Barsinghausen. Anlässlich des Holocaust-Gedenktages hat die Stadt Barsinghausen am heutigen Dienstag, 27. Januar, mit einer Kranzniederlegung am Gedenkstein zwischen Kloster und Rathaus der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Bürgermeister Henning Schünhof, Mitglieder des Rates, Vertreterinnen und Vertreter der Siegfried-Lehmann-Stiftung sowie zahlreiche Bürger nahmen an der Gedenkveranstaltung teil.
Der 27. Januar erinnert an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz im Jahr 1945 und steht stellvertretend für das Gedenken an die Millionen Menschen, die während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verfolgt, entrechtet und ermordet wurden. Die Kranzniederlegung bot Raum für stilles Gedenken und gemeinsames Innehalten. In ruhiger Atmosphäre gedachten die Teilnehmer der Opfer und setzten ein sichtbares Zeichen gegen das Vergessen.
Bürgermeister mahnt zur Verantwortung
Bürgermeister Henning Schünhof betonte in seiner Ansprache die Bedeutung des Erinnerns für die heutige Gesellschaft: „Das Gedenken an die Opfer des Holocaust ist nicht nur ein Blick zurück, sondern zugleich ein Auftrag für die Gegenwart und die Zukunft. Es erinnert uns daran, wie zerbrechlich Menschlichkeit, Freiheit und Demokratie sein können – und wie wichtig es ist, jeder Form von Ausgrenzung, Hass und Antisemitismus entschieden entgegenzutreten.“
Erinnerung als kommunale Aufgabe
Die Stadt Barsinghausen versteht das Erinnern als festen Bestandteil ihrer kommunalen Verantwortung. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen sei es wichtig, die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachzuhalten und sich für ein respektvolles, solidarisches Miteinander einzusetzen.
Mit der jährlichen Kranzniederlegung setzt die Stadt gemeinsam mit den Teilnehmern ein Zeichen für eine lebendige Erinnerungskultur. Die Stadt dankte allen Beteiligten sowie den Bürgerinnen und Bürgern, die mit ihrer Teilnahme ihre Verbundenheit mit dem Gedenken zum Ausdruck brachten.


