versorgen. Für Schoppe ist es wichtig keine Abhängigkeiten von multinationalen Konzernen zu haben. Deshalb wird nicht ein festgelegtes Gerät oder System eingesetzt, sondern etwa als alternatives Betriebssystem Linux genutzt. Zudem werden die Endgeräte in der Schule selbst gewartet und repariert, um eine lange Nutzungsdauer zu gewährleisten.

Von den anwesenden Gästen wurde ein schneller digitaler Ausbau der Schulen gefordert. Auch sei, so eine Zuschauerin, eine „Blaupause“ wichtig an der man sich orientieren könne. Die Schulen müssten dann nicht so viel Zeit für die Konzeption aufwenden. Allen Anwesenden war wichtig, dass es an den Schulen gute Administratoren gibt, die sich ausschließlich für die Schule einsetzen sollen.

Die Kultuspolitikerin Schüßler wird die Anregungen für ihre Arbeit im Niedersächsischen Landtag aufbereiten. „Es ist gut zu wissen, dass es so viele engagierte Lehrerinnen und Lehrer gibt, wir müssen dafür Sorge tragen, dass in relativ kurzer Zeit Konzepte für alles Schulen zur Verfügung stehen“, so Schüßler.

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