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Ina Wildhagen bei der IRONMAN 70.3-Weltmeisterschaft in Nizza

Quelle: Wildhagen.

Barsinghausen/Nizza. Die erfolgreiche Qualifikation in Belgien, ein Jahr hartes Training – und dann dieser Moment an der Côte d’Azur: Am vergangenen Samstag stand Ina Wildhagen, Triathletin vom TSV Barsinghausen, bei den IRONMAN 70.3 World Championships in Nizza an der Startlinie.

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Mit der Startnummer 1956 stellte sie sich nicht nur der internationalen Konkurrenz, sondern auch einem Kurs, der den Athletinnen alles abverlangte: Mittelmeerwinde, steile Anstiege im Hinterland und zum Abschluss ein Halbmarathon in großer Hitze an der Promenade des Anglais.

Nach 6:34:08 Stunden erreichte Wildhagen das Ziel. In ihrer Altersklasse F50–54 belegte sie Platz 106. Mehr als 6.000 Athletinnen und Athleten waren bei der Weltmeisterschaft am Start, rund 5.800 kamen ins Ziel.

Von der Qualifikation in Belgien zur Weltmeisterschaft an die Côte d’Azur

Dass Wildhagen in Nizza überhaupt an der Startlinie stehen würde, hatte sie sich knapp ein Jahr zuvor erarbeitet.

Beim IRONMAN 70.3 im belgischen Knokke-Heist gelang ihr im September 2025 das entscheidende Rennen. Nach 5:24:08 Stunden erreichte sie dort als Vierte ihrer Altersklasse F50–54 das Ziel – und sicherte sich damit das begehrte Ticket für die Weltmeisterschaft.

Was in Belgien mit einer starken Leistung begann, führte sie nun an die französische Riviera fort. Ein Jahr nach der Qualifikation stand Wildhagen tatsächlich an der Startlinie einer Weltmeisterschaft – gemeinsam mit einigen der weltbesten Triathletinnen.

1,9 Kilometer Schwimmen im Mittelmeer

Los ging es dort, wo Nizza wohl am eindrucksvollsten ist: direkt im Mittelmeer.

Wildhagen absolvierte die 1,9 Kilometer lange Schwimmstrecke in 41:10 Minuten. Doch spätestens nach dem Wechsel aufs Rad wurde deutlich, weshalb Nizza als einer der härteren Schauplätze im Triathlon gilt.

Vom Meer führte der Kurs hinein in das bergige Hinterland der Alpes-Maritimes. Knapp 1.300 Höhenmeter mussten auf den 90 Kilometern bewältigt werden. Teile der Strecke gehören zu den steilsten Passagen, die bei großen Triathlonrennen gefahren werden. Wer hier nur von einer „hügeligen“ Strecke spricht, untertreibt also gewaltig.

 

Hinzu kam die Hitze. Die hohen Temperaturen machten einen ohnehin anspruchsvollen Kurs noch kräftezehrender – vor allem mit Blick darauf, dass nach dem Radfahren noch ein Halbmarathon wartete.

Starke Leistung auf dem Rad

Wildhagen ließ sich davon nicht aus dem Rhythmus bringen. Für die 90 Kilometer auf dem Rad benötigte sie 3:32:16 Stunden und meisterte damit den wohl anspruchsvollsten Abschnitt des Tages.

Nach den langen Anstiegen und schnellen Abfahrten der Alpes-Maritimes führte die Strecke zurück Richtung Mittelmeer. Dort hieß es: Rad abstellen, Laufschuhe an – und noch einmal 21,1 Kilometer.

Der Halbmarathon verlief entlang der berühmten Promenade des Anglais. Postkartenkulisse auf der einen Seite, ein inzwischen viele Stunden dauernder Wettkampf und die Hitze auf der anderen. Gerade auf den letzten Kilometern wurde aus dem Rennen deshalb vor allem eine Frage von Ausdauer und Willenskraft.

Nach 2:07:42 Stunden im Laufabschnitt kam schließlich der Moment, für den Wildhagen ein Jahr lang gearbeitet hatte: der Zieleinlauf auf der Promenade des Anglais.

Ein außergewöhnliches Erlebnis

„Ich habe es einfach gemacht“, sagte die erschöpfte, aber sichtlich glückliche Finisherin im Ziel. Für Ina Wildhagen war es bereits die dritte Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. 1992 bei der Handball-Juniorinnen-WM, 2023 auf Hawaii bei der IRONMAN-WM über die klassische Langdistanz mit 226 km und nun Nizza die 70.3-WM über 113 km.

Und wie geht es jetzt weiter? Neue Pläne gibt es offenbar schon. Verraten will sie die allerdings noch nicht. „Die sind noch geheim“, sagt Wildhagen mit einem Lächeln, das wenig Zweifel daran lässt: Der IRONMAN in Nizza wird nicht der letzte Wettkampf der Barsinghäuserin gewesen sein.