Barsinghausen. Die Stadt Barsinghausen beteiligt sich am 12. Mai am Internationalen ME/CFS-Tag und setzt damit ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit Betroffenen der Erkrankung ME/CFS. Dazu werden das Büro des Bürgermeisters sowie das Tourismusbüro in blauem Licht illuminiert. Die Farbe Blau gilt international als Symbolfarbe für die Erkrankung.
Mit der Aktion beteiligt sich Barsinghausen an der weltweiten Initiative „#LightUpTheNight4ME“. Städte, öffentliche Einrichtungen und Wahrzeichen auf der ganzen Welt machen dabei auf die Situation von Menschen mit ME/CFS aufmerksam und wollen das gesellschaftliche Bewusstsein für die Krankheit stärken.
Aufmerksamkeit für schwere Erkrankung
ME/CFS steht für Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue Syndrom. Dabei handelt es sich um eine schwere neuroimmunologische Erkrankung, die häufig nach Virusinfektionen auftritt. Betroffene leiden unter massiver Erschöpfung, schwerer Belastungsintoleranz sowie neurologischen und immunologischen Beschwerden. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS waren 2024 allein in Deutschland rund 650.000 Menschen betroffen. Viele Erkrankte sind dauerhaft stark eingeschränkt oder pflegebedürftig.
Bürgermeister Henning Schünhof betont die Bedeutung der Aktion: „ME/CFS ist für viele Menschen noch immer eine wenig bekannte Erkrankung – obwohl hunderttausende Betroffene und ihre Familien täglich mit den Folgen leben müssen. Mit der Beleuchtung in Blau möchten wir Solidarität zeigen und gleichzeitig dazu beitragen, dass die Krankheit stärker wahrgenommen wird.“
Engagement aus Barsinghausen
Besonders verbunden ist die Aktion auch mit Barsinghausen selbst. Das Engagement von Charlotte Jahn für Menschen mit ME/CFS und ihre intensive Aufklärungsarbeit haben in der Stadt große Aufmerksamkeit erfahren. Mit ihrem Einsatz macht sie auf eine oft unsichtbare Erkrankung aufmerksam und setzt sich für mehr Verständnis und Unterstützung ein.
Weltweite Aktion am 12. Mai
Der Internationale ME/CFS-Tag findet jedes Jahr am 12. Mai statt. Das Datum erinnert an Florence Nightingale, die Begründerin der modernen Krankenpflege, die selbst über Jahrzehnte an einer schweren postinfektiösen Erkrankung litt.
Im vergangenen Jahr wurden deutschlandweit mehr als 270 Gebäude und Wahrzeichen blau beleuchtet. Dazu gehörten unter anderem der Botanische Garten Berlin, die Lanxess-Arena in Köln und die Bauhaus-Universität Weimar.
Die Stadt Barsinghausen versteht ihre Teilnahme als Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung und der Unterstützung für Betroffene und ihre Angehörigen.


