Barsinghausen. Die IG Stadtfest hat bei der Stadt Barsinghausen einen Zuschuss von rund 13.000 Euro für zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen beim Stadtfest 2026 beantragt. Die Verwaltung empfiehlt, dem Antrag zuzustimmen und die Mittel überplanmäßig bereitzustellen.
Hintergrund sind gestiegene Sicherheitsanforderungen aufgrund aktueller polizeilicher Vorgaben und Empfehlungen. Im Mittelpunkt steht der Schutz vor sogenannten Überfahrtaten: Sperren und weitere Hindernisse sollen gemietet werden, um das Risiko solcher Angriffe zu minimieren. Zusätzliches Sicherheitspersonal ist ebenfalls vorgesehen. Die Kosten für diese Maßnahmen übersteigen das Budget der IG Stadtfest e. V., weshalb die Stadt um finanzielle Unterstützung gebeten wurde.
Im Doppelhaushalt 2025/2026 sind für diesen Zweck keine Mittel vorgesehen. Die Verwaltung müsste die Mittel daher überplanmäßig bereitstellen. Über den Antrag beriet bereits der Ordnungsausschuss und gab einstimmig grünes Licht. Weitere Gremien folgen vor der finalen Zusage.
Eigene Sperren statt Miete?
Darüber hinaus plant die Stadt Barsinghausen die Anschaffung eigener Zufahrtsschutzmaßnahmen für Veranstaltungen. Da regelmäßig große Veranstaltungen in Barsinghausen stattfinden – genannt wurden das Stadtfest und die MOWI –, würde sich eine Anschaffung langfristig lohnen, anstatt wiederholt Sperren anzumieten. Die Kosten für verschiedene Maßnahmen liegen im niedrigen fünfstelligen Bereich bis hin zu fast 200.000 Euro pro Zufahrtsschutzmaßnahme.
Die Stadtverwaltung priorisiert laut Erstem Stadtrat Stefan Zeidler zertifizierte Systeme. Außerdem soll eine Mischung aus Sperren mit und ohne Personalbindung angeschafft werden. Die Sperren könnten auf dem Gelände des Baubetriebshofs gelagert werden. Zudem soll geprüft werden, ob eine gemeinsame Anschaffung mit Nachbarkommunen möglich ist, um Kosten zu sparen.
Der Bedarf an Sicherheitsmaßnahmen ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Die Stadtfeste in Ronnenberg und Gehrden finden beispielsweise nicht zeitgleich mit dem Fest in Barsinghausen statt. Beim Stadtfest 2026 sollen verschiedene Systeme getestet werden, bevor eine endgültige Auswahl weiterer Zufahrtsschutzmaßnahmen erfolgt.








