Langreder. Am Sonntagvormittag fand in Langreder der 32. Neujahrsempfang statt. Rund 50 Gäste aus Politik, Vereinen und Verbänden sowie der Feuerwehr kamen zusammen, um gemeinsam ins Gespräch zu kommen und das Dorfleben auch 2026 lebendig zu halten. Gemeinschaft und Miteinander standen im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Eröffnet wurde der Empfang vom diesjährigen Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Langreder, dem Vorsitzenden der Kleingartenkolonie Dirk Kabbert. Er begrüßte die Gäste aus den verschiedenen Bereichen sowie die Bürgerinnen und Bürger und dankte dem Musikzug der Feuerwehr Langreder für die musikalische Einstimmung und Untermalung des Empfangs.
Ortsbeauftragter blickt auf Herausforderungen und Zusammenhalt
Für den Ortsbeauftragten Sascha Arlt war es der dritte Neujahrsempfang in seiner bislang fünfjährigen Amtszeit. „Und seit fünf Jahren fesselt mich das Thema der Altglascontainer, und noch immer gibt es aus diversen Gründen – wie Platzmangel, Vorgaben und Bürokratie – keine Lösung. Aber ich bin in Kontakt mit der Barsinghäuser Stadtverwaltung und weiter voller Hoffnung“, erklärte Arlt.
Voller Hoffnung blickte er auch auf den Zusammenhalt im Ort. Im vergangenen Jahr hätten Feste wie das Feuerwehrfest und das Alpenglühen viele Menschen erfreut. „Wir wollen kein ‚Schlafdorf‘ werden. Vereine und Verbände sind in Kontakt, um Feste und Veranstaltungen abzustimmen. So treten wir nicht in Konkurrenz und können über das Jahr verteilt diverse Highlights bieten“, so Arlt weiter. Er zeigte sich zuversichtlich, dass dieses Miteinander auch künftig Bestand haben wird.
Nachdenkliche Impulse von der Pastorin
„Welche Ziele haben Sie für dieses Jahr? Was möchten Sie dieses Jahr noch erleben?“, fragte Pastorin Kristin Köhler nachdenklich in die Runde. „Siehe, ich mache alles neu“, zitierte sie aus dem Neuen Testament. Der Jahresbeginn stehe oft für einen Neuanfang, der leichter klinge, als er sei. Ein Neuanfang sei vielmehr eine Transformation, eine Veränderung hin zu etwas ganz Neuem. „Doch ist ein Neuanfang von Jahr zu Jahr nötig, oder ist das Leben nicht ein stetiger Wandel? Alles, was war, kann bleiben, und trotzdem gibt es Platz für Neues. Amen.“
Politische Grußworte betonen Bedeutung des Ehrenamts
Aus der Politik sprachen Ratsfrau Claudia Pannki und Ratsherr Gerald Schroth. Pannki bezeichnete die Vereine in Langreder als Herzstück des Ortes, getragen vom ehrenamtlichen Engagement. „Langreder hat durch sein lebendiges Vereinsleben und die Vernetzung miteinander anderen Orten viel voraus.“ Die Politik versuche, diese Arbeit durch Sport- und Kulturförderung zu unterstützen. „Uns allen ein gutes neues Jahr.“
Schroth sprach für den verhinderten stellvertretenden Bürgermeister Max Matthiesen und überbrachte herzliche Grüße. Persönlich freute sich Schroth (CDU) über das Wiedersehen mit der ehemaligen Ratsfrau Marlene Hunte-Grüne (SPD), mit der er in den vergangenen Jahren viel im Rat diskutiert habe. Er nutzte diese Gelegenheit, um zur Kommunalwahl im Herbst aufzurufen: „Jeder darf sich beteiligen – als Wähler oder selbst als Kandidat.“ Der Neujahrsempfang sei ein wichtiger Schritt für ein gutes Jahr 2026. „Es lohnt sich, rauszugehen, mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen und sich für die Gemeinschaft einzusetzen.“
Er betonte, dass große politische Fragen letztlich auch in den kleinen Dörfern ankommen. „Hier in Langreder arbeitet man Hand in Hand, daher ist der Erhalt des Sportheims als Treffpunkt so wichtig.“ Die Menschen sollten einander zuhören und das Miteinander stärken.
Ausblick und musikalischer Abschluss
Zum Abschluss wünschte sich Sascha Arlt auch einen 33. Neujahrsempfang im kommenden Jahr. „Allen noch schöne Gespräche, einen schönen Sonntag und ein gutes neues Jahr.“
Der Musikzug Langreder untermalte das Programm zwischen den Wortbeiträgen mit einer Mischung aus Klassikern und modernen Stücken und begeisterte die Gäste.


